10 September 2010

Stefan Oeser

Aktuell bin ich Berater und Trainer im IT Bereich und eigentlich sehr zufrieden mit dieser Arbeit, die mit einem bedingungslosen Grundeinkommen massiv an Sinnhaftigkeit gewinnen würde. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit fragt man sich schon, ob es wirklich so klug ist, hocheffiziente Abläufe zu etablieren, die früher oder später weniger Personal zur Folge haben. Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen würde ich diesen Job dann gern weiter wahrnehmen, wenn auch nicht in diesem Maße, ich würde meine Arbeitstage ein wenig reduzieren, um in Schulen Informatik-AGs anbieten zu können, um den Mangel an fachlich kompetenten Informatiklehrern ein bisschen auszugleichen. Außerdem würde ich gern auch etwas Zeit zur Weiterbildung in den verschiedensten Themen nehmen. Im Übrigen glaube ich, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen zu wesentlich höheren Qualitätsstandards führt und damit unserer Wegwerfgesellschaft anständig Einhaltet bietet und damit auch etwas zur Minderung unserer Umweltsünden beiträgt.

Stefan Oeser (*1982), Trainer / Consultant im IT Bereich, Nürnberg

07 September 2010

Sue Laager

Ich wuerde Kinderlager leiten, Leinwaende bemalen, ein Traumhaus bauen, Workshops organisieren, unterrichten, Tiere halten, lernen, teilen und mich freuen dass ich mich nicht darum sorgen muss was ich fuer meinen Einsatz bekomme, da fuer mich (und meine Familie) gesorgt ist.

Sue Laager (*1989), Angehende Studentin, Horgen

Barbara Igl

Ich würde auf jeden Fall in einem ähnlichen Beruf weiterarbeiten. Vorzugsweise im NPO- oder sozialen Bereich (organisieren, für reibungslosen Ablauf sorgen, Kommunikationswege stärken, etc.) - aber nur in der Zeit, in der die Kinder in der Schule sind. Es macht mir Spaß meine Fähigkeiten einzusetzen, sonst hätte ich mich ja auch für Hartz IV entscheiden können. Ich würde dazulernen wollen, mich weiterentwickeln, nicht nur immer mit angezogener Handbremse durchs Leben fahren, weil für Fortbildung das Geld mal wieder nicht reicht. Ich würde für meine Kinder da sein, anstatt für andere, deren Eltern dafür bezahlen können, und meine eigenen verwahrlosen zu sehen. In den Nacherziehungsjahren könnte ich Zeit aufwenden für Projekte, die ich unterstützen möchte. Zeit mit Kindern und Jugendlichen verbringen. Etwas mit ihnen auf die Beine stellen, bei dem sie lernen können, dass sie wichtige Mitglieder der Gesellschaft sind, etwas bei dem sie sich erfahren können und ihre Qualitäten und Fähigkeiten entdecken. Mich mit anderen zusammentun, die auch Ideen haben. Neugierig sein, was die mit ihrer Zeit anfangen.

Ich könnte mit meinem Lebenspartner zusammenarbeiten, der neben seinem Beruf ganz ähnliche Ziele hat, sich für die Gesellschaft einzusetzen und zu einer positiven Entwicklung beizutragen. Im Moment bringen wir es nicht einmal finanziell fertig an einem Ort zu leben. - Die Menschen zusammenzubringen, die sich gegenseitig inspirieren und sie aus dem entstehenden Potential heraus arbeiten zu lassen, das möcht' schon viel zur Lebensqualität aller beitragen.

Barbara Igl (*1967), Managementassistentin, Tutorin, Bürodienstleisterin, Polling

jan erik posth

an meiner persönlichen arbeitssituation wuerde sich wohl nicht viel ändern. qualitativ nicht, da ich jetzt schon einer selbstständigen und erfuellenden tätigkeit nachgehe; auch quantitativ richte ich mein arbeitspensum nach meinen (vergleichsweise recht bescheidenen) beduerfnissen.
was mich jedoch am meisten an dem prinzip "grundlohn" fasziniert, sind das soziale und ökologische potential - eine wirklich utopische perspektive fuer unsere zukunft!

We cannot solve our problems with the same thinking we used when we created them. - Albert Einstein

jan erik posth (*1965), fotograf/massör, gustavsberg, schweden

04 September 2010

Johan Lutz

Ich bin ein arbeitsloser Bauingenieur der zu alt wurde für unsere Unternehmer. Ich habe mir in jungen Jahren ein bescheidenes Grundeinkommen (1.500 Euro/ Monat brutto) erarbeitet und bin somit "Unabhängig". Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit dem niederschreiben meiner Ideen zu sozialen Projekte. Mit einem etwas höheren Grundeinkommen als ich im Moment habe, könnte ich mich mehr um die Umsetzung meiner Ideen kümmern um notwendige Spezialisten und Gleichgesinnte zu finden.

Johan Lutz (*1954), Dipl. Ing. für Bauwesen, Innsbruck

Theodora Winkler

Ich bin absolut für ein Grundeinkommen für jeden, aber ich befürchte, wir (die Befürworter), wurden zu früh geboren ;-) Ich merke in Gesprächen, dass viele Menschen Angst vor dieser Freiheit haben, und dass viele Menschen sich ausschließlich über ihren Broterwerb definieren. Verlieren sie ihre bezahlte Arbeit, sind sie nicht(s) mehr. Das ist schade. Ich bin seit vielen Jahren in der glücklichen Lage, dass für meinen Unterhalt gesorgt ist und ich tun kann, was mich freut. Und es gibt immer was zu tun!!

Theodora Winkler (*1951), Wien

Emma Maier

Ich würde weiterhin in unserem Lokal arbeiten, aber einige Arbeiten abgeben, zB Buchhaltung, und die dadurch gewonnene Zeit in meine Kinder, den Garten und endlich wieder in meine Band investieren. Außerdem könnten wir unseren Angestellten dann höhere Gehälter zahlen, was ich gerne machen würde, was aber absolut nicht geht :(
Und einfach mal mit meiner Familie für 2, 3 Tage irgendwo hinfahren wenn wir Lust haben wär auch schön. Geht ja nicht, weil Zeit und Geld dafür fehlen.

Emma Maier (*1974), Gastwirtin, Graz

03 September 2010

Werner Schwienbacher

das gleiche und das eine und andere Projekt dazu..........

Werner Schwienbacher (*1959), Bildungsplaner für sozial schwache Kategorien, Sand in Taufers, Italien

michael groier

ich würde in meinem beruf als agrar- und regionalwissenschafter weiterarbeiten, weil er mir spass macht. ich arbeite wegen meiner tochter zwar schon jetzt teilzeit, würde aber gerne noch flexibler arbeiten und in der freien zeit mich meinen unterschiedlichen hobbies widmen. spannend wäre auch eine länger auszeit, um sich in andere spannende ding vertiefen zu können (weiterbildung etc.). ein grundeinkommen würde den sozialen frieden fördern, politischen und religiösen extremismus, der meist ökonomische wurzeln hat, eindämmen, den kapitalismus verändern wenn nicht gar überwinden und die entstehung menschenwürdiger arbeitsverhältnisse und lebensbedingungen fördern.
wie dieses system allerding in einer globalisierten welt mit ihren extremen ökonomischen disparitäten funktionieren soll, bleibt dahingestellt. reiche volkswirtschaften tuen sich damit sicher leichter.

michael groier (*1957), agrar- und regionalwissenschaftler, wien

01 September 2010

Yvonne Demont

Ich würde auf jeden fall weiter arbeiten, denn ich arbeite sehr gerne in der Gastronomie, aber vermutlich nur noch an den Wochenenden und Freitagabend.
Ansonsten würde ich die Zeit mit meinen Kindern viel mehr geniessen, dann hätte ich auch mehr Zeit für meine Lieben Nachbarn oder könnte auch wider einmal mein Grosi im Turgau besuchen gehen (dafür reicht nämlich zur Zeit, weder das Geld noch die Zeit).
Ausserdem Besuche bei meinen Eltern oder einfach mehr Zeit haben und nicht immer gestresst und müde sein, wenn man etwas mit den Kindern unternimmt.
Für meine Kinder wäre es auch ein grosser Vorteil. Da ich dann Erholter bin und wir einfach mehr Zeit haben und ich könnte meiner Tochter den langersehnten Wunsch erfüllen, Ihr jeden Abend eine "gutenacht" Geschichte zu erzählen. Denn unter diesen Bedingeungen leide nicht nur ich, sondern vor allem die Kinder. Auch wenn
man alles vesucht, dass sie es nicht mitbekommen, es gelingt einem nicht.

Yvonne Demont (*1982), Mutter, Hausfrau, Servicefachangestellte, Aushilfe in verschiedenen Berufen, Bilten

27 August 2010

Markus Ernst

Ich würde ein Content-Management-System schreiben, das meine Vorstellungen von BenutzerInnenfreundlichkeit umsetzt, und Kundenaufträge nur noch machen, soweit ich Lust darauf habe und sie der Weiterentwicklung dieses Systems zuträglich sind.

Markus Ernst (1966), Webprogrammierer

Heri Bender

Ich bin ein passionierter Software-Entwickler, alleinerziehender Vater (Tocher, 11 Jahre), Hobby-Gärtner, Interessiert an Zeitfragen.
Zur Zeit arbeite ich 80% in einem kleinen Software-Unternehmen (25 Leute).
Ich würde wahrscheinlich weiterhin dort arbeiten, aber sicher nicht volle 80%, vielleicht 30-40%.
Die gewonnene Zeit würde ich
- in Open-Source-Projekte investieren. Ideen habe ich viele, aber es mangelt an Zeit.
- vermehrt gesellschaftspolitisch aktiv sein
- vermehrt faulenzen

Heri Bender (1957), Programmierer, Zürich

Pierre-André Geiger

Ich würde damit arbeiten: Frisör, neue Kleidung, Zahnarzt, Zertifizierungen in meinem Bereich der Informatik zwecks besser Jobchance.

Pierre-André Geiger (1979), Fachinformatiker, Hamburg

05 August 2010

Holger Zeppenfeld

Meine jetzige Arbeit als selbstständiger Florist ist fantastisch und ich würde sie auch beibehalten. Allerdings wäre die Selbstständigkeit mit Grundeinkommen viel entspannter, da der finanzielle Druck geringer wäre.
Es entstünde Raum für mehr Kreativität und Freiraum um zwischendurch mal zu verschnaufen und Kraft zu tanken.
Um Aufträge würde ich mich dann nicht ausschließlich aus finaziellen, sondern vor allem gestalterischen Aspekten bemühen.

Holger Zeppenfeld (* 1976), Floristmeister, selbstständig, Deutschland

23 Juli 2010

Patricia Imboden

Ich würde genau das weiterarbeiten, wie seit 2 Monaten, mit Menschen! Nur wäre ich dann kein "Schmarotzer" mehr meines Mannes = "bedingungsloses Grundeinkommen"! Zu 60%, könnten dann gerne wieder 80% werden, mit grosser Motivation, ohne Stress, Zahnarzt bezahlbar und ohne schlechtes Gewissen, dass mein Mann immer 100% arbeitet, da er dies dann auch nicht mehr annehmen müsste!!!! Die Zeit für Freunde bleibt, MEHR ZEIT FÜR ALLE! Weiterbildungen wären dann möglich, Träume verwirklichen!
ich habe gesehen was mit mir passiert ist in den letzten 2 Monaten, das sollen alle spüren dürfen!!!! 100% arbeiten ist nicht MENSCHLICH!

Patricia Imboden (*1982), diplom. Ergotherapeutin, Luzern

16 Juli 2010

Silvie Hauser

Ich sehe darin eine grosse Chance, denn es würde zb jedem die Möglichkeit geben zu studieren, unabhängig davon, ob er reiche Eltern hat, oder die Doppelbelastung von Arbeit und Studium schaffen kann. Für mich ist Kreativität und Leistungsdruck etwas, was sich oft widerspricht. Wenn man unter dem Druck, etwas verdienen zu müssen kreativ sein soll, so funktioniert das oft nicht. Von daher sehe ich in diesem System eine ideale Chance für Kreativität und Innovation und auch Gleichberechtigung, weil jeder hätte die Chance sein Leben in die Hand zu nehmen, ohne um Almosen betteln zu müssen oder etwas tun zu müssen, weil man keine andere Wahl hat.

Ich persönlich würde gerne künstlerisch und kreativ tätig sein und Zeit haben, anderen Menschen zu helfen.

Silvie Hauser (*1980)

06 Juli 2010

Margarethe-Anna Stalzer

Ich würde meine Fähigkeiten in angemessener
Art und Weise zur Verfügung stellen und würde mich einfach darüber freuen, dass es allen Menschen gut geht. Denn so solls ja sein!!!

Margarethe-Anna Stalzer (*1956), Pflegehelferin/Dipl.Behindertenpädagogin, Feldkirchen/Ktn.

24 Juni 2010

Peter Sommerauer

Ich würde in jedem Fall in einem ähnlichen Umfeld wie heute arbeiten, jedoch wesentlich ökologischer, mit weniger Druck auf wirtschaftlichen=finanziellen Erfolg und mehr im Aspekt des füreinander Schaffens. Eine Entschleunigung im Leben wäre unmittelbar die Folge, stressfreier und ohne Zeitdruck.
Das Streben im Beruf wäre stärker orientiert an Ergebnissen, die den Menschen dienen. Natürlich würde ich mehr Freizeit geniessen und öfters Urlaub machen.

Peter Sommerauer (*1968), Unternehmer, Nendeln/Lichtenstein

Cornelius Siebicke

Ich würde weiter leben. Also weiter um die Welt segeln. Zeit investieren für die Entwicklung von Neuen Fortbewegungsmitteln.

Cornelius Siebicke (*1989), Ausbildung zum Bootsbauer, Kiel

08 Juni 2010

Jana Pössel

Ich würde weiterhin meine Bibliothek unterstützen, mein Interesse und meine Fähigkeiten im Bereich der Katalogisierung an 2-3 Tagen in der Woche unentgeltlich anbieten.
Weitere 1-2 Tage in der Woche möchte ich meiner persönlichen Weiterbildung widmen, um mein Wissen zu den Themen die mich interessieren vertiefen (Psychologie, Archäologie, Geschichte, Astronomie, ...).

Jana Pössel (*1983), Diplom-Bibliothekarin, Köln

03 Juni 2010

Andrea Hochuli

Mit dem Grundeinkommen würde ich sicherlich einen Gang retour schalten und mit einem kleineren Teilzeitpensum arbeiten, damit ich auch weniger krank bin. Ganz auf die Arbeit kann ich aber trotzdem nicht verzichten. Da würde es mir nach einiger Zeit schnell langweilig werden. Ich würde aber lieber etwas mit Tieren machen z.B. eine Tierpension eröffnen. Daher möchte ich das bedingungslose Grundeinkommen unterstützen und hoffe, dass durch die Einführung des Grundeinkommens nicht noch mehr Menschen das Gleiche oder Ähnliches durchmachen müssen wie ich.

Andrea Hochuli (*1981), kaufm. Sachbearbeiterin / Maurerin, Kirchleerau

21 Mai 2010

Ilona Blevins

Ich würde erst mal einen Gang runterschalten und mir Zeit nehmen für die Familie. Meinen Garten bewirtschaften so das Blumen und Gemüse eine Einheit bilden können. Ich würde gerne mit Menschen und am Menschen arbeiten. Durch Berührung(Massagen), Atemtechniken und Meditation, durch Umgang mit Tieren (Hund/Pferd/Esel) den Menschen wieder zu sich führen, damit er sich spürt und wieder Verantwortung für sein Denken und Handeln übernehmen kann.

Ilona Blevins (* 1971), z. Z. Badehelfer, Wassertrüdingen

14 Mai 2010

Peter Walbrun

Als Vollzeithausmann einer vierköpfigen Familie bin ich ohne eigenes Einkommen und somit finanziell ganz von meiner Frau und von dem, WIEVIEL sie am Monatsende nach Hause bringt, abhängig. Zum Glück verdient meine Frau genug (was bemerkenswert ist), so dass ich mich ganz um Kindererziehung und Haushalt kümmern kann.

An meiner jetzigen Tätigkeit würde ich nichts ändern, aber ein Grundeinkommen könnten den Druck "des finanziell abhängig seins" vieler Vollzeithausfrauen/männer vom Partner/in oder der Ämter (Arbeitslosenamt, Sozialhilfeamt)nehmen.

Mit einem Grundeinkommen würde sich generell eine entspanntere, wahrscheinlich auch freundlichere Atmosphäre einstellen. Keiner würde mehr einen langweiligen, uninteressanten Job nur des Geldes wegen annehmen müssen. Stattdessen würde mehr Zeit bleiben für kreatives Denken, für Entwicklung und Ausführung von Ideen, für die Verwirklichung von Träumen oder für den ehrenamtlichen Einsatz für andere.

Peter Walbrun (*1969), Vollzeithausmann, gelernter Briefträger, Dipl.-Betr.-Wirt, Hirschthal

12 Mai 2010

Ute Kludig-Hempel

Ich würde mich genau wie jetzt für meine sechsköpfige Familie, für Naturschutz und Stadtentwicklung engagieren, alte Häuser sanieren und Bücher schreiben sowie herausgeben.
Ich würde NICHT mehr irgendwelche Erklärungen, Anträge und Listen ausfüllen, nur um mit der Familie zu überleben, NICHT mehr die Familie durch den Morgen hetzen, weil meine beruflichen Termine drohen und absolut NICHTS mehr tun, was in o.g. Bereichen vorgeschrieben wird, nur um zu überleben. Alles wäre gründlicher, überlegter, ausgewählter - wobei ich sagen muss, dass ich als Freiberuflerin schon jahrzehntelang darauf hingearbeitet habe, weniger fremdbestimmt zu sein.
Ich wäre mehr im Freien, würde mich mehr bewegen, würde malen, musizieren, Dinge, für die neben Familie UND Beruf kaum noch Zeit bleibt.
Meine Handlungen würde ich mehr von den Jahreszeiten bzw. dem Wetter leiten lassen.
Es wäre kein völlig anderes Leben, nur ein schöneres. Die Beschäftigung mit "ganz legalen Steuertricks" könnte ich ohne Bedauern bleiben lassen. Ich würde noch weniger Auto fahren, zu Fuß auf Märkten in Ruhe regionale Produkte kaufen, ausführlich kochen, käme von legalen Durchhaltedrogen vielleicht doch irgendwann weg und wäre bestimmt gesünder. Ich würde wieder soziale Kontakte haben, die mit 4 Kindern und als Hauptverdienerin fast gänzlich ausfallen, könnte Feiertage wieder feiern.
Alles, was ich z.Z. nur für Geld tue, braucht die Welt nicht wirklich, ich könnte es also ebenso gut lassen.

Ute Kludig-Hempel (*1968), Diplom-Biologin, Tharandt

08 Mai 2010

Birgit Andersen

Ich würde mich gesünder ernähren mit Produkten die aus artgerechter biologischer Landwirtschaft kommen, Energien verwenden die aus natürlichen oder nachwachsenden Ressourcen stammen. Ich würde um meine Lebensqualität zu verbessern mich weiterbilden und entwickeln und damit meinen Platz in der Gesellschaft -sinnvoll- gestalten. Ich würde dann arbeiten gehen, weil ich damit am gesunden Lebensprozessen teilhabe und ganz einfach auch weil man dann arbeitet um sinnvoll zu leben als Teil eines Ganzen und man sich auch Dinge kaufen kann die man sich wünscht.

Birgit Andersen (*1954), Heilpraktiker, Sörup

Anna Frankenberg

An zwei Tagen in der Woche würde ich in meinem Traumbereich arbeiten - für ein Musikfestival, in einer Künstleragentur, Orchestermanagement, Musikprojekte für Kinder... - gern auch ohne Gehalt. Zwei Tage würde ich mit Weiterbildung verbringen - Webdesign, Coaching, Konfliktmanagement. Und zwei weitere Tage würde ich in meine Idee investieren, einen Ort zu schaffen, der Veranstaltungsort, Cafe, Ausstellungsraum, Oase für Gestresste ist. Habe so viele Ideen, aber kein Kapital, um sie umzusetzen. Hoffe, ich mache es trotzdem irgendwann, auch ohne das bedingungslose Grundeinkommen.

Anna Frankenberg (*1979), Kulturwissenschaftlerin/Büroarbeiterin, Cambridge

Esther Karin Ott

Das bedingungslose Grundeinkommen wäre nicht nur für mich Archimedes' fester Punkt, der es ermöglichte die Welt aus den Angeln zu heben! Erstmals könnten wir echt Verantwortung übernehmen, denn erst Freiheit macht Verantwortung überhaupt möglich. (Verantwortung heisst für mich, dem Leben meine eigene Antwort zu geben und dafür gerade zu stehen.) Auch der freie Wille würde endlich aus der Worthülse entschlüpfen und Gestalt annehmen können.

Stellt euch vor, wie es wäre, wenn jeder Mensch sich bei seiner Geburt von der Gemeinschaft willkommen geheissen fühlen kann, nicht nur durch die eher narzistischen Blicke seiner Eltern (wenn es gut geht), sondern durch echte Wertschätzung (bGE). Vielleicht wäre dies die Voraussetzung für die Lösung der meisten zur Zeit aktuellen Probleme zwischen uns Menschen. Ich bin wertvoll heisst automatisch auch "du bist wertvoll"! Und weil du und ich wertvoll sind, sind wir uns ein bGE wert! Heute und in Zukunft!

Esther Karin Ott (*1957), Alleinerziehende Mutter von mittlerweile zwei erwachsenen Kindern, Erwachsenenbildnerin, Kauffrau, Managerin von sozialen und politischen Organisationen, Umiken

05 Mai 2010

Margarethe Kersten

Ich würde einen Tag weniger Für mein Einkommen Arbeiten und dafür einen Tag mehr für Andere. Ich würde mehr Neues wagen!

Margarethe Kersten (*1978), Kunsttherapeutin, Masseurin, Sozialassistentin, Künstlerin, Bremen

03 Mai 2010

Hildegard Enzinger

das, was ich jetzt als Rentnerin mache, die über so viel Geld jeden Monat verfügt: Kochen für mich und andere, Gärtnern, anderen Bücher vorstellen, Kurse zu Kommunikation im Alltag halten, persönliche Beratungen machen, Wohnungen planen, in einem Umsonst-Laden mitarbeiten, gesellschaftlich neue Ideen durchdenken.

Hildegard Enzinger (*1946), ehem. Hochschullehrerin, Klagenfurt

Claudia Dorn

Wenn ich hier in Deutschland ein Grundeinkommen hätte würde ich den Kindergarten für meine drei Kids ab September ohne weiteres bezahlen können und dann natürlich in "unserem Cafe" arbeiten.
Würde weiterhin bescheiden leben beim dm und nicht beim Schlecker einkaufen. Noch mehr bio kaufen (nicht nur BioEier) mehr auf Echtholzmöbel setzen und ansonsten weiterhin bescheiden leben.
Halt einfach viel selber machen weil ich dann weiß was in meinem Essen drin ist.
Und ja ganz sicher würde ich auch eine monatliche Spende an Greenpeace machen.
Wenn ich könnte würde ich noch mehr tun aber man kommt sich immer so allein vor auf dieser kleinen Welt - in meiner kleinen Welt, die sich in der Praxis nur ums Windeln wechseln, essen kochen und wäsche waschen dreht.
Und dann kriegt man immer noch ein schlechtes Gewissen gemacht: Jeder kann sich Bio leisten man müsse nur auf FastFood verzichten.
Unsere Realität sieht leider bisschen anders aus.
Ich weiß nicht wann ich das letzte mal so etwas wie FastFood gegessen habe. Immer ganz nach dem Motto von Helge Schneider: Möhren sind nun mal günstiger als Schokoriegel oder Fleisch.
So leben wir schon eine ganze Weile sehr gesund,
aber halt noch nicht ganz auf Bio umgestellt.
Mit diesem Einkommen würde so manches Leben leichter aber nicht verschwenderischer laufen.
Vielleicht gibt es doch noch mehr die so denken.
Danke fürs lesen.

Claudia Dorn (*1982), Industriekauffrau, Bad Brückenau