Für den Kinderschutz kämpfen. Zur Zeit lebe ich von gerade mal Fr. 2600.- - und ich arbeite in einer Firma, wo ich nur arbeite, weil ich muss! An Feierabend reisse ich aus und arbeite nochmals so lange für Kinder, Sport und den Kinderschutz.
Mein nächstes Ziel ist, ein 24-Stunden-Rennen rückwärts zu bewältigen - und gleichzeitig Unterschriften für besseren Kinderschutz zu sammeln.
Rinaldo Inäbnit (*1977), bei Aeschbacher
Lieber Rinaldo,
können Sie das mit dem Kinderschutz noch etwas erläutern? Was ist Ihre Motivation?
Vor drei Jahren habe ich mein Projekt gestartet: Ich jogge durch alle Schweizer Gemeinden (2800), um gegen Kindsmissbrauch zu kämpfen. Dass jemand durch alle Gemeinden joggt, wird schon zu reden geben - und dabei noch für den Schutz unserer Kinder. Das kommt bei der Bevölkerung viel mehr zum Reden, als wenn einfach einer sich in einer Gemeinde anmeldet, um mal vorbei zu gehn.
Leider ist es vielfach so, dass gute Ideen vorhanden sind - doch es fehlt an Finanzen. Da ich mich zeitlich nicht voll und ganz daran setzen konnte, verlor ich den Faden! Nun habe ich mir mit dem Rückwärts-Berglauf ein wenig einen Namen gemacht. Wenn ich nun der ganzen Presse mitteile, dass einer einen 24-Stunden-Lauf mitmacht - das alles noch retour - und zugleich für eine gute Sache kämpft, wird das wieder ein riesen Echo geben. Und so werde ich nun versuchen, via Stiftungen, Sponsoren, Spender usw. mein Projekt zu finanzieren, damit ich mich einmal voll und ganz für das Projekt einsetzen kann.
Meine Motivation
Meine Kindheit war nicht gerade einen Leckerbissen. Doch körperlich wurde mir nie etwas angetan. Aber psychische Gewalt ist auch eine Misshandlung. Nachdem ich einmal im Deutschen miterleben musste, wie ein Ferienheim Kinder körperlich und psychisch missbrauchte, ich die Polizei, Behörden und sogar die Eltern einweihte - jedoch alles nichts nützte, wusste ich, dass ich da selbst handeln muss.
In meiner Freizeit bin ich Hauptleiter einer Sport-Jugendriege. Ich habe ca. 140 Kinder pro Woche in der Turnhalle. Ich möchte diese Zeit mit diesen Kindern nicht missen. Ich weiss, wieviel einem ein Kind geben kann - und da kann ich nicht begreiffen, dass es Menschen gibt, die einem Kind etwas zu leide tun können!!! Ein Kind, das bei jemandem Schutz sucht, Wärme sucht, Geborgenheit sucht - und das dann schamlos ausgenutzt wird, um sich selbst zu befriedigen, ein Menschenleben kaputt macht - unvorstellbar!!! unmenschlich!!! unsittlich!!! einfach Krank!!!
Ich glaube, ich muss mich wieder bremsen. Sonst wird dieses Mail nie fertig. Auf jedenfall bin ich nun wieder am Aufbau für meine beiden Projekte, welche ich nun in ein Packet wickle, damit die Werbung und die Medienpresenz noch besser wird - und vielleicht wird so ein Sponsor gefunden.
18 September 2006
17 September 2006
Johan de Wit
Es würde für mich nichts ändern. Ich arbeitete bis 1994 in Holland. Als Musiklehrer hatte ich in zwei verschiedenen Schulen etwa 18 Klassen zu versorgen - jede Woche. Trotzdem musste ich einen Nebenjob nehmen um die Familie zu unterhalten. Seit 1994 arbeite ich an einer Schule in Deutschland und bekam für diesen einen Job mehr als für die drei in Holland.
Damit war ich "freigekauft" und konnte endlich meiner "wirklichen" Arbeit nachgehen. Das heißt, in Ruhe und in überschaubaren Mengen die Schüler wirklich ins musizieren zu führen.
Johan de Wit (*1969), Musiklehrer, Ahnatal
Damit war ich "freigekauft" und konnte endlich meiner "wirklichen" Arbeit nachgehen. Das heißt, in Ruhe und in überschaubaren Mengen die Schüler wirklich ins musizieren zu führen.
Johan de Wit (*1969), Musiklehrer, Ahnatal
15 September 2006
Trudi Büchi
Seid für unser Einkommen per Rente gesorgt ist, arbeiten wir mit grosser Freude für alles, was uns wichtig erscheint, unsere Kreativität herausfordert und was uns geistig weiter bringt.
Trudi Büchi, Autorin der beiden Bücher: "Europa der Regionen" und "Mit 80 beginnt das Leben neu"
Trudi Büchi, Autorin der beiden Bücher: "Europa der Regionen" und "Mit 80 beginnt das Leben neu"
14 September 2006
13 September 2006
Anne Paul
Ich möchte mich von der Zwangsarbeit befreien, die ich seit 30 Jahren zu leisten genötigt bin. Als Arbeitnehmerin bin ich in vielerlei Hinsicht erpressbar, weil abhängig von meinem "Brötchengeber". Oft hatte ich vor allem in jungen Jahren das Gefühl, ich hätte meine Seele und meinen Körper verkauft. Mit ca. 1.500 Euro für jeden wäre die Sklavenhaltung der Unternehmer vorbei, die den menschenverachtenden Umgang erst ermöglicht. Erst die Freiheit, eine Arbeit anzunehmen oder abzulehnen, schafft Chancengleichheit und Selbstbestimmung!
Ich möchte Zeit haben für mehr Bewegung (statt im Büro sitzen zu müssen). Ich möchte Zeit haben für soziale Projekte, den fürsorglichen Umgang mit Menschen, die Unterstützung in ihrem Alltag benötigen. Ich möchte die Zeit haben, zu studieren aus Lust am Lernen, zu musizieren, zu tanzen, zu lesen, zu schreiben und zu reisen.
Dabei gibt es noch viel mehr, was ich hätte realisieren können, wenn ich diese Lebensbedingungen von Anfang an gehabt hätte: Vor allem die Zeit, Kinder zu haben, ohne die Angst, sie in fremde Hände geben zu müssen, die mich schließlich davon abgehalten hat, überhaupt welche zu bekommen. - Der schmerzhafteste Verzicht für mich in meinem Leben überhaupt!
Anne Paul (*1957), Betriebswirtin,
Ich möchte Zeit haben für mehr Bewegung (statt im Büro sitzen zu müssen). Ich möchte Zeit haben für soziale Projekte, den fürsorglichen Umgang mit Menschen, die Unterstützung in ihrem Alltag benötigen. Ich möchte die Zeit haben, zu studieren aus Lust am Lernen, zu musizieren, zu tanzen, zu lesen, zu schreiben und zu reisen.
Dabei gibt es noch viel mehr, was ich hätte realisieren können, wenn ich diese Lebensbedingungen von Anfang an gehabt hätte: Vor allem die Zeit, Kinder zu haben, ohne die Angst, sie in fremde Hände geben zu müssen, die mich schließlich davon abgehalten hat, überhaupt welche zu bekommen. - Der schmerzhafteste Verzicht für mich in meinem Leben überhaupt!
Anne Paul (*1957), Betriebswirtin,
Harald Thoney
Es wäre eine grosse Entlastung. Ich könnte bedenkenlos studieren bzw. eine Ausbildung beginnen die meine Jobchancen verbessern würde. Es wäre ebenso möglich eine Arbeitstelle zu beenden, weil es das beste für alle Beteiligten wäre. Es wäre nicht notwendig sich zu malträtieren nur weil man den Job nicht verlieren will. Darüber hinaus wäre es möglich in neue Berufsfelder reinzusehn, man wäre flexiebler um sich besser zu verwirklichen.
Die Idee ist nicht neu. In unserem Betrieb, der Stiftung Fintan, wird ein ähnliches Lohnmodell diskutiert.
Ich hoffe die verkrusteten Strukturen weichen sich auf.
Harald Thoeny (*1978), Betreuer/IT-Admin, Andelfingen
Die Idee ist nicht neu. In unserem Betrieb, der Stiftung Fintan, wird ein ähnliches Lohnmodell diskutiert.
Ich hoffe die verkrusteten Strukturen weichen sich auf.
Harald Thoeny (*1978), Betreuer/IT-Admin, Andelfingen
12 September 2006
Philipp Roman
Ich würde weiterhin als Schauspieler arbeiten, aber ich würde wahrscheinlich aus dem Festengagement ins Leben des "freien Schauspielers" wechseln, und mehr bei Projekten mitspielen, an denen wirklich mein Herzblut hängt.
Philipp Romann (*1974), Schauspieler
Philipp Romann (*1974), Schauspieler
11 September 2006
Christiane Thomas
Meine Arbeit im Kreisentwicklungsamt finde ich spannend und interessant. Ich würde sie nicht aufgeben, wenn für mein Einkommen gesorgt wäre. Möglicherweise würde ich nicht mehr 40 Stunden in der Woche zur Arbeit gehen, sondern sagen wir - nur noch 20. Die zugewonnene Freizeit würde ich gerne nutzen, um mich für Altenprojekte (nach dem Vorbild von Tiedoli) und für Hospize einzusetzen.
Christiane Thomas (*1962), Verwaltungsbetriebswirtin, Bautzen
Christiane Thomas (*1962), Verwaltungsbetriebswirtin, Bautzen
06 September 2006
Achim Luibrand
Dann würde ich mein Hobby zum Beruf machen und schadhafte Häuser nach baubiologischen Kriterien sanieren. Ich hätte mehr Zeit für die Anliegen meiner Kinder und könnte mich in unserem Haushalt mehr (handwerklich) einbringen.
Achim Luibrand (*1960), Hochbau-Planer, Freiburg
Achim Luibrand (*1960), Hochbau-Planer, Freiburg
05 September 2006
Walter Beutler
Ich würde dasselbe arbeiten, aber bestimmt mit einem anderen Bewusstsein – mit einem gestärkten Bewusstsein der Freiheit.
Walter Beutler
Walter Beutler
26 August 2006
Johanna Giovannini
Dasselbe wie jetzt: als außerschulische Lehrerin mit rahmensprengenden Kindern neue Lernorte entwickeln.
Wäre für mein Einkommen gesorgt, könnte ich dies noch radikaler machen d.h. müsste nicht soviel Zeit und Energie von dieser meiner Arbeit abspalten, um für das Einkommen zu sorgen.
Johanna Giovannini, Scharnhorst
Wäre für mein Einkommen gesorgt, könnte ich dies noch radikaler machen d.h. müsste nicht soviel Zeit und Energie von dieser meiner Arbeit abspalten, um für das Einkommen zu sorgen.
Johanna Giovannini, Scharnhorst
21 August 2006
Manuela T.
Ich würde weiterarbeiten wie bisher, ausser dass ich mehr mitbestimmen könnte, wofür ich arbeite, wofür ich Werbung mache - bin selbständig im grafischen Bereich tätig. Der Monatliche Kampf ums Geld würde wegfallen. Mit 2'500 Franken hätte ich viel mehr Geld als jetzt. Diese Energie die ich für den täglichen Geldkampf bräuchte, könnte ich für Wünsche und Träume einsetzen.
Manuela T. (*1966), Gestalterin, Rheinfelden
Manuela T. (*1966), Gestalterin, Rheinfelden
10 August 2006
Claudia Maierhofer
Mutter Erde, auf dieser wir leben ist ein bewusstes Lebewesen und ich denke es gibt wieder Sinn, dass jeder dies tut, wofür er sich berufen hält und für ihn persönlich Sinn gibt. Denn der Sinn ist in unserer Gesellschaft verlorengegangen und dies wirkt sich auf die Krankenstatistik aus. Ein Grundeinkommen für jeden bedingungslos nimmt viele Ängste weg und die Angst ist der größte Killer des Immunsystems. Diese Idee von dem bedingungslosen Grundeinkommen gibt Sinn für die Zukunft, wobei dieses auch positiv dazu beiträgt, dass die Entspannung und Anspannung wieder ausgeglichen wird bei jedem einzelnen, wobei natürlich niemals die Eigenverantwortlichkeit verloren gehen darf. Denn der Geist bestimmt die Wirklichkeit.
Claudia Maierhofer (*1970), Psychologische Lebensberaterin, Neuötting
Claudia Maierhofer (*1970), Psychologische Lebensberaterin, Neuötting
07 August 2006
Andrea P.
Auch ich gehöre zu denen, die nicht glauben, dass mit einem Grundeinkommen das allgemeine Faulenzen ausbrechen würde. Sicher würden sich manche eine Auszeit gönnen, die beruflich überlastet und gestresst sind. Aber danach hat man wieder Energie und möchte etwas tun! Nichtstun macht auf Dauer nicht glücklich. Arbeit hat etwas Befriedigendes. Sie ist Möglichkeit, die eigene Persönlichkeit auszudrücken und durch die Rückmeldung der Mitmenschen, die das Produkt meiner Arbeit konsumieren, ist sie auch Quelle der Selbstbestätigung und Anerkennung. Auf diese wunderbaren "Streicheleinheiten" will bestimmt keiner verzichten! Durch ein Grundeinkommen wäre uns erst mal viel Zwang, Druck und Belastung genommen. Jemand, der heute arbeitslos ist, schreibt hunderte von Bewerbungen, bietet sich an wie ein Stück Vieh und bekommt nirgends eine Chance. Und er denkt, er sei ein schlechter Mensch, wertlos für die Gesellschaft. Durch diese ständige Ablehnung liegen so viele Talente und Fähigkeiten brach, ein riesiges Potential wird hier einfach ignoriert.
Weit über seine beruflichen Qualifikationen hinaus, hat jeder Mensch noch zahlreiche andere Begabungen, die keine Berufsbezeichnung haben, die aber genauso sinn- und wertvoll sind und dadurch, dass das Grundeinkommen gesichert ist, könnten all diese Menschen endlich tätig werden, sich einbringen. Auch Menschen, die heute nur eingeschränkt erwerbsfähig sind, z. B. aus gesundheitlichen Gründen, wären dadurch produktiver, weil sie eine Menge anderer Fähigkeiten einbringen könnten, für die sich im derzeitigen System niemand interessiert. Wenn ich ein gesichertes Einkommen hätte, würde ich erst mal in die Natur hinaus gehen, tief durchatmen und sämtliche Zwänge abstreifen, besonders die Schuldgefühle, die einem von der Gesellschaft übergestülpt werden. Und danach würde ich richtig durchstarten. Mal zeigen, was in mir steckt! Und viel freudiger und glücklicher an alles herangehen als bisher! Warum sind manche arbeitsunwillig? - Weil die Bedingungen schon so unmenschlich geworden sind. Wird das wieder der menschlichen Leistungsfähigkeit angepasst, kann man wieder ohne Angst vor Kündigung oder anderen Repressionen arbeiten, wird man wieder viele für Erwerbstätigkeit gewinnen!
Andrea P. (*1971), mehrere abgeschlossenen Ausbildungen
Weit über seine beruflichen Qualifikationen hinaus, hat jeder Mensch noch zahlreiche andere Begabungen, die keine Berufsbezeichnung haben, die aber genauso sinn- und wertvoll sind und dadurch, dass das Grundeinkommen gesichert ist, könnten all diese Menschen endlich tätig werden, sich einbringen. Auch Menschen, die heute nur eingeschränkt erwerbsfähig sind, z. B. aus gesundheitlichen Gründen, wären dadurch produktiver, weil sie eine Menge anderer Fähigkeiten einbringen könnten, für die sich im derzeitigen System niemand interessiert. Wenn ich ein gesichertes Einkommen hätte, würde ich erst mal in die Natur hinaus gehen, tief durchatmen und sämtliche Zwänge abstreifen, besonders die Schuldgefühle, die einem von der Gesellschaft übergestülpt werden. Und danach würde ich richtig durchstarten. Mal zeigen, was in mir steckt! Und viel freudiger und glücklicher an alles herangehen als bisher! Warum sind manche arbeitsunwillig? - Weil die Bedingungen schon so unmenschlich geworden sind. Wird das wieder der menschlichen Leistungsfähigkeit angepasst, kann man wieder ohne Angst vor Kündigung oder anderen Repressionen arbeiten, wird man wieder viele für Erwerbstätigkeit gewinnen!
Andrea P. (*1971), mehrere abgeschlossenen Ausbildungen
Monika Brückl
Ich bin Angestellte, verdiene ordentlich und werde in 3 Jahren in Rente gehen - so Gott will. Wenn heute bereits ein bedingungsloses Grundeinkommen existieren würde, würde ich auf jeden Fall weiterarbeiten bis zum Schluss und mir mit dem zusätzlichen Geld meinen Traum von einem nagelneuen Wohnmobil erfüllen.
Wenn ich allerdings dieses Grundeinkommen schon in meiner Jugend gehabt hätte, dann hätte ich damals Philosophie und Psychologie studiert und wäre heute in meinem Wunschberuf tätig.
Ich finde es sehr schade, dass bei uns einfachen Bürgern die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens noch völlig unbekannt ist. Wäre ich nicht zufällig im Internet über dieses Thema gestolpert, könnte ich mir ebenfalls keine Meinung zum Thema bilden. Ich wünsche mir, dass sich in dieser Beziehung baldmöglichst etwas ändert.
Monika Brückl (*1948), Industriekauffrau, Winterlingen
Wenn ich allerdings dieses Grundeinkommen schon in meiner Jugend gehabt hätte, dann hätte ich damals Philosophie und Psychologie studiert und wäre heute in meinem Wunschberuf tätig.
Ich finde es sehr schade, dass bei uns einfachen Bürgern die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens noch völlig unbekannt ist. Wäre ich nicht zufällig im Internet über dieses Thema gestolpert, könnte ich mir ebenfalls keine Meinung zum Thema bilden. Ich wünsche mir, dass sich in dieser Beziehung baldmöglichst etwas ändert.
Monika Brückl (*1948), Industriekauffrau, Winterlingen
05 August 2006
Heinz Erismann
Vor über zwei Jahren entschied ich einen anderen Weg zu gehen. Geld zu haben war mir nicht mehr wichtig, dafür aber Zeit zu haben. Das Leben bekam für mich einen anderen Sinn. Endlich konnte ich arbeiten, was ich mir schon lange wünschte. Fantastisch was für neue Perspektiven sich für mich öffneten. Ich glaube, dass ich jetzt mehr arbeite als früher, denn es macht mehr Spass und gibt volle Befriedigung. Verdienen tue ich zwar kaum, dafür machen meine Arbeiten Sinn. Bald sind meine Reserven aufgebraucht und es ist schwierig der Existenzangst zu entfliehen, aber ich bin sicher, dass sich demnächst eine neue Türe öffnen wird. Natürlich wäre ein gesichertes Grundeinkommen fantastisch, es würde noch mehr Energie freisetzen und machte mich ganz frei.
Heinz Erismann (*1952), Fotograf, Panarea Italien
Heinz Erismann (*1952), Fotograf, Panarea Italien
Brigitte Schneider
Aus der Sicht einer IV-Rentnerin:
Für jene, die nichts auf der Seite haben, und die von dem Grundeinkommen von Fr. 2500 leben müssten, reicht dieses Geld nicht, um davon - auf die Dauer - immer alle Rechnungen zu bezahlen. Hier wäre es unmöglich, sich so "frei" zu fühlen, um Reisen zu unternehmen, eine Schule oder ein Geschäft zu gründen, usw. Daher müsste das Grundeinkommen zeitgemäss Fr. 3000 betragen, damit man nicht wieder von weiteren Institutionen abhängig ist, welche in der Not z.B. die hohe Zahnarztrechnung bezahlen müssten, die Heizkostenrechnung, oder gar einen Zustupf für Winterschuhe geben müssten (siehe EL-Bezüger, die hin und wieder eben genau solche Zustüpfe benötigen).
Ganz sicher würde ich aber auch - als IV-Rentnerin - mit einem Grundeinkommen besser dastehen, denn ich dürfte mich damit auf der Strasse draussen auch BEWEGEN, ohne jeweils von manchen Leuten schief oder missbilligend angeschaut zu werden.
Ich hätte es mit einem Grundeinkommen, welches für alle gleich gilt, viel einfacher, mir Wege in der Form einer Tätigkeit zu suchen, um langsam wieder zu gesunden. Weil dann - systembedingt - auch den Kranken weniger Steine in den Weg gelegt würden und somit auch enorme IV-Kosten gespart werden könnten.
Ansonsten würde ich mit einem Grundeinkommen ganz sicher ehrenamtliche Tätigkeiten ausführen. Ich wäre - weil ich mich ja wie jeder bestätigt fühlen möchte - besonders kreativ.
Brigitte Schneider, IV-Rentnerin, Basler Armutskonferenz von unten, Riehen
Für jene, die nichts auf der Seite haben, und die von dem Grundeinkommen von Fr. 2500 leben müssten, reicht dieses Geld nicht, um davon - auf die Dauer - immer alle Rechnungen zu bezahlen. Hier wäre es unmöglich, sich so "frei" zu fühlen, um Reisen zu unternehmen, eine Schule oder ein Geschäft zu gründen, usw. Daher müsste das Grundeinkommen zeitgemäss Fr. 3000 betragen, damit man nicht wieder von weiteren Institutionen abhängig ist, welche in der Not z.B. die hohe Zahnarztrechnung bezahlen müssten, die Heizkostenrechnung, oder gar einen Zustupf für Winterschuhe geben müssten (siehe EL-Bezüger, die hin und wieder eben genau solche Zustüpfe benötigen).
Ganz sicher würde ich aber auch - als IV-Rentnerin - mit einem Grundeinkommen besser dastehen, denn ich dürfte mich damit auf der Strasse draussen auch BEWEGEN, ohne jeweils von manchen Leuten schief oder missbilligend angeschaut zu werden.
Ich hätte es mit einem Grundeinkommen, welches für alle gleich gilt, viel einfacher, mir Wege in der Form einer Tätigkeit zu suchen, um langsam wieder zu gesunden. Weil dann - systembedingt - auch den Kranken weniger Steine in den Weg gelegt würden und somit auch enorme IV-Kosten gespart werden könnten.
Ansonsten würde ich mit einem Grundeinkommen ganz sicher ehrenamtliche Tätigkeiten ausführen. Ich wäre - weil ich mich ja wie jeder bestätigt fühlen möchte - besonders kreativ.
Brigitte Schneider, IV-Rentnerin, Basler Armutskonferenz von unten, Riehen
27 Juli 2006
Nicolas Hess
Ich gründe eine wandernde Schule, die praktische Techniken zur gemeinschaftlichen Naturerhaltung und Naturbewahrung vermittelt.
Nicolas Hess (*1967), Berlin
Nicolas Hess (*1967), Berlin
Kyra Richiger
Die Idee eines Grundeinkommens für alle Bürgerinnen und Bürger ist sehr klug und nach meiner Grundeinstellung machbar. Ich würde genau so weiter arbeiten wie ich es auch heute mache. Unterrichten und Beraten. Doch mit mehr Kraft. Denn heute brauche ich immer wieder Zeit und Kraft bei der Arbeitssuche, die eigentlich kaum ein Resultat ergibt. Ich hätte ein ruhigeres Leben und ich könnte auch einmal an einen Kongress fahren in ein anderes Land. Vielleicht könnte ich dort auch ein Referat z.B. über die Gesprächkultur in der Partnerschaft halten und dabei interessante Menschen kennen lernen. Wenn alle Menschen jeden Monat 2500 Franken bekommen würden, wäre die Welt ganz anderes gerichtet. Wir hätten mehr Zeit für uns, für mich selbst, für den Partner, für die nachbarschaftlichen Beziehungen und Freundschaften. Die Perspektive lässt mein Herz höher schlagen und ich hoffe sehr, dass wir uns das Leben besser einrichten werden. Der Sinn des Lebens erkennen und auch so ! handeln.
Kyra Richiger (*1954), Soz. Päd. / Psychologin, Rüschlikon
Kyra Richiger (*1954), Soz. Päd. / Psychologin, Rüschlikon
Katharina Wenger-Schott
auch in den schulferien für mein kind da sein können. mehr garten gestalten. mit menschen spazieren, ihnen zuhören, die pflanzen die ich sammle mit ihnen zu tinkturen, salben verarbeiten. heil werden. massieren. studieren und philosophieren. den vögeln zuhören und den wolken nachschauen. flechten und schnitzen, kochen, backen und essen. laufen der nase nach. spielen, träumen, schwimmen. abfall aufsammeln. menschen in den tod begleiten. menschen umarmen, halten.
katharina wenger-schott (*1965), med. sekretärin, bern
katharina wenger-schott (*1965), med. sekretärin, bern
15 Juli 2006
Andrea Müller
Ein garantiertes Einkommen wäre sehr befreiend und auch beruhigend. Die zurzeit monatlich festgesetzte Anzahl von fehlgeschlagenen Arbeitsbemühungen, würde sofort entfallen. Automatisch käme mehr positive Energie frei, da keine erbärmlichen Absagen mehr ins Haus flattern.
Was ich machen würde?
- auf Reisen gehen...
- ein Dojo eröffnen um Karate zu unterrichten
- mein Wissen über Heilkräuteranbau vertiefen
- einen Freeshop (=Gratisladen) betreiben
- Krimi schreiben
- Weidenkörbe flechten
Mit meinen Kindern spielen und lachen tue ich sowieso.
Andrea Müller (*1966), Familienfrau, kaufm. Angestellte (ausgesteuert), Schüpfen CH
Was ich machen würde?
- auf Reisen gehen...
- ein Dojo eröffnen um Karate zu unterrichten
- mein Wissen über Heilkräuteranbau vertiefen
- einen Freeshop (=Gratisladen) betreiben
- Krimi schreiben
- Weidenkörbe flechten
Mit meinen Kindern spielen und lachen tue ich sowieso.
Andrea Müller (*1966), Familienfrau, kaufm. Angestellte (ausgesteuert), Schüpfen CH
14 Juli 2006
Joel Weibel
Ich wollte zwar schon immer ein Millionärserbe sein, der sich nicht um sein finanzielles Auskommen kümmern muss, aber ein Grundeinkommen von Fr 2500.- wäre auch Ok. Im Moment lebe ich mit ca. Fr. 2200.- pro Monat. Ich studiere und arbeite zu 40%. Das Grundeinkommen würde also meinen Lebensstandard erhöhen. Ich würde natürlich sofort den Job künden und mich stärker um mein Studium kümmern. Die 6-Tage-Woche wäre endgültig passé, was für mich ein riesiges Stück an zusätzlicher Lebensqualität bedeuten würde. Ich könnte mich auf meine Träume konzentrieren und die meisten davon auch verwirklichen. Man stelle sich 3 Monate Semesterferien vor, ohne arbeiten gehen zu müssen. Schon das allein ein Traum. Ich wills nicht allzu lang machen, es würden mir noch tausend Sachen einfallen, aber eines würde ich ganz sicher tun: Ich würde mehr Zeit mit Lesen und Schreiben verbringen anstatt mit gewöhnlicher Arbeit.
Joel Weibel (*1982), Student, Bern
Joel Weibel (*1982), Student, Bern
07 Juli 2006
Andreas Fröhlich
Ich würde alles genauso weiter machen wie bisher, allein der kleine schwarze Fleck der Angst, dass dies irgendwann nicht mehr reicht, wäre verschwunden.
Andreas Fröhlich ("1972), Studen und Informatiker
Andreas Fröhlich ("1972), Studen und Informatiker
Ana Maria Ravines de Schur
Vielleicht würde ich endlich Zeit haben, um einige schöne Bildhauereien zu gestalten. Auch würde ich viel Zeit mit Kinder verbringen, wobei ich begeistert wäre zu sehen, wie die Kinder die Welt gestalten durch die Kunst.
Ana Maria Ravines de Schur (*1964), Mutter, Pädagogin und Künstlerin, USA
Ana Maria Ravines de Schur (*1964), Mutter, Pädagogin und Künstlerin, USA
06 Juli 2006
Alec Gagneux
Ich würde wohl das Gleiche tun, was ich heute schon mache - mich für mehr Fairness einsetzen.
Warum? - Weil ich im Moment materiell so leben kann, wie wenn ich ein Grundeinkommen hätte. Wenn allerdings das Grundeinkommen für alle existieren würde, dann wäre ich wahrscheinlich bezüglich meinem heutigen Engagement so ziemlich arbeitslos - wie schön - dies ist genau das ziel von www.fairCH.ch
Alec Gagneux (*1959), Entwicklungs-Dialoger, Brugg
Warum? - Weil ich im Moment materiell so leben kann, wie wenn ich ein Grundeinkommen hätte. Wenn allerdings das Grundeinkommen für alle existieren würde, dann wäre ich wahrscheinlich bezüglich meinem heutigen Engagement so ziemlich arbeitslos - wie schön - dies ist genau das ziel von www.fairCH.ch
Alec Gagneux (*1959), Entwicklungs-Dialoger, Brugg
Petra Jakovac
Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde mein alltägliches Leben endlich entzerren. Wir sind 2 vollzeitarbeitende Eltern mit einem 5jährigen Sohn. Mein Tagesablauf besteht nur noch aus Hetzte und Hektik, um Kind, Haushalt und Beruf irgendwie mehr schlecht als recht unter einen Hut zu bekommen. Ständig ist man am Organisieren und Umorganisieren. Wenn auch nur der kleinste Zwischenfall passiert fällt der ganze sorgfältig organisierte Tageablauf in sich zusammen. Mein Tag müsste eigentlich 48 Stunden statt 24 haben, um alles so hin zu bekommen, dass alle Beteiligten zufrieden sind. Mit einem Grundeinkommen hätte ich sowohl mehr Zeit für mein Kind (weil die Verpflichtung zum ganztätigen Geldverdienen wegfiele) als auch für mich selbst. Ich könnte mehr mit unserem Sohn unternehmen, mehr mit ihm spielen, mehr mit ihm reden und diskutieren, mehr Dinge in Ruhe erklären und zeigen. Ich könnte z.B. auch 2 seit Jahren nötige, aber immer wieder aufgeschobene Operationen endlich machen lassen. Ich könnte meine Vollzeitarbeit entweder auf Teilzeit reduzierien, oder mit etwas Glück in Ruhe nach einer Arbeit suchen, die mir besser entspricht und bei der ich mich besser einbringen kann und zufriedener bin. Ich könnte kreativer, freier, zufriedener sein. Kein Gehetze mehr, sondern ein lebenswertes Leben bei dem nichts mehr zu kurz kommt, weil einem vor lauter Verpflichtungen die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt. Ich könnte mein angefangenes Buchprojekt zuende bringen. Ich könnte mich engagieren für mehr und bessere Kinderbetreuung (von 0-6 Jahren), die bei uns nie ausreichend vorhanden ist (sei es weil es keine Plätze gibt, oder die angebotenen Betreuungszeiten für Vollzeitarbeitende zu kurz sind). Ich würde mich auch für bessere Qualität der Schulen (z.B. Ganztagsschulen) einsetzen - es braucht eine Reform unseres Schulsystems, das sich inzwischen selbst überlebt hat. Zudem würde ich mich wieder mit Wonne meinem Hobby, den Sprachen, zuwenden.
Petra Jakovac (*1969), Financial Advisor, München
Petra Jakovac (*1969), Financial Advisor, München
27 Juni 2006
Susanne Wohlwender
In Indien in einem Ashram leben
In Schottland an einem Buch schreiben
In Afrika Jugendprojekte begleiten
In der Schweiz Alzheimerpatienten pflegen
Dazwischen jedesmal ein paar Monate Pause...
Susanne Wohlwender
> danke für ihre antwort.
> und was arbeiten sie ohne grundeinkommen?
Ohne Grundeinkommen ist ja Existenz nicht möglich...
Haushalt und Kinderbetreuung, sogenanntes Arbeiten ohne Gehalt, wird
ja irgendwie von irgendwem bezahlt - jedenfalls in der Schweiz.
Ausserdem liegt ein wenig Geld auf der Bank, welches für mich arbeitet.
> und was würden sie nicht mehr tun, wenn für ihr einkommen gesorgt wäre?
Keine Arbeit für Entgelt mehr annehmen. Projektbezogen arbeiten und
Routine vermeiden.
In Schottland an einem Buch schreiben
In Afrika Jugendprojekte begleiten
In der Schweiz Alzheimerpatienten pflegen
Dazwischen jedesmal ein paar Monate Pause...
Susanne Wohlwender
> danke für ihre antwort.
> und was arbeiten sie ohne grundeinkommen?
Ohne Grundeinkommen ist ja Existenz nicht möglich...
Haushalt und Kinderbetreuung, sogenanntes Arbeiten ohne Gehalt, wird
ja irgendwie von irgendwem bezahlt - jedenfalls in der Schweiz.
Ausserdem liegt ein wenig Geld auf der Bank, welches für mich arbeitet.
> und was würden sie nicht mehr tun, wenn für ihr einkommen gesorgt wäre?
Keine Arbeit für Entgelt mehr annehmen. Projektbezogen arbeiten und
Routine vermeiden.
23 Juni 2006
Oliver Kielmayer
Ich würde dasselbe tun wie bereits jetzt; irgendetwas muss man ja machen! Da es sich nicht um einen grossen Betrag handeln würde, fallen Antworten wie Ferien machen ja leider weg. Ein Grundeinkommen für alle wäre auf jeden Fall ein unserer Gesellschaft angemessenes und würdiges Modell. Wozu haben wir schliesslich alles durchrationalisiert und -perfektioniert? Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist für mich ein Grundrecht und es kann nicht falsch sein, in einer monetarisierten Gesellschaft dieses Grundrecht auf eine entsprechende Art und Weise sicherzustellen.
Oliver Kielmayer (*1970), Kurator, Zürich
Oliver Kielmayer (*1970), Kurator, Zürich
13 Juni 2006
Florian Konnertz
Dasselbe wie jetzt auch: Bücher über ebay verkaufen und ein Unternehmen aufbauen. Weil ich spüre, daß ich mit viel Geld, mehr meinen Idealen entsprechend handeln kann.
Florian Konnertz (*1972), Dipl.Informatiker gelernt; ausübend: Buchhändler, Augsburg
Florian Konnertz (*1972), Dipl.Informatiker gelernt; ausübend: Buchhändler, Augsburg
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