20 Juni 2011

Fabian Bauer

Ich würde ein Projekt für ein neues lebendiges Quartier in Bern entwickeln. Ich hätte genügend Zeit, um mit den Menschen zu sprechen, um etwas schönes entstehen zu lassen. Falls mein Projekt die Menschen in Bern überzeugt, würde es sicher auch jemand umsetzen.

Fabian Bauer (*1987), Geograph, Bern

18 Juni 2011

Jacqueline Mühlebach

Ich würde kostenlos im sozialen Bereich arbeiten. Wo man jetzt ungelernte Leute wie mich nicht annimmt. Als bräuchte man eine Superausbildung, um einsame Menschen im Altersheim zu besuchen oder sowas.
Abgesehen davon würde sich nichts ändern. Ich bin Hausfrau und mein Mann verdient für uns beide.

Jacqueline Mühlebach (*1962), Hausfrau, ehemals Redaktorin, Schweiz

14 Juni 2011

Martin Fuchs

Ich würde tun was mir Spass macht und wo ich mich verwirklichen kann: Mich für ein Umdenken in der Gesellschaft einsetzen, soziale Projekte für mehr Zusammenarbeit, dem Nachbarn beim Bau seines neuen Öko-Hauses Helfen, beim Bauern nebenan lernen wie man Gemüse anbaut, einem Freund beim Permakultur-Design seines Gartens helfen, lernen welche Wildpflanzen man essen kann, Natur-Workshops für die Kinder der Nachbarschaft organisieren ...
Arbeit ist das vielleicht nicht, aber sicher wichtiger als ein immer höheres Bruttoinlandprodukt!

Martin Fuchs (*1980), Mikrotechnik Ingenieur, Nottwil

10 Juni 2011

: Volker Pfisterer

Reiseleiter in Übersee....vorallem Afrika

: Volker Pfisterer (*1966), Sozialpädagoge, Winterthur

08 Juni 2011

Pascal David

Ich würde meine Arbeitspensum reduzieren (von aktuell 80% auf ca. 50%-60%), mir mehr Zeit für mein Studium nehmen und vor allem würde ich meine Freizeit zur Verwicklichung meiner Selbst (Hobbies, soziale Aktivitäten, Beziehungen, etc.). Ausserdem würde ich nach dem Studium eine längere Reise machen und mir anschliessend einen Job suchen, mit dem ich wirklich identifizieren und auch dahinter stehen kann.

Pascal David (*1987), Bankkaufmann, Schweiz

06 Juni 2011

David Flores

Das genau Gleiche wie bis anhin.
Ich würde zusätzlich einer weiteren Beschäftigung nachgehen welche nicht im Büro sein sollte z.B. im Wald als Holzfäller wäre ganz schön.

David Flores (*1986), Hochbauzeichner, Hochdorf

03 Juni 2011

Bernard Dubochet

Etwas weniger arbeiten in meinem Beruf und daneben etwas ganz Neues ausprobieren.

Bernard Dubochet (*1969), Elektroingenieur, Energieberater, Winterthur

29 Mai 2011

Gayando Stephan Bus

Grundsätzlich macht mir die Arbeit die ich gewählt habe Spaß und ich habe die Art was und wie ich es tue schon oft geändert. Im Alltag macht es mir Freude, Menschen einzuladen und großzügig zu sein. Als "kleiner" Selbstständiger finde ich mich immer wieder in finanziell angespannten Situationen wieder und ich leide dann darunter, wenn ich diese Großzügigkeit nicht leben kann oder erheblich mehr als 200 Arbeitsstunden im Monat investiere, um Grundkosten zu tragen und ggf. Schulden zu tilgen. Es ist schmerzhaft weniger Zeit wie ich möchte für menschliche Beziehungen zu meiner Partnerin, Kindern, Eltern, Freunden und liebenswerten Menschen zur Verfügung zu haben Ich würde mich gern aktiver in der Zivilgesellschaft engagieren, um etwa diese Initiative zu unterstützen. Ich erwarte durch ein Bedingungsloses Grundeinkommen ein kollektives Aufatmen und insgesamt eine liebevollere Welt.

Gayando Stephan Bus, (*1965), Selbstständig: Gesundheitsprävention (E-Smog etc.), Bio-Catering, Liquid Bodywork, Moosach

23 Mai 2011

Cornelia Keller

Ich bin alleinerziehende und alleinverdienende Mutter eines 5jährigen Kindes (keine Alimente für mich, minimale für mein Kind). Mit Grundeinkommen könnte ich mich endlich richtig um mein Kind kümmern, hätte sehr viel weniger Stress infolge permanenter Überlastung und Geldmangel. Auch hätte ich weniger Zukunftsangst als heute wo es mir mit meinem Teilzeitpensum natürlich unmöglich ist eine vernünftige Altersvorsorge aufzubauen. Kurz, ich würde genau das gleiche tun wie jetzt (Kind betreuen und Arbeiten), wäre aber nicht so erschöpft und mir und meinem Kind ginge es mit Sicherheit physisch und psychisch besser.

Cornelia Keller (*1967)

19 Mai 2011

Marco Bienz

ich würde zuhause mehr arbeiten im Garten und meine Tätigkeit in einer Institution für geistig behinderte Menschen weiter führen, aber in einer freieren Art und Weise, (mehr oder weniger Stunden die Woche).

Marco Bienz (*1983), gel. Käser und Betreuer Assi, Marbach

18 Mai 2011

Vanessa Fässler

Ich habe einen grossen Drang dazu, die Welt zu verändern! Sie soll sozialer sein! Die Natur sollte nicht kapputgemacht werden! Alles was schön ist soll gefördert werden..
Ich setze mich für eine Neue Partei in der Schweiz ein, die genau das fördern will. Alles Soziale, ökologische ... etc.
Die Partei heisst Integrale Politik. Man kann sich darüber im Internet informieren.
Ich finde es wichtig, alle diese Menschen zu vernetzen, die sich auch Gedanken über die Zukunft der Welt, der Menschen und den Tieren machen und sich fragen, wie das weitergehen soll.
Deshalb spreche ich mit sehr vielen verschiedenen Leuten und fordere sie dazu auf, etwas zu unternehmen.
1% der menschheit hat mehr Geld, wie die restlichen 99 % zusammen!! Das rüttelt auf.
Zum vernetzen und engagieren brauche ich viel Zeit. Ich versuche gute Energie zu verbreiten, indem ich ehrlich und offen bin. Ich versuche auch einige kleinere Sachen direkt zu verändern. (Z.B. das im Stadtpark Alu und Pet und der restliche Abfall getrennt wird)
Ansonsten mache ich ein Praktikum auf einem Demeter Gemüsebetrieb. Das macht mir Spass, aber am liebsten wäre ich jeden Tag damit beschäftigt, die Welt zum Guten zu verändern. Das wäre mit dem Grundeinkommen noch mehr möglich.

Vanessa Fässler (*1993), Praktikum als Gemüsegärtnerin Demeter, Winterthur

15 Mai 2011

Seb Rol

Ich würde meine Lehre als Polygraf abschliessen und dann noch die Berufsmatura anhängen. Danach würde ich mir einen Teilzeitjob suchen und versuchen als Künstler/Musiker Fuß zu fassen!

Seb Rol (*1991), Polygraf, Winterthur

M. G.

Ich würde halbtags arbeiten gehen in meinem jetzigen Beruf als Sachbearbeiterin und nebenbei die Matura machen, später würde ich dann studieren an der Fachhochschule für Soziale Arbeit. Danach würde ich 50% als Sozialarbeiterin arbeiten und könnte endlich meinen Traumberuf ausüben. Das kann ich jetzt alles nicht, da ich Arbeit und Studium finanziell nicht unter einen Hut bringe... und das macht mich unglücklich und unmotiviert!

M. G. (*1989), Kauffrau, Bern

11 Mai 2011

Johann Dora

Job hinschmeissen, Bier saufend an der Limmat liegen. Wie all die Alkis, Linken und Penner, einfach ohne mühsames Betteln.

Johann Dora (*1977), wissenschaftlicher Angestellter, Zürich

judith frankenberg

ich würde als architekt einfach an weniger projekten gleichzeitig als jetzt arbeiten. dafür würde ich mehr arbeit in diese wenigeren projekte investieren. in der gewonnenen zeit würde ich mich mehr um mein privatleben kümmern und aber auch andere projekte anstoßen, die mit meinem beruf zu tun haben (zb partizipatives entwerfen mit jugendlichen). diese projekte sind normalerweise - wenn sie nicht gerade gefördert werden - unbezahlbar im sinne des arbeitsaufwands. sie haben aber einen tollen effekt auf unsere gesellschaft!

judith frankenberg (*1979), architekt, berlin

Maren Papasavva

Als Grundschullehrerin arbeiten, eventuell auch im Kindergarten oder im Jugendamt, Sozialarbeiterin,... diese Richtung

Maren Papasavva (*1990), Studentin

10 Mai 2011

Joern Salhauge

Da ich noch rund 2500 an Miete bekomme, würde ich voerst mal nicht arbeiten. Dies auch aus gesundheitlichen Gründen. Danach würde ich mir eine 50% Stelle suchen, damit ich wieder auf den gewohnten Lebensstandard käme, oder ich würde versuchen mich Selbständig zu machen.

Joern Salhauge (*1975), Logistikmitarbeiter, Ennetbürgen

Sven Zimmermann

Ich würde nur noch 60 oder 80% arbeiten!

Sven Zimmermann (*1979), Dipl. Bauingenieur

28 April 2011

Mario Mango

Ich arbeite bereits privat sehr viel mit exotischen und unter anderem auch mit stark bedrohten Tierarten, durch Nachzuchten von meiner Seite ist deren Bestand ein Stückweit mehr gesichert. Dies würde ich ausbauen und Hauptberuflich tun!

Mario Mango (*1964), Tierpfleger, Deutschland

Sandra Haas

Seit ich mir kürzlich den Film über das bedingungslose Grundeinkommen angeschaut habe, lässt mich der Gedanke daran nicht mehr los!
Kurz zu meiner Situation: ich bin alleinerziehende Mutter(nun schon seit 6 Jahren)von 2 Kindern (13 und 15 Jahre). Mein Arbeitspensum habe ich kontinuierlich aufgestockt, um finanziell über die Runden zu kommen. Seit 2 Jahren arbeite ich zu 80% bei einem Pharmamulti, habe neben der Arbeit und der Kindererziehung noch ein EFH zu unterhalten. Mein Leben ist purer Stress und soviel ich mich auch anstrenge und bemühe, die Hoffnung, jemals auf 'einen grünen Zweig' zu kommen und mehr Zeit zum Leben zu haben, habe ich schon längst aufgegben.
Ich stelle mir das 'BGE' als einen Segen vor. Ich bin überzeugt, der ganze immense Druck und Stress würde sich auflösen und die Menschen würden sich allmählich entspannen. Zufriedenheit würde sich breit machen und was das heisst in Bezug auf das menschliche Wirken und Sein...ich werde euphorisch!!
Ich würde sicher weiter arbeiten, aber das, was mir Spass macht und mir sinnvoll und wichtig erscheint. Dabei soll die Balance zwischen Arbeit und Freizeit endlich stimmen, so dass ich glücklich sagen kann: ja, ich geniesse mein Leben in vollen Zügen!
Ich wünsche mir sehr, dass diese Idee bald umgesetz wird und melde mich jetzt schon freiwillig als 'Versuchskaninchen' an...

Sandra Haas (*1967), Laborantin, Bottmingen

Pascal Steffen

Ja, es ist wichtig die Initiative gemeinnützige Arbeit für Umwelt, Land und Bevölkerung zu fördern. Für diese Arbeit erhält man zwar meistens keine Rappen, sind jedoch unerlässlich und in unserer Gegenwart wie auch in unserer Zukunft immer wichtiger. Somit ergibt sich aus dem Grundeinkommen eine neue Ausgangslage:
Anstelle dem Einkommen hinterher zu jagen, damit für die Familie bis Ende Monat noch etwas bleibt, können diese Familiennmitglieder ihre Kraft und Gedanken sich "auch" für die Gemeinnützige Arbeit und Umwelt widmen. Genau dies fehlt mir manchmal persönlich auch. Ich verdiene zwar gut, die Arbeitsbelastung ist aber sehr gross damit man von der Konkurrenz nicht weg gedrängt wird. Ein solides Grundeinkommen schafft auch im Arbeitsumfeld und Team weniger Neid, fördert den Teamgeist und schlussendlich für den Arbeitgeber ein besseres, vielleicht sogar ja innovatives Ergebnis.

Ich sehe deshalb in Ihrer Idee eine grosse Chance und ein solider Start in die Arbeitswelt für unsere Nachkommen, damit sie nicht schon beim Start von den Sozialdiensten abhängig werden und es noch schwerer haben - sondern einen klaren Kopf für neue Ideen behalten!

Pascal Steffen (*1972), Informatik Spezialist, Bern

20 April 2011

Mike Klenner

Ich würde erst mal meinen Beruf weiter ausüben.
Aber mein Traum war schon immer eine moderne Studentenlounge zu eröffnen!
Am besten wäre es wenn wir überhaupt kein Geld, egal in welcher Form auch immer mehr bräuchten. Und versuchen würden uns endlich weiterzuentwickeln, und zwar schneller als bisher. Denn nur dem lieben Geld hinterherzulaufen kann jawohl nicht das Ziel der Menschheit sein oder? Wann erkennt die Menscheit endlich das es wichtigeres gibt als Profit machen???
Am besten es kommt auf Politischer Ebene zu einem Eklat was dieses Thema angeht, aber auf Globaler Ebene:)

Mike Klenner (*1975), CNC Maschinenbediener, Lingen/Ems

Irene Schwob

Ich würde wahrscheinlich nur Halbzeit arbeiten. Eine politische Tätigkeit wäre möglich. Aber vor allem hätte ich nicht die Idee meinen Kindern ein Vermögen hinterlassen zu müssen und könnte mehr Geld in der 3. Welt investieren.

Irene Schwob

19 April 2011

Güler Gallace

als Bedienung würde ich gerne Arbeiten, weil es mir spaß macht mit Leuten umzugehen.

Güler Gallace (*1968), Hausfrau, Heidenheim

12 April 2011

Claudia Plüer

Ich würde meine Arbeit reduzieren und meine Zeit aufteilen in verschiedene Zweige: Soziale Kontakte, künstlerische Projekte, Arbeiten, evtl. freiwillige Einsätze in der Landwirtschaft und Lernen...
Vielleicht auch nicht grad alles auf einmal.

Claudia Plüer (*1966), Sachbearbeiterin, Zürich

07 April 2011

Yael Schneider

Ich finde diesen Gedanken sehr interessant und die Idee an sich gut, jedoch nur dann, wenn man eine gesunde Balance erschaffen könnte, denn wenn jeder soviel Geld kriegt, wer arbeitet dann? das wäre für mich natürlich eine Frage der Ehre. Ich würde wahrscheinlich schon noch weiter arbeiten aber nur in einem Beruf der mir Spass macht und wenn die anderen Leute auch ihre "Pflichten" erfüllen und helfen, eine gesunde Balance zu erschaffen und beizubehalten. Leider vermute ich jedoch, dass wir viel zu verwöhnt und faul wären um auch dann noch zu arbeiten, wenn wir das Geld nicht mehr brauchen würden. Natürlich gibt es da Ausnahmen, aber wenn nicht alle mithelfen wird es nicht funktionieren. Dennoch denke ich, dass es eine sehr gerechte und ehrliche Verteilung wäre und jeden Menschen auf die selbe Ebene bringen würde und alle gleichberechtigt wären. Ich denke, dass der Umgang zwischen den Menschen sich verbessern würde, da niemand mehr hätte als der Andere und das Zusammenleben einfacher werden würde. Fraglich finde ich wiederum die Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Weltmarkt, denn natürlich würde auch der sich enorm verändern. Es wäre ein langer Prozess mit vielen Höhen und Tiefen, doch ich finde das ist es wert, wenn dadurch eine gerechte Verteilung und ein gesundes Zusammenleben garantiert wäre.

Yael Schneider (* 1993), Student

Stefan Flückiger

Ich würde meine jetzige Arbeit reduzieren und versuchen mehr Zeit in Musik und/oder ein Studium zu investieren.

Stefan Flückiger (*1982), Buchhändler, Münchenstein

01 April 2011

Susanne Konietzko

Im Internet recherchieren, Informationen sammeln und weiterleiten.

Susanne Konietzko Deutschland

28 März 2011

Annette Höhne

Ich würde meine arbeitszeit in drei drittel teilen.

1. drittel: ich beginne sofort damit, den keim der hoffnung auf gesellschaftliche veränderung, in anderen mitmenschen zu wecken oder zu verstärken. ich mache das, indem ich über ökologische zusammenhänge lehre und praktiziere, um eine sensibiltät für das grosse ganze zu wecken und den blick über den eigenen tellerrand zu schärfen. gerne würde ich das mit kindern oder jungen menschen tun, vielleicht in einer schule, aber auch mit allen anderen interressierten. das ist mein beitrag an der sozialen skulptur, weil schließlich bin ich ein künstler.

2. drittel: meine arbeitskraft kann für gemeinnützige zwecke eingeteilt werden, gerne gehe ich dahin, wo man meine fähigkeiten braucht.

3. drittel: ich nutze meine zeit für creativen input und mache was ich will, malen, wandern, gärtnern, reisen oder auch einfach ....nichts.

Annette Höhne (*1957), Verkäuferin in einem Bioladen

22 März 2011

Judith Edelmann

Mit einem monatlichen Grundeinkommen könnte ich endlich ICH sein. Ich wäre der wirkliche Schmied meines Glückes und könnte auf Menschen verzichten, und zukünftig freundlich ins Gesicht lachen, die nicht bereit sind, eine gute Arbeit wertzuschätzen und dementsprechend zu entlohnen. Der Sinn eines Geschäftes besteht meiner Meinung nach aus einer Win-Win Situation und nicht aus einer einseitigen Ausbeutung. Die Menschenwürde nebst Selbstwertgefühl so vieler Menschen bleibt komplett auf der Strecke. Ich könnte endlich soziale Projekte weltweit in einem Bildband festhalten und die Menschen, die dahinter stehen mit ihren Wünschen, Wertvorstellungen und Träumen einfühlsam porträtieren und müsste nicht umsonst arbeiten wie das bei sozialen Projekten leider auch so üblich ist. Deshalb ist mir das nämlich bislang auch nicht möglich. Ich würde mit einem alten Landrover Defender mit Hund durch Italien touren, meine Sprachkenntnisse verbessern, bei Kleinstproduzenten von nachhaltig angebauten Lebensmitteln aushelfen, anschließend ein altes Steinhaus mieten, in dessen Garten es nach Rosmarin und Thymian duftet und Menschen unterschiedlicher Herkunft einladen um gemeinsam mit Prominenten, die sich für Naturschutz, Ethik und Menschenwürde einsetzen zu kochen und zu diskutieren und eine schöne Zeit erleben. Das Resultat dieser Zusammenkünfte würde ich in einem eigenen Verlag veröffentlichen. Mein Haus wäre ein Zentrum für wunderbare Menschen. Daneben würde ich mit meiner Fotografie zusätzlich genug Geld verdienen, und abends würde ich glücklich meine alte Steintreppe hinauf ins Schlafzimmer mit Blick auf eine kleine Bucht gehen, die warmen, alten Steinfließen erzählen in meiner Fantasie die Geschichten der Menschen, die früher in dem Haus lebten und unten erklingen die letzten Töne einer CD von Sade. RRRRING ... oh der Wecker, ich bin ja in Deutschland, der Werbeslogan" Geiz ist geil" ertönt gerade im Radio, und das monatliche Grundeinkommen interessiert hier die Politiker leider nicht, wie so vieles nicht, das so dringend notwendig wäre. Schade eigentlich.

Judith Edelmann (*1972), Foto/Text/Styling (suche sinnreiche Arbeit), Deutschland