22 Januar 2007

Lorenz Gfeller

Ich würde wohl Bier brauen. Irgendwo in einer mittelgrossen Brauerei oder in einer Gasthausbrauerei. Natürlich bin ich mir noch nicht ganz sicher, aber wenn ich jetzt entscheiden müsste würde ich den Brauerberuf wählen.

Lorenz Gfeller (*1989), Gymnasiast, Hinterkappelen

16 Januar 2007

Dietrich Hahn

Ich würde vermehrt im eherenamtlichen Bereich tätig werden und somit weiter meinen aktiven Beitrag zum Fortbestand und zur Weitertentwicklung der Gesellschaft leisten. Ausserdem gäbe es mit dieser Idee keine dritte Welt mehr und viel gesellschaftlicher Neid und Hass währen damit behoben.
Derzeit bin ich als Krankenpfleger angestellt in Deutschland, arbeite aber nur noch halbtags, da sich eine Volzeitbeschäftigung in diesem Job einfach nicht rechnet! Liebend gerne würde ich studieren um mich persönlich wieterzuentwickeln; leider fehlen mir dazu in der momentanen Lage aber die Mittel ...

Dieterich Hahn (*1974), Krankenpfleger, Frankfurt am Main

13 Januar 2007

Tabea Borchardt

Ich denke ich würde viele handwerkliche Dinge so miteinander verbinden, dass ich davon einen Laden eröffnen kann mit fair gehandelten Kunst-, und Gebrauchsgegenständen aus eigener Herstellung. Teppiche, Handtücher, Filzkleidung (etc.), Deko, Holzarbeit, Schmiedearbeiten (Schmuck und Kerzenständer) und solche Arbeiten würden neben Postkarten und Auftragsfotografie und Gelegenheits-journalismus meinen 'Alltag' bestimmen.

Nebenher würde ich herumreisen und in ferner Länder Slums helfen Spielplätze und Schulen zu errichten. Und dabei Kulturen und Sprachen (kennen-)lernen.

Anbei Information: Ich bin noch Schülerin und eigentlich wäre es mein Wunsch, so Leben zu können, also so mein Grundeinkommen verdienen zu können und trotzdem quer durch die Weltgeschichte zu reisen. Aber noch ist ja nichts entschieden...

Tabea Borchardt

Ingrid Thönen-Mathys

Unser Dauerthema in der Familie wäre dann nicht mehr die Finanzen, sondern wir könnten uns um die Betreuung unserer 2 Kinder kümmern. Wir könnten mit ihnen lernen, wie man sich in einem (Schul)system zurechtfindet, das sich mehr an der Wirtschaft orientiert, als am natürlichen Bedürfnis (Freiheit, Eigenverantwortung, Mitverantwortung, Geben/Nehmen etc.) des Menschen. Wir könnten mit unseren Kindern noch mutiger zeigen, wie es auch anders geht. Wie unsere Kinder auch mit guten Noten, in Bereichen wie musisch-kreativen Schaffen, Handarbeit, meditativem Sein, grossen sozialen Kompetenzen und indem sie selbständig Denken gelernt haben, etc. fähig sind, eine Ausbildung zu machen.

Ich persönlich könnte meine Massage-und Beratungsangebote so günstig gestalten, das sich diese alle leisten könten. Durch meine Gesundheits-Beratungen würde das Krankheitssystem das wir heute haben, mit ursachenorientierter Selbstevrantwortung ersetzt. Durch das Grundeinkommen hätten somit auch andere Menschen mehr Zeit sich für ihre Gesundheit einzusetzen. Ebenfalls würde ich mein Konzept für alternatives und selbstbestimmtes Wohnen im Alter umsetzen. Da ich zeitliche Kapazitäten hätte, könnte ich mich dem Projekt, das ich bereits in meiner Schublade habe, widmen. Auch könnte ich vermehrt Kinder-Ferinlager organsieren, um so bereits den Kidnern auch aus sozial schwächeren Familien ein gesundes Alltagserleben (Mensch, Umwelt, Ernährung, Freude, Entspannung, Tanzen etc.)zu ermöglichen.

Ohne dieses Grundeinkommen haben die Menschen grösstenteil keine Zeit sich um andere Menschen, um ihre Angehörigen, Verwandten oder gar Kinder in einer befriedigenden Weise zu kümmern. Altersheime werden zu Abstellzentren von alten Menschen, die auf ihren Tod warten (mit einigen Ausnahmen), Kinderbtereuungsangebote müssen ausgebaut werden (gerade weil auch alleinerziehende Eltern arbeiten müssen...). Viele Kinder werden gar nicht betreut... Ich frage mich, wo bleibt unsere Solidarität, unsere Nachbarschaftshilfe?

Meine Vision:
Ein Gesundheitszentrum/Oase, wo wir uns durch unseren Bio-Garten selber ernähren können, ganzheitliche bezahlbare Beratungen anbieten, Feriengäste mit Vollwertverpflegung verwöhnen, einen Garten zum SEIN... meditieren, sinnvolle Beschäftigungen für behinderte Menschen anbieten, viele Tiere betreuen, mit gleichdenkenden Menschen im Austausch sein, und natürlich selber das leben und arbeiten was mein Herz mir rät.

Vielleich schenkt mir ja jemadnd ein Haus und viel Land dazu, wo ich dann wiederum meine Fähigekeiten anderen Menschen weitergeben kann. Über einen Austausch und neue Kontakte mit Gleichdenkenden freue ich mich sehr: i.thoenen@vtxmail.ch

Ingrid Thönen-Mathys (*1970), Pflegefachfrau, Therapeutin, Gesundheitsberaterin, Egisau, Schweiz

02 Januar 2007

Marta Wey

Ich versuche seit einiger Zeit, so zu denken und zu leben als wäre für mein Einkommen gesorgt! Wenn es mir gelingt, bin ich in einem Zustand der Fülle und es macht mich total glücklich. Da ich die andere Seite auch kenne, weiss ich, welche Freiheit mir das gibt, wenn der finanzielle Aspekt gesichert d.h. kein Dauerthema mehr ist. Ich lebe dann aus dem Moment heraus und erschaffe mir neue Formen von kreativen Mäglichkeiten, die mir Spass bereiten. Das wäre u.a. eine Zukunftswerkstatt von neuen Ideen und Projekten mit interessierten Menschen.
Schauen Sie einmal nach unter joytopia. Die haben sich auch Gedanken zu diesem Thema gemacht.

Marta Wey (*1947), Therapeutin / dipl. Pflegefachfrau, Kaltbrunn

29 Dezember 2006

Boris Zitta

Zu erst einmal würde ich mein Leben wieder anständig leben können. Im Moment gibt es besonders in der Familie viele Streitereien bezüglich des Geldes. Das drückt auf die Stimmung und erschwert die andauernde Bewerbungsphase mit all Ihren Absagen, teilweise ohne Rückantworten der Arbeitgeber. Es würde mir die Möglichkeit geben, mich endlich in die Richtung zu entwickeln, die mich interessiert, ohne mit dauernden Existenzängsten den paar Euros hinterher zu rennen. Vor allem aber legt es die Grundlage für all jene (mich eingeschlossen) die sich im Leben weiter umschauen wollen und Inspiration für Ihre künftige Arbeit suchen bzw. eine Tätigkeit ausüben, von der man im Moment nicht genug Geld bekommt um davon würdevoll zu leben. Ich kann nur hoffen das diese Initiative vom Volk verstanden und akzeptiert wird. Sie ist die Antwort auf so viele Fragen.

Boris Zitta (*1978), Mediengestalter - Mädchen für alles, Nürnberg

22 November 2006

Rose Trottenberger

Ich würde gerne noch in der Altenpflege arbeiten, denn ich mag alte Menschen sehr gerne. Des öfteren gehe ich in ein Pflegeheim mit meinem Akkordeon und musiziere. Die Menschen singen oder tanzen dann mit. Dies ist für mich "Geben" und "Nehmen", denn ich gehe immer voller Freude nach Hause.

Rose Trottberger (*1955), Biobalnace Fachberaterin

15 November 2006

Britta Schuhmacher

Zunächst würde ich einmal tief aufatmen und einen großteil meiner Sorgenfalten glätten. Schulden, nicht viel aber konstant könnten beglichen werden und ich könnte endlich meinen Freuden und Pflichten als alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern nachkommen ohne ständig überlegen zu müsen, ob wir uns in diesem Winter Schuhe kaufen können/müssen oder wieder das Glück haben, welche geschenkt zu bekommen..... In der freien Zeit, die durch das Älterwerden der Kinder entsteht, würde ich mich dann verstärkt in deren Schule (Rudolf Steiner Schule) engagieren und "nebenher" versuchen, Kinder durch kleine Kunstprojekte (Schauspiel, Musik etc.)"von der Straße" zu holen.
Es gäbe sooo viel zu tun...... aber nicht in meinem gelernten Beruf, denn durch unser haarsträubendes Gesundheitssystem sind wir kaum mehr BEZAHLBAR! Wobei ein gesichertes Grundeinkommen es möglich machte, eine Praxis zu eröffnen, in der nach Selbsteinschätzung honoriert würde. Ja, das würde mir zusagen.

Britta Schumacher (*1964, Masseurin, med. Bademeisterin, Mutter

14 November 2006

Valerija Pintschuk

ich könnte endlich nur das lernen was ich will. ich müsste mich nicht festlegen, um später einen beruf zu haben, um was verdienen zu können. ich würde meine eigenschaften perfektionieren, um anderen menschen damit dienen zu können und würde guten gewissens die eigenschaften anderer nutzen um weiter zu kommen.

valerija pintschuk (*1985), studiert "kulturarbeit" an der fh potsdam

12 November 2006

Jürgen Beck

Als ehemaliger Selbständiger und heutiger Hartz IV Empfänger würde ich an einem start up Konzept für alternative Antriebssysteme mitwirken, denn die Umwelt muss auch gerettet werden. Ausserdem würde ich ins Tonstudio gehen und meine Musik aufnehmen. Gleichzeitig würde ich an Konzepten zu alternativen Wohn- und Lebensformen im Alter schreiben. Wenn die Zeit für meine Mutter käme, würde ich sie pflegen. Es gäbe so viel sinnvolles zu tun.

Jürgen Beck (*1956), Rheurdt

06 November 2006

Maria Gasljevic

Ich würde in meinem Heilpflanzengarten rhytmische Menüpläne schreiben und probieren Tinkturen und Salben zu erforschen. Ich würde Intressierte in die Pflanzenwelt einladen und Zeit haben endlich mal "auf mich zu warten"...

Maria Gasljevic (*1959), Küchenmeisterin/Phytotherapeutin

05 November 2006

Claudia Hotz

Ich würde eine weitere Ausbildung in meinem Beruf (Behindertenbetreuung) und oder Hobby (Hunde - Tiere) machen. Ich hätte dann auch mehr Zeit für Familie - Freunde - und andere...

Claudia Hotz (*1983), kaufmännisch Angestellte, Zollbrück

02 November 2006

Christoph Breuer

Grundlohn? - Vielleicht nur noch 20 Stunden, statt 40 Stunden in der Woche „unselbstständig“ arbeiten? Vielleicht könnte ich auch ein Job in meiner Nähe suchen, so dass ich jede Woche nicht mehr 10 Stunden Fahrtzeit hätte. Dadurch hätte ich 20 – 30 Stunden in der Woche mehr von und für meine Familie und mehr für vieles mehr... immerhin! 20 – 30 Stunden in der Woche mehr Anteil und mit ein Teil der Familie.!
20 – 30 Stunden in der Woche ohne Sachzwänge selbstständig unternehmerisch tätig sein.

Stellen Sie sich vor, ich wollte eine Familie und sehe sie kaum, weil ich jetzt für das Nötigste zum überleben unterwegs bin (für eine Wohnung, fließend kaltes und warmes Wasser, Elektrische Versorgung, ein Auto, eine Monatsfahrkarte, Telefon/Internet, „Versicherungen“, Kinderbetreuung/Kindergarten und kindliche Entwicklungsförderung und zu wenig für 100% Bio-Lebensmittel und Textilien und was man sonst noch zur Pflege und Reinhaltung von Wohnung und Körper braucht).

Wir haben nicht genügend Geld für: gemeinsame Urlaube, für Freizeit-, Sport-, Bildungs-, und Kulturveranstaltung, für qualitativ hochwertige und sozial- und ökologisch verträgliche Produkte, für Spenden an Wohltätige Initiativen, für eine Gewerkschaft, für einen Rechtsschutz und so weiter. Wir haben Schulden und schon zu Mitte des Monats kein Geld mehr. So geht es vielen!

Mehr Zeit zum Hinschauen, zur Einsicht, zur Muße, zur Methodischen Sinnfindung (Meditation), für die Alltägliche Arbeit mit und für die Familie als praxisnahestes Kloster/Ashram, für die Entfaltung des künstlerischen Potentials in mir und für die Arbeit am Gemeinwohl - würde für mich die Befreiung aus den Sachzwängen durch die Einführung des Grundlohnes längerfristig bedeuten.

Der Staat subventioniert meinen Arbeitgeber, weil ich ihm nicht mehr Wert bin (SGB II und Familienförderung der Stadt), obwohl ich für ihn schon von 37,5 auf 40 Stunden/Woche zum gleichen Lohn arbeite. Außerdem erhalten wir Kindergeld.
Wie viele Steuerzahler unterstützen sich eigentlich schon untereinander und wie lange können sie das noch - in unserer alternden Gesellschaft? Soll meine Frau auch noch 20 – 30 Stunden unselbstständig arbeiten und sollen wir unser Kind deshalb auch irgendwo, staatlich subventioniert - unterbringen? Für wen? Für die Wirtschaft? Ich dachte die Wirtschaft ist für den Menschen da und nicht umgekehrt?

Wir haben keine Zeit weil wir irgendwas unselbstständig arbeiten müssen und das schlimmste dabei ist: Die dringlichste Arbeit bleibt liegen: Teilen!
Wir sind so erschöpft mit lohnabhängiger Arbeit und Familienarbeit, dass wir keine Zeit haben zum Beispiel das Elend und den Hunger, die Armut und Bedürftigkeit in der Nachbarschaft, im Dorf, in der Stadt, im Land und auf der ganzen Welt lindern zu helfen.

Wir sind uns einfach am nächsten und wollen das gar nicht, weil wir von Geburt an ein Soziales, Spirituelles und freies Wesen sind. Andere Menschen kommen noch nicht einmal eingeschränkt in den Genuss dieser Geburts- und Grundrechte.
Täglich sterben nämlich allein an den Folgen von Hunger und Unterernährung 24.000 Menschen weltweit. Mehr als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Jährlich sterben elf Millionen Kinder an vermeidbaren Krankheiten.
In den ärmsten Ländern ist eine Schwangerschaft lebensgefährlich: Eine von 48 Frauen stirbt bei der Entbindung. Mehr als 860 Millionen Menschen können nicht lesen und schreiben.

Hinzu kommt, dass ich mich für die Anschaffung des Europäischen Materiellen Mindeststandards von meinen Vorgesetzten schikanieren lassen muss.
Ein Firmenphilosophisches Menschenbild, das den Menschen in den Mittelpunkt stellen will, und in Wirklichkeit durch und durch negativ ist, weil es kontrolliert, statt zu vertrauen (Stichwort: Taschenkontrollen, Testkäufer, nichts von dem was abgelaufen oder nicht mehr frisch ist, darf von den Angestellten mitgenommen werden, stattdessen wird es weggeschmissen, Bewertungsprofilerstellung zur Person und zu den Arbeitsergebnissen, kontrollierte Eigeneinkäufe während des Dienstes und wenn es nur ein Brötchen für die Pause ist, sowie miese Behandlung für einige meiner Kolleginnen oder die Äußerung unserer Bezirksvertreterin „bei dem Wort Betriebsrat, schlagen bei uns die Alarmglocken“, sind absolut demotivierend, zumal das im Licht und Glanz der Ganzheitlichkeit geschieht.

Mit dem Grundlohn sind wir ein Stück weit aus dieser Sklaverei befreit und könnten uns frei entscheiden, ob wir solchen „Arbeitgebern“ unsere Lebenskraft zu Verfügung stellen wollen.
Hoffentlich kommt diese Befreiung aus den Sachzwängen bald. Hoffentlich!

Christoph Breuer (*1967), Verkäufer

01 November 2006

Ugo Pecoraio

Ich würde ein Grundeinkomme sehr begrüssen. Mit dem Grundeinkommen könnten alle das arbeiten was sie am besten können und wollen. Es ist kein Zwang mehr da etwas nur wegen dem Geld zu tuen. Ich persönlich würde mein Hobby zum Beruf machen und selber Musik produzieren!

Ugo Pecoraio (*1988), Schüler, Basel

30 Oktober 2006

Ludmilla Rudat

Für das Grundeinkommen sollte sich jeder unbedingt einsetzen! Es würde alles ändern, jeglicher Umgang der Menschen untereinander würde entspannter, würdevoller, respektvoller.
Konkurrenzdenken- und Handeln würden wegfallen, die Welt würde viel fassettenreicher und reicher um all die bis jetzt unentdeckten kreativen Potentiale eines jeden Menschen, und jeder Mensch selbst könnte friedvoller und freiwillig geben, was er zu geben hat, die gesamte Moral würde sich ändern und das Leben lebenswerter werden... Um die Klaffung zwischen Arm und Reich und die entstehende Aggression aufzuhalten, wäre das Grundeinkommen eine wunderbare und notwendige Lösung.

Ludmilla Rudat (*1970), Kunstmalerin, Berlin

29 Oktober 2006

Monika Dietrich

Ich bin 59 Jahre, habe 10 Jahre in einer freien heilpädagogischen Schule in der Schulverwaltung gearbeitet. Dann wechselte ich in den Betrieb einer Freundin (Containerdienste). Sie wurde von der Hausbank bedrängt die Personalkosten zu verringern. Die Senkung des Darlehens für den Kauf des Unternehmens wurde von der Hausbank nicht ins Auge gefaßt. Nun erhalte ich seit 2 Jahren Arbeitslosengeld I. Im Mai 2007 läuft dies aus und ich erhalte Arbeitslosengeld II (Hartz IV), wenn nicht das Wunder geschieht eine Anstellung zu bekommen. Ich würde für dieses Unternehmen arbeiten, mit einem geringen Einkommen bzw. ohne Einkommen. Ein DA-Sein ohne tätig zu sein kommt für mich nicht in Frage. Und wäre es nicht dieses Unternehmen, wäre ich woanders. Zu tun gibt es genug. Nur die Augen aufmachen.

Monika Dietrich (*1947), Verwaltungsfachfrau, kaufm. Fachkraft

27 Oktober 2006

Kirsten Eichberg

Ich bin in der glücklichen Lage, daß ich die Tätigkeit mit der ich meinen Lebensunterhalt verdiene, mag. Es würde sich also für mich nicht viel ändern. Vielleicht wäre die Arbeit etwas entspannter, weil der wirtschaftliche Druck bei den Projektpartnern nachließe? Wer weiß.

Kirsten Eichberg (*1960), Projektleiterin bzw. -entwicklerin, Non-Profit-Bereich

26 Oktober 2006

Gudrun Weid - Frankenstein

Ich müsste nicht mehr Vollzeit arbeiten, hätte Zeit für meinen 86jährigen Vater, könnte mich besser um das Haus kümmern, meinen Mann, der im Ausland arbeitet und selten zu Hause ist, öfter besuchen und mich mehr um meine eigene Gesundheit kümmern (Sport). Kurzum: alles wäre stressfreier, man könnte seine Arbeitskraft Unternehmen und Einrichtungen anbieten und nicht auf das sog. "Wohlwollen" mancher Arbeitgeber angewiesen sein. Für mich wäre das Grundeinkommen ein Stück Lebensqualität, da man unabhängiger ist und sich nicht mehr verbiegen muß um den Job zu behalten.

Gudrun Weid - Frankenstein (*1956), Erzieherin, Theres

20 Oktober 2006

Nils Meister

Ich habe ein bedingungsloses Grundeinkommen. Ich habe ein Jahr lang einen Freiraum und ein Grundeinkommen das sich aus mehrern Elementen ergibt. Ich merke, dass ich mich dadurch intensiver auf die Dinge Konzentrieren kann, die ich für wesentlich halte, ohne mich z.B. vor Lehrern oder Staat rechtfertigen zu müssen. Dies würde ich auch tun wenn ich ein "offizielles" Grundeinkommen hätte: wichtige Dinge tun!

Nils Meister (*1987), Freiraum Forscher

17 Oktober 2006

Isabel Ludwig

1. Ich hätte mehr Zeit für meinen Freund, der in der Pflegewohnung im selben Dorf lebt, neben seiner medizinisch- fachlichen Begleitung der Spitex. Der Gedanke, dass er ev. doch in ein Heim muss, würde sich komplet erübrigen und liesse uns nach unserem Ideal, für einander bis zuletzt zu schauen, leben. Ohne Druck und Stresssituation existenzieller Art könnten wir aufatmen und müssten nicht ständig an der künstlich geschaffenen Armutsgrenze nach CH-Kriterien sein.

2. Ich könnte mein eben errichtetes Atelier für Figurentheater noch besser ausbauen, für mich und andere Interessenten,( berufliche Ausbildung, Figurentheaterbereich). Ich könnte angemessene Preise verlangen, so dass sie auch für andere erschwinglich wären, oder die auf dem Tauschsystem von Talenten funktioniert. Ich könne mir wirtschaftlich auch eine bescheidene Identität schaffen und danach investieren, wonach mir der Sinn steht.
Ich kann es jetzt auch, doch es geht viel langsamer. Das damit verbundene Zähe ist ständig wieder neu zu überwinden, das Nichtaufgeben immer wieder in lebendige Lebensmomente zu bringen beihnahe auch eine Kunst. Eine Kunst für sich?

3. Jedenfalls freue ich mich, mich mit der Idee des Grundeinkommens künftig mit interessierten Menschen auszutauschen, selber schon mal auf der mentalen Ebene einen Weg zu finden. Ich denke auch, das ich jederzeit im Kleinen damit anfangen kann.


Isabel Ludwig (*1955), Arbeitslos/Kindergarten/Hausfrau/Puppenspielerin, Cortébert

Emanuel Lutter

Ich würde mich sozial-kulturell betätigen! Ich würde ein Kindehaus führen und vielleicht nebenbei ein kleines Lädchen mit kleinen schönen Dingen, die man im Alltag nicht, aber dafür in der FreiZeit gebrauchen kann! Mein Laden würde "Onkel-Ema-Laden" heißen. :-) Ich würde nicht nicht arbeiten.

Emanuel Lutter (*1980)

Eberhard Balle

Es ist eine Frechheit, dass viele denken, die Leute würden unter diesen Umständen nichts Vernünftiges mehr arbeiten wollen, außer sie selbst natürlich. Bei mir als ehemaligenm Lehrer hätte sich nichts geändert. Ich hätte wohl sorgloser gelebt und mich freier gefühlt. Vertrauen hilft, mißtrauische Kontrolle ist demotivierend und entspricht einem überholten, abstoßenden Menschenblild.

Eberhard Balle (*1939), ehemaliger Waldorflehrer, Ulm

16 Oktober 2006

Ruth Fritschi-Good

Ich würde mich in erster Linie viel freier und gesicherter fühlen, keine Ägste vor Arbeitslosigkeit im Alter haben, hätte meine Arbeit als Familienfrau und Mutter wertgeschätzt vorgefunden, müsste mich in der Scheidungssituation nicht hintersinnen, ob ich mir das leisten kann, bekäme das Gefühl lebenswert zu sein, und Daseinsberechtigung zu haben, weil ich bin.
Ich würde meiner jetzigen Tätigkeit als Kindergärtnerin weiterhin nachgehen, müsste mich aber mit zunehmendem Alter nicht fragen ob ich mir ein Teilpensum leisten kann, würde mich meiner Nebentätigkeit als Astrologische Psychologin u. Lebensberaterin mehr widmen, könnte dort sozial abgestufte verträglichere Tarife anbieten, könnte Workshops anbieten, Vorträge halten zur Persönlichkeitsentwicklung, mehr Menschen könnten es sich leisten sich für ihre Persönlichkeitsentwicklung zu interessieren, was sich auf das Wohlbefinden der ganzen Menschheit auswirken würde, was diesem Planeten gut bekommen würde und ich könnte meine Künstlerischen und sportlichen Tätigkeiten pflegen...

Ruth Fritschi-Good (*1952), Kindergärtnerin und Astrologische Psychologin, Basel

Iris Kemmner

Ich würde meine jetztigen Arbeitstellen behalten, allerdings würde mir mit einem bedingungslosen Grundeinkommen der Vergleich der Verdienste erspart bleiben! Außerdem bin ich mir sicher, dass die Wertschätzung einer Arbeit anders wäre, wenn jeder Mensch ein Einkommen hätte und es könnte endlich nicht mehr behauptet werden, irgendjemand würde auf Kosten anderer leben. Ich glaube, dass Geldmangel für sehr viele Menschen ein sehr großes Problem ist, das viel Energie raubt. Daher erhoffe ich mir von einem Grundeinkommen mehr freie Energien für gemeinschaftsbildende Projekte, die wiederum der Gesellschaft zugute kommen.
Ich arbeit gerne und freue mich, dass ich dazu viele Möglichkeiten habe.

Iris Kemmner (*1957), Orthoptistin (Schieltherapeut)

13 Oktober 2006

Iris Colsman

Ich würde meine jetzige Arbeit sicher weiter machen, da ich das Glück habe, einen selbstgeschaffenen und selbstbestimmten Arbeitsplatz zu haben. Wenn ich jedoch unabhängiger von Arbeitsstunden-Honoraren wäre, könnte ich manche Prozesse mit mehr Ruhe angehen und so meinen Klienten (Kindern und deren Eltern) auch noch mehr die Möglichkeit geben können, in die Tiefe zu gehen. In die Tiefe kann man nicht gehen, wenn man eilig ist. Auch alle Menschen um mich herum würden dann ja in ein zumindest innerlich anderes Verhältnis zu ihrer Arbeits-Zeit kommen. Ich bin überzeugt davon, dass es uns alle freier machen würde.

Iris Colsman (*1958), Heilpädagogin

05 Oktober 2006

Susanne Wiest

Ich habe eine sehr schöne Arbeit. Ich arbeite 30 stunden die Woche mit Kinder im Alter von 2-6 Jahren. Das würde ich weitermachen. Außerdem möchte ich ein "Kinderhaus" ins Leben rufen. Einen Raum für Kleine und Größere Kinder zum Dasein, sich ausprobieren, heil werden. Das mache ich mit und auch ohne Grundeinkommen. Doch es würde mich so freuen, wenn es für mich und meine 2 Kinder diese Grundsicherung gäbe. Das wäre mehr als ich jetzt verdiene. Außerdem würde ich sehr gerne nur 4 oder 3 Tage die Woche mit kleinen Kinder "arbeiten". Ich wäre gut gelaunt, entspannt, inspiriert und würde mich immer freuen die Kinder wiederzusehen... und anders möchte ich eigentlich kleinen Menschen und auch Großen nicht begegnen. Grundeinkommen ist die beste Idee seit Langem. Hurra!

Susanne Wiest (*1967), Greifswald, ich arbeite in einem kleinen Kindergarten

04 Oktober 2006

Roger Le Marié

Vorerst würde sich bei mir nichts verändern. Ich lebe so, wie wenn ich schon ein bedingungsloses Grundeinkommen hätte (was mich allerdings etwas kostet, d.h. ich lebe mit ca. CHF 1700.- pro Monat). Ein bedingungsloses Grundeinkommen von CHF 2500.- pro Monat würde bei mir also 50% mehr (!!!)Ressourcen freimachen. Diese Ressourcen würde ich langfristig wahrscheinlich in zwei Projekte stecken: die Reifung meiner Persönlichkeit (Projekt Atman) und den Aufbau eines Sterbehospizes für "menschenwürdiges" sterben (Projekt Schmetterling).

Roger Le Marié (*1971), Grafiker, La Tour-de-Peilz

03 Oktober 2006

Margot Häbig

Da ich Erwerbsunfähigkeitsrente in Höhe von 599 Euro beziehe, kann ich mir keine Sprünge erlauben. Leider bin ich nicht mehr in der Lage einer regelmäßigen Arbeit nach zu gehen. Doch mein größter Wunsch wäre es, ein (älteres) Bauernhaus mit genügend Land drum herum, damit ich Gemüse, Beeren, Obst, und natürlich auch viele verschiedene Blumen ohne chemische Hilfsmittel pflanzen könnte. Außerdem hätte ich gerne ein paar Tiere, (Ziegen, Schafe, Hasen, Schweine), um mich selbst zu versorgen, aber auch an andere abzugeben. Schön wäre auch, wenn sich andere Menschen, jung und alt, dazu gesellen könnten. Hätte es so etwas schon früher gegeben, so hätte ich mir viel mehr Zeit für meine Kinder nehmen können.

Margot Häbig (*1946), ohne erlernten Beruf, jedoch vielseitig begabt, Rheinfelden

Caroline Heise

Ich würde mir eine 20 Stundenstelle suchen, um Berufserfahrung zu sammeln und nebenbei die Ausbildung zur Hauswirtschaftsmeisterin absolvieren, oder vielleicht sogar noch mal studieren gehen. Nebenbei hätte ich dann auch noch genügend (!) Zeit für meine mich erfüllenden Ehrenämter.

Caroline Heise (*1974), Apothekenhelferin, PTA, Hauswirtschafterin & Hygieneberaterin

18 September 2006

Rinaldo Inäbnit

Für den Kinderschutz kämpfen. Zur Zeit lebe ich von gerade mal Fr. 2600.- - und ich arbeite in einer Firma, wo ich nur arbeite, weil ich muss! An Feierabend reisse ich aus und arbeite nochmals so lange für Kinder, Sport und den Kinderschutz.

Mein nächstes Ziel ist, ein 24-Stunden-Rennen rückwärts zu bewältigen - und gleichzeitig Unterschriften für besseren Kinderschutz zu sammeln.

Rinaldo Inäbnit (*1977), bei Aeschbacher

Lieber Rinaldo,
können Sie das mit dem Kinderschutz noch etwas erläutern? Was ist Ihre Motivation?


Vor drei Jahren habe ich mein Projekt gestartet: Ich jogge durch alle Schweizer Gemeinden (2800), um gegen Kindsmissbrauch zu kämpfen. Dass jemand durch alle Gemeinden joggt, wird schon zu reden geben - und dabei noch für den Schutz unserer Kinder. Das kommt bei der Bevölkerung viel mehr zum Reden, als wenn einfach einer sich in einer Gemeinde anmeldet, um mal vorbei zu gehn.

Leider ist es vielfach so, dass gute Ideen vorhanden sind - doch es fehlt an Finanzen. Da ich mich zeitlich nicht voll und ganz daran setzen konnte, verlor ich den Faden! Nun habe ich mir mit dem Rückwärts-Berglauf ein wenig einen Namen gemacht. Wenn ich nun der ganzen Presse mitteile, dass einer einen 24-Stunden-Lauf mitmacht - das alles noch retour - und zugleich für eine gute Sache kämpft, wird das wieder ein riesen Echo geben. Und so werde ich nun versuchen, via Stiftungen, Sponsoren, Spender usw. mein Projekt zu finanzieren, damit ich mich einmal voll und ganz für das Projekt einsetzen kann.

Meine Motivation
Meine Kindheit war nicht gerade einen Leckerbissen. Doch körperlich wurde mir nie etwas angetan. Aber psychische Gewalt ist auch eine Misshandlung. Nachdem ich einmal im Deutschen miterleben musste, wie ein Ferienheim Kinder körperlich und psychisch missbrauchte, ich die Polizei, Behörden und sogar die Eltern einweihte - jedoch alles nichts nützte, wusste ich, dass ich da selbst handeln muss.

In meiner Freizeit bin ich Hauptleiter einer Sport-Jugendriege. Ich habe ca. 140 Kinder pro Woche in der Turnhalle. Ich möchte diese Zeit mit diesen Kindern nicht missen. Ich weiss, wieviel einem ein Kind geben kann - und da kann ich nicht begreiffen, dass es Menschen gibt, die einem Kind etwas zu leide tun können!!! Ein Kind, das bei jemandem Schutz sucht, Wärme sucht, Geborgenheit sucht - und das dann schamlos ausgenutzt wird, um sich selbst zu befriedigen, ein Menschenleben kaputt macht - unvorstellbar!!! unmenschlich!!! unsittlich!!! einfach Krank!!!

Ich glaube, ich muss mich wieder bremsen. Sonst wird dieses Mail nie fertig. Auf jedenfall bin ich nun wieder am Aufbau für meine beiden Projekte, welche ich nun in ein Packet wickle, damit die Werbung und die Medienpresenz noch besser wird - und vielleicht wird so ein Sponsor gefunden.