28 Mai 2009

Matthias Lindemer

Ich arbeite bereits als Praktikant im Umweltschutzbereich und habe mehrere Ehrenämter obwohl mein Einkommen gesichert ist. Durch das Grundeinkommen würde sich für mich nur ändern, dass mir der Staat mit seiner Bürokratie nicht mehr überall im Weg herum steht.

Matthias Lindemer (*1987), Praktikant, Lörrach

Benedict Schnyder

Derzeit arbeite ich zu 100% als Kundenberater für KMUs bei einer kleinen Bank. Die Idee des Grundeinkommens ist für mich nicht nachvollziehbar. Umgangssprachlich fragen wir ja: "wie viel verdienst du", oder: "welchen Lohn hast du". Etwas verdienen und "Lohn" implizieren für mich, dass zuvor etwas geleistet wurde, dass es zu entlöhnen oder vergüten gilt. Das Grundeinkommen dagegen ist bedingungslos. Wozu habe ich mir die Mühe gemacht, vier Jahre Weiterbildung zu besuchen (Abendschule, wohl gemerkt)? Wozu stehe ich jeden Morgen um halb sechs auf?
Mit einem Grundeinkommen würde ich die Arbeitszeit reduzieren und etwas Neues studieren - Geschichte oder Musik oder Philosophie.
Wer sollte übrigens das Grundeinkommen finanzieren? Mein erster Impuls war nämlich: OK, mit dem Grundeinkommen kann ich genau Miete und Steuern bezahlen...

Benedict Schnyder (*1981), Betriebsökonom

Daniel Buser

Ich würde probieren in der gewohnten Arbeit kürzer zu treten um einen Zusatzverdienst zu erzielen und nebenbei ein längst auf dem Tisch liegendes Produkt / Unternehmen aufbauen.

Daniel Buser

Bernd Himmerich

Als Freiberufler wäre mir eine Last genommen, denn die Zeit ohne Aufträge könnte ich mit Grundeinkommen sinnvoll für Akquise nutzen.

Für mich wäre das Grundeinkommen Anspron nd Freiheit zugleich.

Bernd Himmerich (*1963), Freiberufler, Dortmund

Susanne Gabrielski

Ich kann mir gut vorstellen, meinen Job - so wie bisher - weiter zu machen. Alles wäre genau so, wie es jetzt ist, nur die Chefs wären sehr viel netter zu mir, denn ich käme ja sozusagen völlig unverbindlich und freiwillig zur Arbeit :)

Susanne Gabrielski, Teilzeit-Angestellte

19 Mai 2009

Anna Maria Eichmann

1/3 meiner Tagesstunden:
-mich selbst organisieren und versorgen, einfach und nachhaltig/Bio konsumieren
-Seelenheilung: in der Stille Erlebtes verarbeiten, und für mich Unerledigtes aufarbeiten, ohne die Gemeinschaft damit zu belasten.
-1 Std Gemeinschaftsarbeit für Ordnung und Sauberkeit an meinem Wohnort/Strasse
-Bereitschaft für Katastrophen- Einsatz oder Trauma- Arbeit jeder Art, um mitzuhelfen, damit Menschen aus Panik und Angst rasch heraus zu kommen und wieder Trost und Zuversicht gewinnen.

1/3 meiner Tagesstunden:
-solange wie irgend möglich, event. in einem Mehr-Generationen-Gemeinschaftsprojekt mitarbeiten, wo Alte und Junge einander helfen.
-in einem Sozialprojekt meine Erfahrung in der Begleitung/Beratung von Menschen anbieten, in Einzel- oder Gruppenarbeit
-Erfahrungen von Bewusstseinsarbeit zus. mit Körperarbeit an Interessierte anbieten zur Stärkung von Urvertrauen und Entwickeln der eigenen Talente/Ressourcen in Gruppen- oder Einzelarbeit.
-Behandlung bei Paaren mit Kinderwunsch
-zur Lösung von Ängsten: Begleitung anbieten, am Ende des Lebens/Sterbebegleitung als "Geburtsprozess"

1/3 meiner Tagesstunden:
-in Freundschaft die Gemeinschaft leben
-allein, mit einem geliebten Partner in der Stille/ im Austausch oder mit meinen Gedanken und einem guten Buch die Gegenwart geniessen.
mit Menschen aus der Freude (hoffentlich nicht aus der Not) Visionen entwickeln für eine Welt, die gemeinsam besser werden kann, wenn Individualität und Gemeinschaft asl ständiger Prozess immer mehr aufeinander Bezug nehmen können zum Wohle aller.

Eine Utopie? 24 Stunden wollen weise gelebt werden! Wo finde ich Gleichgesinnte? Auf ein Echo freue ich mich und wünsche Euch gutes Weiterwachsen und Erfolg!

Anna Maria Eichmann (*1947), med. Masseurin SRK, Lebensbegleiterin und Dozentin für Reflexzonentherapie, Basel

Thomas Krüger

Frei denken, ohne Verluste auf irgendwelche Zwangsrepresalien,...... den Sinn meines eigenen Geistes endlich zu verstehen und umzusetzen.

Thomas Krüger (*1968), Beamter, Germany

Achim Arenth

Ich würde ausgeglichener und damit gezielter Arbeiten, für mich und meine Umwelt !

Achim Arenth (*1958), Clearing - und Ausbildungsleiter, Rüsselsheim

Magie Herzog

Ich würde genau das tun, was ich seit 12 Jahren schon mache - nämlich selbständig arbeiten! Alles was ich für mein Geschäft mache, bereitet mir jeden Tag Freude, denn ich konnte und kann nie eine gute Leistung bringen, wenn ich an etwas keine Freude finden kann. Zum Glück habe ich diese "Gutschrift" mit in die Wiege bekommen und dafür bin ich sehr dankbar!

Magie Herzog (*1952), Mineralien/Edelstein-Fachfrau, Zug

Norbert Kleinert

Ich bin seit über 35 Jahren bereits bei unserem Fussballverein ehrenamtlich tätig und konnte dies auch in der Zeit, als ich noch Arbeit hatte, sehr gut tun. Seit ich vor 2 Jahren Arbeitslos wurde, erhalte ich HartzIV, weil mein letzter Arbeitgeber mich 70-80 Stunden wöchentlich arbeiten ließ und ich dadurch auf einem Stundenlohn zwischen 3,85 bis 4,25 kam. Ich hatte 1070,- Euro netto incl. Nacht- und Wochenendzuschlägen, sowie Spesen. Als ich nach einer Gehaltserhöhung nachfragt, erhielt ich zur Antwort, das es tausende gäbe die gerne für weniger arbeiten würden. Dann wurde ich nach Krankheit (Backennervenlähmung) gemobbt und entsorgt und entlassen. Dadurch kam ich gleich zu HartzIV. Mit meinen 50 Jahren fand ich dann keine Stelle, obwohl ich als Großhandelskaufmann langjährige Erfahrung im Außendienst, Verkauf, Disposition, Lager und als Kraftfahrer habe!!!! Weiterhin fahre ich seit über 25 Jahren mit Sprintern und ähnlichen Fahrzeugen unfallfrei Zuletzt bin ich täglich zwischen 500 und 1100 Kilometer gefahren. Außerdem habe ich den Führerschein CE, den Gebelstaplerschein und den ADR-Schein. Ich bin trotz dieser Qualifikationen für unser Land zu alt!!!! Für mich wäre ein Grundeinkommen ein Segen, denn mit HartzIV können sie mit Glück am Ende des Monats überleben. Ganz zu Schweigen von den Krankheiten, die mit der Arbeitslosigkeit kommen. Sie können sich dann auch die notwendigen Medikamente nicht mehr alle leisten. Deshalb werde ich wahrscheinlich auch das Rentenalter nicht mehr erreichen. Das ist heute leider Deutschland!!! Armes Deutschland!!!

Norbert Kleinert (*1957), Grosshandelskaufmann, Söhrewald

Wolfgang Pimminger

Ich bin heute selbständiger Unternehmensberater am Telekommunikationssektor und finde meine Tätigkeit zunehmend unbefriedigend. Auslöser für diese Unzufriedenheit sind fast krankhafter Argwohn meiner Kunden / Klienten und daraus bedingt wirtschaftlicher Mißerfolg in einem Umfeld das kurioserweise hochgradig von meinem Wissen profitieren könnte.

Demgegenüber stehen 13 Jahre Tätigkeit in der ehrenamtlichen Jugendarbeit – die weitaus befriedigendste Tätigkeit der ich jemals nachgegangen bin. Hauptberuflich in diesem Sektor Fuss zu fassen war mir jedoch aufgrund bürokratischer Hindernisse verwehrt. Wäre meine Existenz durch ein unabhängiges Grundeinkommen gesichert, so könnte ich auf die Bürkratie pfeiffen und würde mich lieber heute als morgen erneut der Jugend zuwenden.

Darüberhinaus würde ich weiterhin mein Fachwissen anbieten, könnte meinen Kunden jedoch sagen: Probiers einfach aus! Bist du zufrieden, dann zahlst du mir eben, was es dir wert erscheint. Möglicherweise kommt dabei dann bis zum Pensionsalter doch so viel zusammen, dass ich meinen „Pensionsjob“ realisieren kann: Zwei Jahre Weltumsegelung und danach die Gründung einer Segelschule in einem Urlaubsparadies um die gesammelten Erfahrungen weiterzugeben.

Wolfgang Pimminger (*1964), Selbstständig, Linz

Frederic Weber

Ich würde das tun, was ich jatzt auch mache. Ich begleite Menschen auf ihrem Weg zu sich selbst. Ich weiss, dass das wichtigste für einen Menschen ist zu sich selber, zu seiner eigenen Bewusstheit zu kommen. Es ist wunderschön mit anzusehen wie die Leute bewusster werden und ihre Eigenverantwortung wahrnehmen.

Frederic Weber (*1952), Rebirther, Familienaufsteller, Coach, Hausen a.A. und Hoyerswerda

Martha Wacker

Jetzt arbeite ich in der Betagtenbetreuung Privat. Bin auch ausgebildete Therapeutin für verschiedenen Therapien. Als Therapeutin würde ich viel lieber arbeiten. Das neue Geld kenne ich schon seit sieben Jahren. Das ist genau die Zukunft. Mann kann es nachlesen in www.koerperharmonie.de/joytopia.htm
In Deutschland arbeitet die grüne Partei an diesem Konzept, und der neue Staat Germania in Deutschland auch. Ich finde es absolute Spitze, dass dieser Bericht in der COOP Zeitung kommt. Wir wissen, dass es funktioniert.

Marth Wacker (*1947), Verkäuferin/Therapeutin/Betagtenbetreuerin, Dottikon

Niklaus Conrad

Ich würde nichts mehr arbeiten und das leben geniessen. Wer würde dann noch arbeiten und dafür sorgen, dass Schule und andere Dienstleistungen funktionieren? Dass das heutige Finanzsystem irgend einmal die ganze Welt in den Abgrund führt ist auch für mich eine Gewissheit, aber Konsumsteuer?????

Conrad Niklaus (*1928), Rentner, früher Landwirt und Raiffeisenverwalter, Davos-Glaris

Roland Bächthold

Das Grundeinkommen befreit nicht von Arbeit, es soll Sicherheit vor Verarmung geben. Normalerweise haben alle Menschen den Ehrgeiz im Leben etwas zu erreichen. Leider bleibt der Mehrheit von uns der Weg zum Wohlstand versperrt. Das Grundeinkommen gibt soviel Sicherheit, dass der Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit und Alter für den betroffenen nicht so schlimm ist. Die Selbstmordrate und die Kleinkriminalität würde erheblich vermindert.

Roland Bächtold (*1947), Unternehmer, Basel

27 April 2009

Brigitte Hopp

Ich würde weiter als Heilpraktikerin arbeiten, hätte aber mehr Möglichkeiten mich weiterzubilden und mein Angebot zu erweitern. Ich könnte noch konzentrierter und kreativer arbeiten und hätte noch mehr Freude an der Arbeit.

Brigitte Hopp (1952), Heilpraktikerin

Brigitta Angermeier

Mit dem monatlichen Grundeinkommen könnte ich ruhig einschlafen und ruhig aufstehen. Ich könnte meinen Ex-Ehemann mit finanziellen Anforderungen in Ruhe lassen und meine Schuldgefühle auf fehlende Einkommensmöglichkeiten in den Papierkorb werfen. Ich bräuchte nicht um meine Existenz bangen und letztendlich wäre ich von der belastenden Rentenfrage, wegen fehlender Einzahlungen, befreit. Mein Arbeitsbereich ist die Kunst, die würde ich weiterhin und noch lieber ausüben! Und wie könnte ich liebhaben ohne Ruhe?

Brigitta Angermeier (*1962), Malerin, Weilheim

Anke Hoyer

Ich arbeite gerade für das Fach Volkswirtschaftslehre an einem Referat über das bedingungslose Grundeinkommen (selbstgewählt). Zurzeit tauche ich tief in die Materie ein und freue mich schon jetzt auf die Diskussion darüber in der Schule.

Dabei bleibt die Frage nicht aus, was ICH arbeiten würde, wenn für mein Einkommen gesorgt wäre. Meine Antwort ist einfach, denn ich würde meinen Kindheitstraum, meine Berufung, meine Bestimmung realisieren! Zugegeben, ich bin schon jetzt dabei, aber ich hätte wahrscheinlich weniger Zweifel, weniger Zukunftsängste, könnte mich mehr auf diese eine Sache konzentrieren...

S C H R I F T S T E L L E R I N

Insgesamt würde ich mich mehr für die Dinge einsetzen, die mir wirklich wichtig sind!
Unter bestimmten Umständen könnte wir alle aus dieser Welt die Utopie machen, die wir eigentlich anstreben.
Platt gesagt, eine menschliche Gesellschaft wie in "Star Trek" wäre Realität und keine Phantasterei mehr. Niemand lebt in Armut, jeder kann Arbeiten, wenn er will, wir leben im und mit dem Fortschritt, schaffen ihn... keine Kriege, kein Hunger, exzellente Medizin... aber das Wichtigste, wir würden uns vom Joch den Geldes befreien. Es ist egal, denn jeder hat welches und kann davon leben!
Das wäre doch erstrebenswert... eine gesunde Welt, in der NIEMAND ums nackte Überleben kämpfen muss.

Anke Hoyer (*1986), Abiturientin, Münster

11 April 2009

Johannes Bucej

Ich könnte mein ehrenamtliches Engagement, das mich jetzt schon sehr in Anspruch nimmt, mit "gutem Gewissen" weiter verfolgen, ohne mich um eine Grundversorgung ängstigen zu müssen. Überhaupt wäre ein anderes Leben - viel entspannter und nicht weniger "sozial" möglich. Im übrigen glaube ich nicht, dass die notwendige Arbeit liegen bliebe, wenn durch das Grundeinkommen für alle gesorgt wäre. Viel mehr könnten sich doch die, die in solchen Berufen freiwillig(!) arbeiten, einer höheren Wertschätzung sicher sein. - Und noch weniger habe ich die Angst, dass alle "sich auf die faule Haut legen" oder sich nur noch "selbst verwirklichen" wollen. Arbeit ist m. E. ein menschliches Grundbedürfnis, aber die Reduktion auf bloße Erwerbsarbeit ist eine Verengung, die durch das industrielle System ausgelöst und etabliert wurde und mehr Unheil als Heil stiftet. Die Entfremdung, die dadurch stattgefunden hat, könnte durch das Grundeinkommen aufgehoben werden.
Zudem würde die Eigenverantwortlichkeit gestärkt, denn wenn es wirklich so kommen sollte, dass z. B. Müllabfuhr als Dienst nicht mehr angeboten würde (weil sich niemand mehr die Hände schmutzig machen will), wäre jeder "für seinen Dreck" selbst verantwortlich und würde von daher schon für eine Verringerung sorgen - würde auch die Achtsamkeit dem anderen gegenüber und der Umwelt fördern ...

Johannes Bucej (*1962), Journalist (freiberuflich), München

Ulrich Rennert

Ich würde sehr wahrscheinlich dasselbe machen wie jetzt auch. Ziemlich sicher.

Ulrich Rennert (*1950), Musiker, Universitätsdozent, Graz

Reinhard Geiger

Ich würde meine jetzige ungeliebte Erwerbstätigkeit aufgeben und würde mich meiner wahren Berufung widmen. Am liebsten würde ich anderen helfen, an Ihrer spirituellen Entwicklung zu arbeiten. Wahrscheinlich würde ich als Yogalehrer arbeiten und anderen Menschen helfen, Ihrer neugewonnen Freiheit/Freizeit Sinn zu geben.
Ich glaube dass sich durch ein Grundeinkommen ein nicht für möglich gehaltener positiver Einfluss auf unsere Gesellschaft, das Miteinander, einstellen wird. Vom Kampf ums Überleben am Arbeitsplatz befreit, werden immer mehr wieder den Blick für die Mitmenschen finden.

Wenn ich so darüber nachdenke, kann ich es eigentlich kaum erwarten.
Das können Sie ruhig veröffentlichen.

Reinhard Geiger (*1966), Betriebswirt, Uettingen

Michael T.-Lorenz

Ich würde das tun, was ich auch jetzt am liebsten mache: Medienarbeit! - Filme, Hörspiele, Kabarett. Alles, wofür ich (morgens) so gerne aufstehe... nur dann, ohne den Zwang, dass ich aufstehen muss. Sondern, weil ich Spaß daran habe. Darüber hinaus würde ich gerne mehr für meine Kinder und Familie "arbeiten", für die ich viel zu wenig Zeit habe, ...weil ich des Einkommens wegen arbeiten m u s s!


Michael T.-Lorenz (*1970), Freier Redakteur, Videojournalist und Sprecher, Kirchzarten

Thomas Peterschun

Ich würde mich gleichwertiger gegenüber anderen fühlen. Meine Beziehung zum Staat wäre positiv, weil ich mich endlich frei entfalten DÜRFTE. Mir stünde offiziell zu, ich selbst zu sein. Das würde ein enormes kreatives Potenzial freisetzen. Und diese Energie wäre positiv - FÜR das Leben, statt gegen die Umstände, die mich manchmal blockieren.
Meine Grundeinstellung wäre einfach viel positiver. Das ist es. Und ich wäre mehr selbstbestimmt, weil ich nicht um meine Existenz fürchten müsste. Ich wäre selbstbewusster. Und überhaupt würde Bewusstheit wachsen, wenn ich mich frei und sicher und geschützt fühlte.
Ich stelle mir vor, dass ich mich in ganz vielen Bereichen engagieren wöllte. Etwas ganz und gar freiwillig zu tun ist ein Segen für mich. Es erfüllt mich.
Mein gewaltiges Potenzial könnte ungehindert aus mir strahlen. Was genau ich alles machen würde ist nicht so wichtig. Solange mein Herz dabei erblüht, bewege ich die Menschen ganz tief. Das ist meine Erfahrung. Das möchte ich geben - bedingungslos!

Thomas Peterschun (*1981), Künstler, Leipzig

L. M.

Ich würde weiter studieren und mich jedes Semester freuen, dass ich keinen Bafögantrag stellen muss. Ich würde die Zeit die für komplizierte Verwaltungswege fließt, für Voranträge, Anträge, Folgeanträge, Lohnnachweise sortieren, Kontoauszüge kopieren, Eltern um Lohnnachweise bitten - all diese Zeit könnte ich auf auch anstrengende, aber produktivere Sachen verwenden, und meine BaFög-Sachbearbeiterin könnte das auch. Mein Freund der über 30 ist und kein Bafög bewilligt kommt könnte endlich Zahnmedizin studieren, was er schon seit Jahren möchte. Wenn wir mal ein Kind haben, würde ich mich freuen wenn alles gesichert ist und wir viel Zeit hätten. (Ganz zu schweigen vom Wegfall von Elterngeld- & Kindergeldanträgen!)

Ich bin überzeugt, dass eine schlanke, effiziente Wirtschaft wesentliche Vorteile für die Bevölkerung bringt, höhere Löhne (zwangsweise, denn wer macht sich für 4,50€/Stunde kaputt wenn nicht aus Zwang?) Dann muss der Arbeitgeber ein lohnenswertes Angebot machen, ausländische Investoren (keine Lohnnebenkosten, wenig Bürokratie!).
Trotz mehr Gerechtigkeit wäre die Wirtschft "freier", von bürokratischem Aufwand einerseits, andererseits wären Drohungen mit Arbeitsplatzstreichungen und damit verbundene Subventions- und Beihilfs- und Rettungsforderungen hinfällig.

Ich glaube nicht unbedingt an das "Gute" in jedem Menschen, was manche Ideale und Ideologien voraussetzen. Am Grundeinkommen gefällt mir, dass es streng rational, ohne eigentliche Ideologie, unter den gegenwärtigen Umständen, ohne antidemokratische Tendenzen und Führungspersonen (im Gegenteil), ein gerechteres und effizienteres Wirtschaftssystem in Deutschland schaffen kann.

Meine einzige Sorge ist, dass in Deutschland eine Zweiklassengesellschaft eintsteht, nämlich aus Deutschen mit Staatsbürgerschaft und Grundeinkommen einerseits und ausländischen Arbeitern, die die Drecksarbeit machen andererseits. Das ist zwar jetzt auch schon vielfach so, trotzdem müsste es da eine Lösung geben.
Dafür z.B. könnte ich mich ja dann mit meiner zusätzlichen Freizeit einsetzen.

M. L. (*1985), Studentin, Berlin

Jutta Eberl

Dieser Betrag würde meine Grundkosten decken und mir erlauben mich den Dingen zuzuwenden, die mir als Mensch wichtig sind. Etwas mehr "Menschlichkeit" ins Leben zu bringen, mich für andere Menschen zu engagieren vielleicht in der Enwicklungshilfe oder Obdachlosen (ob es die dann noch gäbe?) zurück in die Gesellschaft? Tierschutzprojekte durch Mitarbeit unterstützen und nicht nur mit Geld uvm. Einfach die Scheuklappen absetzen, den Zwang Arbeit zum Broterwerb auszuüben, die mir weder liegt noch persönlich etwas bedeutet. Mich jeden Tag dort hinzuschleppen und mir am Abend zu denken wofür das alles? Gibt es nicht so unendlich viel wichtigeres, das man tun könnte? Das wäre ein wahrer Luxus und ein Traum, wenn es wahr werden würde... vielleicht auch nur für begrenzte Zeit oder als Ergänzung - ein Mittel gegen die tägliche Existenzangst? Sorry - das ist wohl ein bisschen wirr, eine Phantasie eben. Ein zu schöner Traum um wahr zu sein :-(

Jutta Eberl (*1969)

Beate Persson

Ich würden endlich die Gelegenheit haben, Geld zusammenzusparen, um eine Galerie o.ä. zu eröffnen. Dort würde es neben meinen eigenen Bildern weitere nette Dinge hier aus dem "Hohen Norden" geben - z. B. Musik, alte Bräuche, schöne Dinge - eben der etwas andere Artikel, statt Touristenrummel. Weiterhin würde ich gern in irgend einer Form mein Wissen und Können weitergeben, vielleicht als Malunterricht? Ideen sind genug da, aber leider werde ich aus bürokatischen Gründen völlig ausgebremst: ich habe eine wohl schon lange währende ppMS (langsam schleichende MS-Erkrankung), bekomme also keinerlei Unterstützung. Da würde ich ein bedingungsloses Grundeinkommen als einen Segen und endlich mal als eine gerechte Sache empfinden!

Beate Persson (*1956), Innenarchitektin, Freischaffende Künstlerin, Husum

Christine Pfeffer

Ich bin arbeitslos. Ich würde gern das machen, was ich jetzt auch tue: basteln, lesen, handarbeiten, aber ich würde das gern mit und für andere tun. Und politisch tätiger sein. Z.B. etwas für Hochbegabte tun - damit es ihnen mal besser geht als mir. Und gern eine Gruppe haben, in der sich alle damit beschäftigen, wie man das Leben verbessern kann. Geld allein macht ja nicht glücklich.
Und wahrscheinlich würde mir noch eine ganze Menge mehr einfallen. Auf jeden Fall könnte ich dann freier, selbstbewußter und selbstbestimmter leben.
Natürlich würde ich gern Menschen finden, die auch meinen, daß Erde, Luft, Wasser und Leben allen gehören und nicht nur denen, die es teuer kaufen können.
Es wäre vielleicht doch irgendwann möglich, daß die Menschheit erkennt, daß arbeiten, um leben zu können, glücklicher macht als leben, um arbeiten zu können. Vielleicht bringt die Menschheit es fertig, die Anbeter der goldenen Kälber für arme Irre anzusehen.

Christine Pfeffer (*1948), Berlin

Hermann Hutter

Das Grundeinkommen in Verbindung mit der Ausbildung der Bevölkerung in Sozialem Handeln/ Verhalten, lässt unseren Planeten ein Paradies sein.

Ein gesundes Leben für alle Lebewesen auf unserer Erde, setzt auch ein Gesundes Finanzsystem voraus. Jeder Mensch besitzt einen Körper, Einen Körper bestehend aus etwa 70 Billionen Körperzellen, die eine soziale Gemeinschaft bilden, ist diese soziale Gemeinschaft, innig genug ist sie Gesund, und der Mensch, kann seine bestimmung leben kann spass haben. Unser Globales Sozialsytem, hat gerade einmal 7 Milliarden Menschen (Zellen). Wem entspricht das, vieleicht gerademal einem Regenwurm.

Das gibt uns zu denken oder?
Ich möchte noch mehr Energie für das erschaffen der Globalen Harmonie aufwenden. Je perfekter das globale zusammenleben aller Lebewesen ist, um so grösser der Lebensspass für jeden einzelnen und für mich.

Meine Fantasie ist zu klein um mir vorzustellen, was ich in einer immer Perfekteren Sozialen Gemeinschaft an Aktivitäten tun kann die mir Spass machen und mein Herz mit freude erfüllen.

Hermann Hutter (*1951), Maler-und Lackierer Meister, Harthausen

Peter Alder

Ich würde alles tun, was ich jetzt auch tue, und noch mehr, denn ich müsste nicht mehr angestellt sein um mein "Grundeinkommen" zu erwirtschaften und würde so mehr Zeit haben wirklich nur das zu tun, was mir Spass macht und deshalb auch gut rauskommt. Das wäre sehr angenehm. Ein Grundeinkommen ist die wirklich sehr intelligente und vernünftige Lösung für die heutigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Wieso sollen sich Leute schlecht vorkommen, weil sie unverschuldet keine Anstellung haben, keine mehr finden? Allen Unkenrufen zum Trotz, die Zwangsarbeit macht die Menschen unkreativ und einige treibt es dermassen in den Trotz, dass sie eine tiefe Arbeitsverweigerung in sich verspüren. Zurecht!

Peter Adler (*1956), Kameramann, Videoeditor, Zürich

Sabine Liehmann

Ehrenamtlich im Altersheim Validation betreiben, jungen Müttern mit Neugeborenen im Haushalt helfen, damit wäre meine Zeit sinnvoll ausgenützt.

Sabine Liehmann (*1938), Selbständige Physiotherapeutin, Neulingen