15 Juli 2009

Harald Hasler

Ich würde weiter arbeiten und das zusätzliche Geld in Leasingraten für ein teures Auto, Bier und Nutten investieren.

Harald Hasler (*1964), Gelegenheitsarbeiter, Schweiz

Daniela Bomatter

Ich würde die 2500 an die Kinder Spitäler Kantha Bopha (Beat Richner) weiterleiten, da ich mit meiner Berufstätigkeit genügend verdiene für meinen Lebensunterhalt.

Daniela Bomatter (*1959), Informatikerin

05 Juli 2009

Jojo Linder

Für mich wäre die Verteilung der Güter wichtig. Also diese Sachen die bei uns Weggeschmissen werden, könnten wo anders auf der Welt gut wieder gebraucht werden. Ausserdem Permakultur lernen und weitergeben. Auch Baubiologie wie z.b. der Bau eines Keltenhauses wäre eine schöne Arbeit, der ich dann sicher einfacher nachgehen kann.

Jojo Linder (*1984), Elekromonteur, Zürich

Christoph Krenn

Ich würde Musiker sein. Mit meiner Band herumtouren. Gemütliche Locations bespielen und mich ganz auf die Kunst konzentrieren.

Christoph Krenn

Eric Schönholz

Als Ingenieur stören mich die Forschungsfeindlichkeit und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen in den großen Firmen. Um ein Einkommen zu haben, bin ich gezwungen, für diese Firmen zu arbeiten. Ohne diese Bürde würde ich versuchen, meine eigenen Ideen zu verwirklichen, die bereits in meinem Kopf stecken, jedoch mangels Zeit sich einer wesentlichen Weiterentwicklung entziehen. Außerdem würde ich wieder Musik komponieren (den Äußerungen meiner Freunde zufolge, muss ich gut darin gewesen sein).
Als zusätzliche Bemerkung möchte ich hinzufügen: Es ist wirklich unglaublich, wieviele Ingenieure sich in den großen Firmen extrem unterfordert fühlen und schließlich resignieren, weil sie doch nichts ändern können. Ich spreche hier wirklich aus eigener langjährigen Erfahrung, und ich spreche auch hauptsächlich von den alten Industrien (Automobil, Maschinenbau) mit ihren eingefahrenen Strukturen. Ich wünsche, dass diese alten Industrien nicht länger von staatlicher Seite künstlich am Leben gehalten werden, da diese die Entwicklung der Gesellschaft behindern.

Eric Schönholz, Ingenieur, Berlin

Fabian Berger

Der Druck der Gesellschaft, arbeiten zu müssen, würde wegfallen.

Ich hätte keine Existenzängste mehr und könnte mich auf mein Studium konzentrieren. Daneben würde ich mir eine 50% Stelle suchen, um mein Einkommen aufzubessern. Der Lohn, für den ich arbeite, müsste nicht so hoch sein. Wenn ich so um die 5000.- Einkommen hätte, würde mir das reichen. Wahrscheinlich wäre die Familienplanung einfacher.

Wenn ich nicht mehr studieren würde, so hätte ich mehr Zeit für die Dinge im Leben, die immer zu kurz kommen. Sport, Freunde, Familie.
Arbeit wäre für mich in irgendeiner Form aber immer wichtig. Denn dadurch konstruiere ich mir eine persönliche Identität und sei es nur schon eine unentgeltliche Arbeit.

Momentan finanziere ich mein Studium mit einer Halbwaisenrente und Ergänzungsleistungen (EL).

Das würde wegfallen. Ich müsste nicht jedes Semester den bürokratischen Aufwand auf mich nehmen und eine Bestätigung der Ausgleichskasse schicken.
Ich müsste auch nicht immer der Ausgleichskasse angeben, wenn ich und wo arbeite. Weil ich 2/3 des Lohnes abgeben muss.

Nach dem Studium müsste ich nicht sofort auf Stellensuche gehen, sondern könnte mich mit Hilfe von Praktikums in die Arbeitswelt eingliedern lassen. Ich höhre immer wieder, wie Studierende aus geisteswissenschaftlichen Fakultäten dazu genötigt sind, für wenige Hundert Franken ein Vollzeitpraktikum zu absolvieren. Wie soll ich das finanzieren, wenn ich keine Halbwaisenrente mit EL bekomme? Paradox, dass ich dann, obwohl ich arbeite, zur Sozialhilfe müsste, nicht?

Fabian Berger (*1988), Studen Soziologie, Ebikon

Kathrin Zeddies

Es wäre eine Erleichterung, denn es ist unumstritten, dass die Menschen angstfreier, optimistischer, motivierter, psychisch und damit körperlich gesünder würden. Frustration macht handlungsmüde bzw. handlungsunfähig und psychisch krank. Die Lust am Leben, an der Gemeinschaft teilzunehmen, würde größer, der Hass auf den Nächsten reduziert. Der Kopf wäre freier für das Wesentliche, für das, was Leben ausmacht- Liebe, Familie, Kreativität, kritisches Hineinschauen in die Gesellschaft, neuer Aufschwung, neue Ideen, frische Gedanken aufatmen!!!
Was bleibt? Die Lust, etwas zu schaffen (Arbeitslust)
Was ändert sich? Die "da oben" würden Zähne fletschend protestieren und irgendwann dankbar sein, dass ihnen die Last genommen wurde. Sie würden anfangen, das Leben zu mögen! Zu viel Geld erträgt kein Mensch- es verbittert. Zu wenig übrigens auch!!! Wenn es schon Geld geben muss, dann gerecht verteilt!

Kathrin Zeddies (*1980), Studentin der Rehabilitationspsychologie, Berlin

Mathias Schweitzer

Meine Frau und ich könnten uns viel mehr um unsere heranwachsenden Kinder kümmern. Ich würde meine bezahlten Arbeitsstunden verkürzen und könnte unbezahlte Arbeit in der Familie und meinem familiären Umfeld leisten.
Makroökonomisch ist das Grundeinkommen ein riesiger Gewinn für unsere Gesellschaft. Es werden Zukunftswerte erschlossen, die derzeit völlig brach liegen und ungenutzt sind. Das Grundeinkommen richtig eingesetzt, ist ein Quantensprung in unserer Demokratie. Es wird Armut und erbärmliche, menschenunwürdige Anträge abschaffen. Das sollten wir uns alle vor Augen halten und im Namen unserer zukünftigen Generationen darum kämpfen. Dazu bedarf es jedoch eines Paradigmenwechsels im Denken Aller. Denn nicht die immer wieder bemühte Frage steht, können wir uns das leisten? Sondern die Frage, wollen wir uns das leisten? Eine parlamentarische Demokratie verursacht hohe Kosten, es würde auch billiger gehen. Aber wir wollen eine parlamentarische Demokratie, also finanzieren WIR diese auch. Genauso ist es mit einem Grundeinkommen. Wenn WIR es wollen, dann bezahlen WIR es auch. Lasst uns gemeinsam sehen, dass wir das Grundeinkommen in unserer Gesellschaft "hoffähig" machen und unsere Nachkommen nur noch aus Geschichten Hartz IV kennen.

Mathias Schweitzer (*1965), Fernmeldehandwerker, Halberstadt

Michel Steudler

Une personne saine de corps et d'esprit veut toujours travailler, agir, participer et laisser une trace positive.

Michel Steudler (*1936), instituteur et économiste, Wilderswil

Antje Oltersdorf

Ich würde nichts anderes tun, als jetzt auch! Menschen beraten, wie sie sich selbst besser kennen lernen und verstehen können, damit sie sich selbst erkennen und einander Freund sein können. Mein kleiner Beitrag... Habt einen sonnigen Tag.

Antje Oltersdorf

Ursula Lixfeld

Ganz sicher würde ich das selbe tun wie jetzt, aber mit dem guten Gefühl, Wohnung und Atelier behalten zu können. Seit mein Ex von einem Monat auf den anderen aufgehört hat, meinen Unterhalt zu bezahlen (das war meine einzige Sicherheit bisher), bin ich leider gezwungen, auf die sogenannte Grundsicherung zurückzugreifen, denn mit all meinen Fähigkeiten und Talenten bin ich nicht in der Lage, einen gesicherten und vor allem regelmäßigen Unterhalt zu erarbeiten. Das Schlimmste ist, daß man mir von Amts wegen nahe gelegt hat, in eine kleinere Wohnung zu ziehen. Das würde bedeuten: Aufgabe des Ateliers, somit Aufgabe künstlerischer Arbeit und damit Verlust des mir wichtigsten Lebensinhaltes. Das Bedingungslose Grundeinkommen (noch in meiner Lebenszeit?) wäre wunderbar, zumal es Freiheit für schöpferisches Tun ohne demütigende Gänge zu Sozialeinrichtungen ermöglichen würde. Blockaden, ausgelöst durch entsprechende Ängste, könnten leichter aufgelöst werden und die Freude an der Arbeit wäre leichter wiederzufinden. Das gilt sicher nicht nur für mich. Wie viele Talente gehen unter bzw. werden erst gar nicht gefördert, weil die Kunst nach wie vor, und nicht ganz zu Unrecht, als brotlos angesehen wird. Die, die sich trauen, diesen Weg einzuschlagen, werden im notwendigen Broterwerb verschlissen. Wo soll dann noch die Energie herkommen, sich schöpferischer Arbeit ohne von außen auferlegte Zwänge zu widmen?

Ursula Lixfeld (*1937), Malerin, Illustratorin, Autorin, Rehhorst

Salome Wieland

2'500 Franken? Das wären 1'000 mehr als ich jetzt zur Verfügung habe. Ich arbeite nur 50% weil ich studieren, lesen und schreiben will. Weil ich leben will, weil mich so vieles interessiert. Mit einem Grundeinkommen würde ich weiterhin servieren gehen; ich liebe meine Arbeit und meine Stelle. Gleichzeitig könnte ich zB. mehr Gemüse kaufen und mehr Bücher.. Und produzieren: Hefte, Installationen, Vorträge.. Sogar eine Familie zu gründen läge dann drin...

Salome Wieland (*1983), Künstlerin und Serviceangestellte

Anja Beiz

Ich würde ohne Frage weiterhin heilerisch arbeiten und das mit so viel Entspannung und noch mehr Freude, dass ich damit andere Menschen gleichmehr Unterstützung geben kann, ihre Gaben und ihre Kraft zu entdecken oder zu mehren. Das wäre dann wie ein Selbstläufer. Es ginge dann bei allen vom Selbst aus und nicht aus der Angst heraus, um die Existenz zu ringen. Und wie schön ist die Idee, wenn dann jeder das macht, was glücklich macht und tiefe Freude und Zufriedenheit bringt, damit würde an anderer Stelle Energie (Geld ist auch Energie) "gespart" werden können, um in anderen Töpfen neue Früchte wachsen zulassen. Wenn alle entspannter sind, könnten wir uns so manchen Kram ersparen, der an uns allen in der jetzigen Form der Gesellschaft ziemlich zehrt.
Ich stelle mir in letzter Zeit eher die Frage, ob wir Menschen es überhaupt momentan schon aushalten, so glücklich zu sein? Aber ich glaube, wir sind auf dem Weg dorthin.

Anja Beitz (*1971), Heilpädagogin, Heilerin, Berlin

Patrick Dobler

Es würde Menschen, die kein deckendes Stipendium erhalten und zu weit weg von einer Universität/Hochschule leben, ermöglichen, zu studieren ohne ein Darlehen aufnehmen zu müssen um damit die Kosten einer nahe gelegenen Wohnung zu finanzieren. Ich denke mehr Menschen würden sich so einem Studium widmen, welches ihnen auch wirklich gefällt und nicht bloss einer sekundären Wahl hingeben oder sich gar von einem Studium abhalten lassen.

Patrick Dobler, (*1987), Informatiker

Andreas Hoffmann

Ich würde genau das weiter arbeiten, was ich jetzt tue, da ich in der glücklichen Lage bin, meinen "Traumjob" bereits gefunden zu haben.
Einen Anteil meiner Zeit würde ich dann in die Ausbildung eines jungen Kollegen und Nachfolgers investieren, welcher im jetzigen System leider nicht vorgesehen werden kann -- fehlendes Budget.

Andreas Hoffmann (*1967), Drucker/Setzer, Münchenstein

28 Mai 2009

Matthias Lindemer

Ich arbeite bereits als Praktikant im Umweltschutzbereich und habe mehrere Ehrenämter obwohl mein Einkommen gesichert ist. Durch das Grundeinkommen würde sich für mich nur ändern, dass mir der Staat mit seiner Bürokratie nicht mehr überall im Weg herum steht.

Matthias Lindemer (*1987), Praktikant, Lörrach

Benedict Schnyder

Derzeit arbeite ich zu 100% als Kundenberater für KMUs bei einer kleinen Bank. Die Idee des Grundeinkommens ist für mich nicht nachvollziehbar. Umgangssprachlich fragen wir ja: "wie viel verdienst du", oder: "welchen Lohn hast du". Etwas verdienen und "Lohn" implizieren für mich, dass zuvor etwas geleistet wurde, dass es zu entlöhnen oder vergüten gilt. Das Grundeinkommen dagegen ist bedingungslos. Wozu habe ich mir die Mühe gemacht, vier Jahre Weiterbildung zu besuchen (Abendschule, wohl gemerkt)? Wozu stehe ich jeden Morgen um halb sechs auf?
Mit einem Grundeinkommen würde ich die Arbeitszeit reduzieren und etwas Neues studieren - Geschichte oder Musik oder Philosophie.
Wer sollte übrigens das Grundeinkommen finanzieren? Mein erster Impuls war nämlich: OK, mit dem Grundeinkommen kann ich genau Miete und Steuern bezahlen...

Benedict Schnyder (*1981), Betriebsökonom

Daniel Buser

Ich würde probieren in der gewohnten Arbeit kürzer zu treten um einen Zusatzverdienst zu erzielen und nebenbei ein längst auf dem Tisch liegendes Produkt / Unternehmen aufbauen.

Daniel Buser

Bernd Himmerich

Als Freiberufler wäre mir eine Last genommen, denn die Zeit ohne Aufträge könnte ich mit Grundeinkommen sinnvoll für Akquise nutzen.

Für mich wäre das Grundeinkommen Anspron nd Freiheit zugleich.

Bernd Himmerich (*1963), Freiberufler, Dortmund

Susanne Gabrielski

Ich kann mir gut vorstellen, meinen Job - so wie bisher - weiter zu machen. Alles wäre genau so, wie es jetzt ist, nur die Chefs wären sehr viel netter zu mir, denn ich käme ja sozusagen völlig unverbindlich und freiwillig zur Arbeit :)

Susanne Gabrielski, Teilzeit-Angestellte

19 Mai 2009

Anna Maria Eichmann

1/3 meiner Tagesstunden:
-mich selbst organisieren und versorgen, einfach und nachhaltig/Bio konsumieren
-Seelenheilung: in der Stille Erlebtes verarbeiten, und für mich Unerledigtes aufarbeiten, ohne die Gemeinschaft damit zu belasten.
-1 Std Gemeinschaftsarbeit für Ordnung und Sauberkeit an meinem Wohnort/Strasse
-Bereitschaft für Katastrophen- Einsatz oder Trauma- Arbeit jeder Art, um mitzuhelfen, damit Menschen aus Panik und Angst rasch heraus zu kommen und wieder Trost und Zuversicht gewinnen.

1/3 meiner Tagesstunden:
-solange wie irgend möglich, event. in einem Mehr-Generationen-Gemeinschaftsprojekt mitarbeiten, wo Alte und Junge einander helfen.
-in einem Sozialprojekt meine Erfahrung in der Begleitung/Beratung von Menschen anbieten, in Einzel- oder Gruppenarbeit
-Erfahrungen von Bewusstseinsarbeit zus. mit Körperarbeit an Interessierte anbieten zur Stärkung von Urvertrauen und Entwickeln der eigenen Talente/Ressourcen in Gruppen- oder Einzelarbeit.
-Behandlung bei Paaren mit Kinderwunsch
-zur Lösung von Ängsten: Begleitung anbieten, am Ende des Lebens/Sterbebegleitung als "Geburtsprozess"

1/3 meiner Tagesstunden:
-in Freundschaft die Gemeinschaft leben
-allein, mit einem geliebten Partner in der Stille/ im Austausch oder mit meinen Gedanken und einem guten Buch die Gegenwart geniessen.
mit Menschen aus der Freude (hoffentlich nicht aus der Not) Visionen entwickeln für eine Welt, die gemeinsam besser werden kann, wenn Individualität und Gemeinschaft asl ständiger Prozess immer mehr aufeinander Bezug nehmen können zum Wohle aller.

Eine Utopie? 24 Stunden wollen weise gelebt werden! Wo finde ich Gleichgesinnte? Auf ein Echo freue ich mich und wünsche Euch gutes Weiterwachsen und Erfolg!

Anna Maria Eichmann (*1947), med. Masseurin SRK, Lebensbegleiterin und Dozentin für Reflexzonentherapie, Basel

Thomas Krüger

Frei denken, ohne Verluste auf irgendwelche Zwangsrepresalien,...... den Sinn meines eigenen Geistes endlich zu verstehen und umzusetzen.

Thomas Krüger (*1968), Beamter, Germany

Achim Arenth

Ich würde ausgeglichener und damit gezielter Arbeiten, für mich und meine Umwelt !

Achim Arenth (*1958), Clearing - und Ausbildungsleiter, Rüsselsheim

Magie Herzog

Ich würde genau das tun, was ich seit 12 Jahren schon mache - nämlich selbständig arbeiten! Alles was ich für mein Geschäft mache, bereitet mir jeden Tag Freude, denn ich konnte und kann nie eine gute Leistung bringen, wenn ich an etwas keine Freude finden kann. Zum Glück habe ich diese "Gutschrift" mit in die Wiege bekommen und dafür bin ich sehr dankbar!

Magie Herzog (*1952), Mineralien/Edelstein-Fachfrau, Zug

Norbert Kleinert

Ich bin seit über 35 Jahren bereits bei unserem Fussballverein ehrenamtlich tätig und konnte dies auch in der Zeit, als ich noch Arbeit hatte, sehr gut tun. Seit ich vor 2 Jahren Arbeitslos wurde, erhalte ich HartzIV, weil mein letzter Arbeitgeber mich 70-80 Stunden wöchentlich arbeiten ließ und ich dadurch auf einem Stundenlohn zwischen 3,85 bis 4,25 kam. Ich hatte 1070,- Euro netto incl. Nacht- und Wochenendzuschlägen, sowie Spesen. Als ich nach einer Gehaltserhöhung nachfragt, erhielt ich zur Antwort, das es tausende gäbe die gerne für weniger arbeiten würden. Dann wurde ich nach Krankheit (Backennervenlähmung) gemobbt und entsorgt und entlassen. Dadurch kam ich gleich zu HartzIV. Mit meinen 50 Jahren fand ich dann keine Stelle, obwohl ich als Großhandelskaufmann langjährige Erfahrung im Außendienst, Verkauf, Disposition, Lager und als Kraftfahrer habe!!!! Weiterhin fahre ich seit über 25 Jahren mit Sprintern und ähnlichen Fahrzeugen unfallfrei Zuletzt bin ich täglich zwischen 500 und 1100 Kilometer gefahren. Außerdem habe ich den Führerschein CE, den Gebelstaplerschein und den ADR-Schein. Ich bin trotz dieser Qualifikationen für unser Land zu alt!!!! Für mich wäre ein Grundeinkommen ein Segen, denn mit HartzIV können sie mit Glück am Ende des Monats überleben. Ganz zu Schweigen von den Krankheiten, die mit der Arbeitslosigkeit kommen. Sie können sich dann auch die notwendigen Medikamente nicht mehr alle leisten. Deshalb werde ich wahrscheinlich auch das Rentenalter nicht mehr erreichen. Das ist heute leider Deutschland!!! Armes Deutschland!!!

Norbert Kleinert (*1957), Grosshandelskaufmann, Söhrewald

Wolfgang Pimminger

Ich bin heute selbständiger Unternehmensberater am Telekommunikationssektor und finde meine Tätigkeit zunehmend unbefriedigend. Auslöser für diese Unzufriedenheit sind fast krankhafter Argwohn meiner Kunden / Klienten und daraus bedingt wirtschaftlicher Mißerfolg in einem Umfeld das kurioserweise hochgradig von meinem Wissen profitieren könnte.

Demgegenüber stehen 13 Jahre Tätigkeit in der ehrenamtlichen Jugendarbeit – die weitaus befriedigendste Tätigkeit der ich jemals nachgegangen bin. Hauptberuflich in diesem Sektor Fuss zu fassen war mir jedoch aufgrund bürokratischer Hindernisse verwehrt. Wäre meine Existenz durch ein unabhängiges Grundeinkommen gesichert, so könnte ich auf die Bürkratie pfeiffen und würde mich lieber heute als morgen erneut der Jugend zuwenden.

Darüberhinaus würde ich weiterhin mein Fachwissen anbieten, könnte meinen Kunden jedoch sagen: Probiers einfach aus! Bist du zufrieden, dann zahlst du mir eben, was es dir wert erscheint. Möglicherweise kommt dabei dann bis zum Pensionsalter doch so viel zusammen, dass ich meinen „Pensionsjob“ realisieren kann: Zwei Jahre Weltumsegelung und danach die Gründung einer Segelschule in einem Urlaubsparadies um die gesammelten Erfahrungen weiterzugeben.

Wolfgang Pimminger (*1964), Selbstständig, Linz

Frederic Weber

Ich würde das tun, was ich jatzt auch mache. Ich begleite Menschen auf ihrem Weg zu sich selbst. Ich weiss, dass das wichtigste für einen Menschen ist zu sich selber, zu seiner eigenen Bewusstheit zu kommen. Es ist wunderschön mit anzusehen wie die Leute bewusster werden und ihre Eigenverantwortung wahrnehmen.

Frederic Weber (*1952), Rebirther, Familienaufsteller, Coach, Hausen a.A. und Hoyerswerda

Martha Wacker

Jetzt arbeite ich in der Betagtenbetreuung Privat. Bin auch ausgebildete Therapeutin für verschiedenen Therapien. Als Therapeutin würde ich viel lieber arbeiten. Das neue Geld kenne ich schon seit sieben Jahren. Das ist genau die Zukunft. Mann kann es nachlesen in www.koerperharmonie.de/joytopia.htm
In Deutschland arbeitet die grüne Partei an diesem Konzept, und der neue Staat Germania in Deutschland auch. Ich finde es absolute Spitze, dass dieser Bericht in der COOP Zeitung kommt. Wir wissen, dass es funktioniert.

Marth Wacker (*1947), Verkäuferin/Therapeutin/Betagtenbetreuerin, Dottikon

Niklaus Conrad

Ich würde nichts mehr arbeiten und das leben geniessen. Wer würde dann noch arbeiten und dafür sorgen, dass Schule und andere Dienstleistungen funktionieren? Dass das heutige Finanzsystem irgend einmal die ganze Welt in den Abgrund führt ist auch für mich eine Gewissheit, aber Konsumsteuer?????

Conrad Niklaus (*1928), Rentner, früher Landwirt und Raiffeisenverwalter, Davos-Glaris

Roland Bächthold

Das Grundeinkommen befreit nicht von Arbeit, es soll Sicherheit vor Verarmung geben. Normalerweise haben alle Menschen den Ehrgeiz im Leben etwas zu erreichen. Leider bleibt der Mehrheit von uns der Weg zum Wohlstand versperrt. Das Grundeinkommen gibt soviel Sicherheit, dass der Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit und Alter für den betroffenen nicht so schlimm ist. Die Selbstmordrate und die Kleinkriminalität würde erheblich vermindert.

Roland Bächtold (*1947), Unternehmer, Basel