06 November 2006

Maria Gasljevic

Ich würde in meinem Heilpflanzengarten rhytmische Menüpläne schreiben und probieren Tinkturen und Salben zu erforschen. Ich würde Intressierte in die Pflanzenwelt einladen und Zeit haben endlich mal "auf mich zu warten"...

Maria Gasljevic (*1959), Küchenmeisterin/Phytotherapeutin

05 November 2006

Claudia Hotz

Ich würde eine weitere Ausbildung in meinem Beruf (Behindertenbetreuung) und oder Hobby (Hunde - Tiere) machen. Ich hätte dann auch mehr Zeit für Familie - Freunde - und andere...

Claudia Hotz (*1983), kaufmännisch Angestellte, Zollbrück

02 November 2006

Christoph Breuer

Grundlohn? - Vielleicht nur noch 20 Stunden, statt 40 Stunden in der Woche „unselbstständig“ arbeiten? Vielleicht könnte ich auch ein Job in meiner Nähe suchen, so dass ich jede Woche nicht mehr 10 Stunden Fahrtzeit hätte. Dadurch hätte ich 20 – 30 Stunden in der Woche mehr von und für meine Familie und mehr für vieles mehr... immerhin! 20 – 30 Stunden in der Woche mehr Anteil und mit ein Teil der Familie.!
20 – 30 Stunden in der Woche ohne Sachzwänge selbstständig unternehmerisch tätig sein.

Stellen Sie sich vor, ich wollte eine Familie und sehe sie kaum, weil ich jetzt für das Nötigste zum überleben unterwegs bin (für eine Wohnung, fließend kaltes und warmes Wasser, Elektrische Versorgung, ein Auto, eine Monatsfahrkarte, Telefon/Internet, „Versicherungen“, Kinderbetreuung/Kindergarten und kindliche Entwicklungsförderung und zu wenig für 100% Bio-Lebensmittel und Textilien und was man sonst noch zur Pflege und Reinhaltung von Wohnung und Körper braucht).

Wir haben nicht genügend Geld für: gemeinsame Urlaube, für Freizeit-, Sport-, Bildungs-, und Kulturveranstaltung, für qualitativ hochwertige und sozial- und ökologisch verträgliche Produkte, für Spenden an Wohltätige Initiativen, für eine Gewerkschaft, für einen Rechtsschutz und so weiter. Wir haben Schulden und schon zu Mitte des Monats kein Geld mehr. So geht es vielen!

Mehr Zeit zum Hinschauen, zur Einsicht, zur Muße, zur Methodischen Sinnfindung (Meditation), für die Alltägliche Arbeit mit und für die Familie als praxisnahestes Kloster/Ashram, für die Entfaltung des künstlerischen Potentials in mir und für die Arbeit am Gemeinwohl - würde für mich die Befreiung aus den Sachzwängen durch die Einführung des Grundlohnes längerfristig bedeuten.

Der Staat subventioniert meinen Arbeitgeber, weil ich ihm nicht mehr Wert bin (SGB II und Familienförderung der Stadt), obwohl ich für ihn schon von 37,5 auf 40 Stunden/Woche zum gleichen Lohn arbeite. Außerdem erhalten wir Kindergeld.
Wie viele Steuerzahler unterstützen sich eigentlich schon untereinander und wie lange können sie das noch - in unserer alternden Gesellschaft? Soll meine Frau auch noch 20 – 30 Stunden unselbstständig arbeiten und sollen wir unser Kind deshalb auch irgendwo, staatlich subventioniert - unterbringen? Für wen? Für die Wirtschaft? Ich dachte die Wirtschaft ist für den Menschen da und nicht umgekehrt?

Wir haben keine Zeit weil wir irgendwas unselbstständig arbeiten müssen und das schlimmste dabei ist: Die dringlichste Arbeit bleibt liegen: Teilen!
Wir sind so erschöpft mit lohnabhängiger Arbeit und Familienarbeit, dass wir keine Zeit haben zum Beispiel das Elend und den Hunger, die Armut und Bedürftigkeit in der Nachbarschaft, im Dorf, in der Stadt, im Land und auf der ganzen Welt lindern zu helfen.

Wir sind uns einfach am nächsten und wollen das gar nicht, weil wir von Geburt an ein Soziales, Spirituelles und freies Wesen sind. Andere Menschen kommen noch nicht einmal eingeschränkt in den Genuss dieser Geburts- und Grundrechte.
Täglich sterben nämlich allein an den Folgen von Hunger und Unterernährung 24.000 Menschen weltweit. Mehr als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Jährlich sterben elf Millionen Kinder an vermeidbaren Krankheiten.
In den ärmsten Ländern ist eine Schwangerschaft lebensgefährlich: Eine von 48 Frauen stirbt bei der Entbindung. Mehr als 860 Millionen Menschen können nicht lesen und schreiben.

Hinzu kommt, dass ich mich für die Anschaffung des Europäischen Materiellen Mindeststandards von meinen Vorgesetzten schikanieren lassen muss.
Ein Firmenphilosophisches Menschenbild, das den Menschen in den Mittelpunkt stellen will, und in Wirklichkeit durch und durch negativ ist, weil es kontrolliert, statt zu vertrauen (Stichwort: Taschenkontrollen, Testkäufer, nichts von dem was abgelaufen oder nicht mehr frisch ist, darf von den Angestellten mitgenommen werden, stattdessen wird es weggeschmissen, Bewertungsprofilerstellung zur Person und zu den Arbeitsergebnissen, kontrollierte Eigeneinkäufe während des Dienstes und wenn es nur ein Brötchen für die Pause ist, sowie miese Behandlung für einige meiner Kolleginnen oder die Äußerung unserer Bezirksvertreterin „bei dem Wort Betriebsrat, schlagen bei uns die Alarmglocken“, sind absolut demotivierend, zumal das im Licht und Glanz der Ganzheitlichkeit geschieht.

Mit dem Grundlohn sind wir ein Stück weit aus dieser Sklaverei befreit und könnten uns frei entscheiden, ob wir solchen „Arbeitgebern“ unsere Lebenskraft zu Verfügung stellen wollen.
Hoffentlich kommt diese Befreiung aus den Sachzwängen bald. Hoffentlich!

Christoph Breuer (*1967), Verkäufer

01 November 2006

Ugo Pecoraio

Ich würde ein Grundeinkomme sehr begrüssen. Mit dem Grundeinkommen könnten alle das arbeiten was sie am besten können und wollen. Es ist kein Zwang mehr da etwas nur wegen dem Geld zu tuen. Ich persönlich würde mein Hobby zum Beruf machen und selber Musik produzieren!

Ugo Pecoraio (*1988), Schüler, Basel

30 Oktober 2006

Ludmilla Rudat

Für das Grundeinkommen sollte sich jeder unbedingt einsetzen! Es würde alles ändern, jeglicher Umgang der Menschen untereinander würde entspannter, würdevoller, respektvoller.
Konkurrenzdenken- und Handeln würden wegfallen, die Welt würde viel fassettenreicher und reicher um all die bis jetzt unentdeckten kreativen Potentiale eines jeden Menschen, und jeder Mensch selbst könnte friedvoller und freiwillig geben, was er zu geben hat, die gesamte Moral würde sich ändern und das Leben lebenswerter werden... Um die Klaffung zwischen Arm und Reich und die entstehende Aggression aufzuhalten, wäre das Grundeinkommen eine wunderbare und notwendige Lösung.

Ludmilla Rudat (*1970), Kunstmalerin, Berlin

29 Oktober 2006

Monika Dietrich

Ich bin 59 Jahre, habe 10 Jahre in einer freien heilpädagogischen Schule in der Schulverwaltung gearbeitet. Dann wechselte ich in den Betrieb einer Freundin (Containerdienste). Sie wurde von der Hausbank bedrängt die Personalkosten zu verringern. Die Senkung des Darlehens für den Kauf des Unternehmens wurde von der Hausbank nicht ins Auge gefaßt. Nun erhalte ich seit 2 Jahren Arbeitslosengeld I. Im Mai 2007 läuft dies aus und ich erhalte Arbeitslosengeld II (Hartz IV), wenn nicht das Wunder geschieht eine Anstellung zu bekommen. Ich würde für dieses Unternehmen arbeiten, mit einem geringen Einkommen bzw. ohne Einkommen. Ein DA-Sein ohne tätig zu sein kommt für mich nicht in Frage. Und wäre es nicht dieses Unternehmen, wäre ich woanders. Zu tun gibt es genug. Nur die Augen aufmachen.

Monika Dietrich (*1947), Verwaltungsfachfrau, kaufm. Fachkraft

27 Oktober 2006

Kirsten Eichberg

Ich bin in der glücklichen Lage, daß ich die Tätigkeit mit der ich meinen Lebensunterhalt verdiene, mag. Es würde sich also für mich nicht viel ändern. Vielleicht wäre die Arbeit etwas entspannter, weil der wirtschaftliche Druck bei den Projektpartnern nachließe? Wer weiß.

Kirsten Eichberg (*1960), Projektleiterin bzw. -entwicklerin, Non-Profit-Bereich

26 Oktober 2006

Gudrun Weid - Frankenstein

Ich müsste nicht mehr Vollzeit arbeiten, hätte Zeit für meinen 86jährigen Vater, könnte mich besser um das Haus kümmern, meinen Mann, der im Ausland arbeitet und selten zu Hause ist, öfter besuchen und mich mehr um meine eigene Gesundheit kümmern (Sport). Kurzum: alles wäre stressfreier, man könnte seine Arbeitskraft Unternehmen und Einrichtungen anbieten und nicht auf das sog. "Wohlwollen" mancher Arbeitgeber angewiesen sein. Für mich wäre das Grundeinkommen ein Stück Lebensqualität, da man unabhängiger ist und sich nicht mehr verbiegen muß um den Job zu behalten.

Gudrun Weid - Frankenstein (*1956), Erzieherin, Theres

20 Oktober 2006

Nils Meister

Ich habe ein bedingungsloses Grundeinkommen. Ich habe ein Jahr lang einen Freiraum und ein Grundeinkommen das sich aus mehrern Elementen ergibt. Ich merke, dass ich mich dadurch intensiver auf die Dinge Konzentrieren kann, die ich für wesentlich halte, ohne mich z.B. vor Lehrern oder Staat rechtfertigen zu müssen. Dies würde ich auch tun wenn ich ein "offizielles" Grundeinkommen hätte: wichtige Dinge tun!

Nils Meister (*1987), Freiraum Forscher

17 Oktober 2006

Isabel Ludwig

1. Ich hätte mehr Zeit für meinen Freund, der in der Pflegewohnung im selben Dorf lebt, neben seiner medizinisch- fachlichen Begleitung der Spitex. Der Gedanke, dass er ev. doch in ein Heim muss, würde sich komplet erübrigen und liesse uns nach unserem Ideal, für einander bis zuletzt zu schauen, leben. Ohne Druck und Stresssituation existenzieller Art könnten wir aufatmen und müssten nicht ständig an der künstlich geschaffenen Armutsgrenze nach CH-Kriterien sein.

2. Ich könnte mein eben errichtetes Atelier für Figurentheater noch besser ausbauen, für mich und andere Interessenten,( berufliche Ausbildung, Figurentheaterbereich). Ich könnte angemessene Preise verlangen, so dass sie auch für andere erschwinglich wären, oder die auf dem Tauschsystem von Talenten funktioniert. Ich könne mir wirtschaftlich auch eine bescheidene Identität schaffen und danach investieren, wonach mir der Sinn steht.
Ich kann es jetzt auch, doch es geht viel langsamer. Das damit verbundene Zähe ist ständig wieder neu zu überwinden, das Nichtaufgeben immer wieder in lebendige Lebensmomente zu bringen beihnahe auch eine Kunst. Eine Kunst für sich?

3. Jedenfalls freue ich mich, mich mit der Idee des Grundeinkommens künftig mit interessierten Menschen auszutauschen, selber schon mal auf der mentalen Ebene einen Weg zu finden. Ich denke auch, das ich jederzeit im Kleinen damit anfangen kann.


Isabel Ludwig (*1955), Arbeitslos/Kindergarten/Hausfrau/Puppenspielerin, Cortébert

Emanuel Lutter

Ich würde mich sozial-kulturell betätigen! Ich würde ein Kindehaus führen und vielleicht nebenbei ein kleines Lädchen mit kleinen schönen Dingen, die man im Alltag nicht, aber dafür in der FreiZeit gebrauchen kann! Mein Laden würde "Onkel-Ema-Laden" heißen. :-) Ich würde nicht nicht arbeiten.

Emanuel Lutter (*1980)

Eberhard Balle

Es ist eine Frechheit, dass viele denken, die Leute würden unter diesen Umständen nichts Vernünftiges mehr arbeiten wollen, außer sie selbst natürlich. Bei mir als ehemaligenm Lehrer hätte sich nichts geändert. Ich hätte wohl sorgloser gelebt und mich freier gefühlt. Vertrauen hilft, mißtrauische Kontrolle ist demotivierend und entspricht einem überholten, abstoßenden Menschenblild.

Eberhard Balle (*1939), ehemaliger Waldorflehrer, Ulm

16 Oktober 2006

Ruth Fritschi-Good

Ich würde mich in erster Linie viel freier und gesicherter fühlen, keine Ägste vor Arbeitslosigkeit im Alter haben, hätte meine Arbeit als Familienfrau und Mutter wertgeschätzt vorgefunden, müsste mich in der Scheidungssituation nicht hintersinnen, ob ich mir das leisten kann, bekäme das Gefühl lebenswert zu sein, und Daseinsberechtigung zu haben, weil ich bin.
Ich würde meiner jetzigen Tätigkeit als Kindergärtnerin weiterhin nachgehen, müsste mich aber mit zunehmendem Alter nicht fragen ob ich mir ein Teilpensum leisten kann, würde mich meiner Nebentätigkeit als Astrologische Psychologin u. Lebensberaterin mehr widmen, könnte dort sozial abgestufte verträglichere Tarife anbieten, könnte Workshops anbieten, Vorträge halten zur Persönlichkeitsentwicklung, mehr Menschen könnten es sich leisten sich für ihre Persönlichkeitsentwicklung zu interessieren, was sich auf das Wohlbefinden der ganzen Menschheit auswirken würde, was diesem Planeten gut bekommen würde und ich könnte meine Künstlerischen und sportlichen Tätigkeiten pflegen...

Ruth Fritschi-Good (*1952), Kindergärtnerin und Astrologische Psychologin, Basel

Iris Kemmner

Ich würde meine jetztigen Arbeitstellen behalten, allerdings würde mir mit einem bedingungslosen Grundeinkommen der Vergleich der Verdienste erspart bleiben! Außerdem bin ich mir sicher, dass die Wertschätzung einer Arbeit anders wäre, wenn jeder Mensch ein Einkommen hätte und es könnte endlich nicht mehr behauptet werden, irgendjemand würde auf Kosten anderer leben. Ich glaube, dass Geldmangel für sehr viele Menschen ein sehr großes Problem ist, das viel Energie raubt. Daher erhoffe ich mir von einem Grundeinkommen mehr freie Energien für gemeinschaftsbildende Projekte, die wiederum der Gesellschaft zugute kommen.
Ich arbeit gerne und freue mich, dass ich dazu viele Möglichkeiten habe.

Iris Kemmner (*1957), Orthoptistin (Schieltherapeut)

13 Oktober 2006

Iris Colsman

Ich würde meine jetzige Arbeit sicher weiter machen, da ich das Glück habe, einen selbstgeschaffenen und selbstbestimmten Arbeitsplatz zu haben. Wenn ich jedoch unabhängiger von Arbeitsstunden-Honoraren wäre, könnte ich manche Prozesse mit mehr Ruhe angehen und so meinen Klienten (Kindern und deren Eltern) auch noch mehr die Möglichkeit geben können, in die Tiefe zu gehen. In die Tiefe kann man nicht gehen, wenn man eilig ist. Auch alle Menschen um mich herum würden dann ja in ein zumindest innerlich anderes Verhältnis zu ihrer Arbeits-Zeit kommen. Ich bin überzeugt davon, dass es uns alle freier machen würde.

Iris Colsman (*1958), Heilpädagogin

05 Oktober 2006

Susanne Wiest

Ich habe eine sehr schöne Arbeit. Ich arbeite 30 stunden die Woche mit Kinder im Alter von 2-6 Jahren. Das würde ich weitermachen. Außerdem möchte ich ein "Kinderhaus" ins Leben rufen. Einen Raum für Kleine und Größere Kinder zum Dasein, sich ausprobieren, heil werden. Das mache ich mit und auch ohne Grundeinkommen. Doch es würde mich so freuen, wenn es für mich und meine 2 Kinder diese Grundsicherung gäbe. Das wäre mehr als ich jetzt verdiene. Außerdem würde ich sehr gerne nur 4 oder 3 Tage die Woche mit kleinen Kinder "arbeiten". Ich wäre gut gelaunt, entspannt, inspiriert und würde mich immer freuen die Kinder wiederzusehen... und anders möchte ich eigentlich kleinen Menschen und auch Großen nicht begegnen. Grundeinkommen ist die beste Idee seit Langem. Hurra!

Susanne Wiest (*1967), Greifswald, ich arbeite in einem kleinen Kindergarten

04 Oktober 2006

Roger Le Marié

Vorerst würde sich bei mir nichts verändern. Ich lebe so, wie wenn ich schon ein bedingungsloses Grundeinkommen hätte (was mich allerdings etwas kostet, d.h. ich lebe mit ca. CHF 1700.- pro Monat). Ein bedingungsloses Grundeinkommen von CHF 2500.- pro Monat würde bei mir also 50% mehr (!!!)Ressourcen freimachen. Diese Ressourcen würde ich langfristig wahrscheinlich in zwei Projekte stecken: die Reifung meiner Persönlichkeit (Projekt Atman) und den Aufbau eines Sterbehospizes für "menschenwürdiges" sterben (Projekt Schmetterling).

Roger Le Marié (*1971), Grafiker, La Tour-de-Peilz

03 Oktober 2006

Margot Häbig

Da ich Erwerbsunfähigkeitsrente in Höhe von 599 Euro beziehe, kann ich mir keine Sprünge erlauben. Leider bin ich nicht mehr in der Lage einer regelmäßigen Arbeit nach zu gehen. Doch mein größter Wunsch wäre es, ein (älteres) Bauernhaus mit genügend Land drum herum, damit ich Gemüse, Beeren, Obst, und natürlich auch viele verschiedene Blumen ohne chemische Hilfsmittel pflanzen könnte. Außerdem hätte ich gerne ein paar Tiere, (Ziegen, Schafe, Hasen, Schweine), um mich selbst zu versorgen, aber auch an andere abzugeben. Schön wäre auch, wenn sich andere Menschen, jung und alt, dazu gesellen könnten. Hätte es so etwas schon früher gegeben, so hätte ich mir viel mehr Zeit für meine Kinder nehmen können.

Margot Häbig (*1946), ohne erlernten Beruf, jedoch vielseitig begabt, Rheinfelden

Caroline Heise

Ich würde mir eine 20 Stundenstelle suchen, um Berufserfahrung zu sammeln und nebenbei die Ausbildung zur Hauswirtschaftsmeisterin absolvieren, oder vielleicht sogar noch mal studieren gehen. Nebenbei hätte ich dann auch noch genügend (!) Zeit für meine mich erfüllenden Ehrenämter.

Caroline Heise (*1974), Apothekenhelferin, PTA, Hauswirtschafterin & Hygieneberaterin

18 September 2006

Rinaldo Inäbnit

Für den Kinderschutz kämpfen. Zur Zeit lebe ich von gerade mal Fr. 2600.- - und ich arbeite in einer Firma, wo ich nur arbeite, weil ich muss! An Feierabend reisse ich aus und arbeite nochmals so lange für Kinder, Sport und den Kinderschutz.

Mein nächstes Ziel ist, ein 24-Stunden-Rennen rückwärts zu bewältigen - und gleichzeitig Unterschriften für besseren Kinderschutz zu sammeln.

Rinaldo Inäbnit (*1977), bei Aeschbacher

Lieber Rinaldo,
können Sie das mit dem Kinderschutz noch etwas erläutern? Was ist Ihre Motivation?


Vor drei Jahren habe ich mein Projekt gestartet: Ich jogge durch alle Schweizer Gemeinden (2800), um gegen Kindsmissbrauch zu kämpfen. Dass jemand durch alle Gemeinden joggt, wird schon zu reden geben - und dabei noch für den Schutz unserer Kinder. Das kommt bei der Bevölkerung viel mehr zum Reden, als wenn einfach einer sich in einer Gemeinde anmeldet, um mal vorbei zu gehn.

Leider ist es vielfach so, dass gute Ideen vorhanden sind - doch es fehlt an Finanzen. Da ich mich zeitlich nicht voll und ganz daran setzen konnte, verlor ich den Faden! Nun habe ich mir mit dem Rückwärts-Berglauf ein wenig einen Namen gemacht. Wenn ich nun der ganzen Presse mitteile, dass einer einen 24-Stunden-Lauf mitmacht - das alles noch retour - und zugleich für eine gute Sache kämpft, wird das wieder ein riesen Echo geben. Und so werde ich nun versuchen, via Stiftungen, Sponsoren, Spender usw. mein Projekt zu finanzieren, damit ich mich einmal voll und ganz für das Projekt einsetzen kann.

Meine Motivation
Meine Kindheit war nicht gerade einen Leckerbissen. Doch körperlich wurde mir nie etwas angetan. Aber psychische Gewalt ist auch eine Misshandlung. Nachdem ich einmal im Deutschen miterleben musste, wie ein Ferienheim Kinder körperlich und psychisch missbrauchte, ich die Polizei, Behörden und sogar die Eltern einweihte - jedoch alles nichts nützte, wusste ich, dass ich da selbst handeln muss.

In meiner Freizeit bin ich Hauptleiter einer Sport-Jugendriege. Ich habe ca. 140 Kinder pro Woche in der Turnhalle. Ich möchte diese Zeit mit diesen Kindern nicht missen. Ich weiss, wieviel einem ein Kind geben kann - und da kann ich nicht begreiffen, dass es Menschen gibt, die einem Kind etwas zu leide tun können!!! Ein Kind, das bei jemandem Schutz sucht, Wärme sucht, Geborgenheit sucht - und das dann schamlos ausgenutzt wird, um sich selbst zu befriedigen, ein Menschenleben kaputt macht - unvorstellbar!!! unmenschlich!!! unsittlich!!! einfach Krank!!!

Ich glaube, ich muss mich wieder bremsen. Sonst wird dieses Mail nie fertig. Auf jedenfall bin ich nun wieder am Aufbau für meine beiden Projekte, welche ich nun in ein Packet wickle, damit die Werbung und die Medienpresenz noch besser wird - und vielleicht wird so ein Sponsor gefunden.

17 September 2006

Johan de Wit

Es würde für mich nichts ändern. Ich arbeitete bis 1994 in Holland. Als Musiklehrer hatte ich in zwei verschiedenen Schulen etwa 18 Klassen zu versorgen - jede Woche. Trotzdem musste ich einen Nebenjob nehmen um die Familie zu unterhalten. Seit 1994 arbeite ich an einer Schule in Deutschland und bekam für diesen einen Job mehr als für die drei in Holland.
Damit war ich "freigekauft" und konnte endlich meiner "wirklichen" Arbeit nachgehen. Das heißt, in Ruhe und in überschaubaren Mengen die Schüler wirklich ins musizieren zu führen.

Johan de Wit (*1969), Musiklehrer, Ahnatal

15 September 2006

H.-Dieter Jendreyko



Das GLEICHE!


H.-Dieter Jendreyko, Od-theater, basel

Trudi Büchi

Seid für unser Einkommen per Rente gesorgt ist, arbeiten wir mit grosser Freude für alles, was uns wichtig erscheint, unsere Kreativität herausfordert und was uns geistig weiter bringt.

Trudi Büchi, Autorin der beiden Bücher: "Europa der Regionen" und "Mit 80 beginnt das Leben neu"

14 September 2006

13 September 2006

Anne Paul

Ich möchte mich von der Zwangsarbeit befreien, die ich seit 30 Jahren zu leisten genötigt bin. Als Arbeitnehmerin bin ich in vielerlei Hinsicht erpressbar, weil abhängig von meinem "Brötchengeber". Oft hatte ich vor allem in jungen Jahren das Gefühl, ich hätte meine Seele und meinen Körper verkauft. Mit ca. 1.500 Euro für jeden wäre die Sklavenhaltung der Unternehmer vorbei, die den menschenverachtenden Umgang erst ermöglicht. Erst die Freiheit, eine Arbeit anzunehmen oder abzulehnen, schafft Chancengleichheit und Selbstbestimmung!

Ich möchte Zeit haben für mehr Bewegung (statt im Büro sitzen zu müssen). Ich möchte Zeit haben für soziale Projekte, den fürsorglichen Umgang mit Menschen, die Unterstützung in ihrem Alltag benötigen. Ich möchte die Zeit haben, zu studieren aus Lust am Lernen, zu musizieren, zu tanzen, zu lesen, zu schreiben und zu reisen.

Dabei gibt es noch viel mehr, was ich hätte realisieren können, wenn ich diese Lebensbedingungen von Anfang an gehabt hätte: Vor allem die Zeit, Kinder zu haben, ohne die Angst, sie in fremde Hände geben zu müssen, die mich schließlich davon abgehalten hat, überhaupt welche zu bekommen. - Der schmerzhafteste Verzicht für mich in meinem Leben überhaupt!

Anne Paul (*1957), Betriebswirtin,

Harald Thoney

Es wäre eine grosse Entlastung. Ich könnte bedenkenlos studieren bzw. eine Ausbildung beginnen die meine Jobchancen verbessern würde. Es wäre ebenso möglich eine Arbeitstelle zu beenden, weil es das beste für alle Beteiligten wäre. Es wäre nicht notwendig sich zu malträtieren nur weil man den Job nicht verlieren will. Darüber hinaus wäre es möglich in neue Berufsfelder reinzusehn, man wäre flexiebler um sich besser zu verwirklichen.
Die Idee ist nicht neu. In unserem Betrieb, der Stiftung Fintan, wird ein ähnliches Lohnmodell diskutiert.
Ich hoffe die verkrusteten Strukturen weichen sich auf.

Harald Thoeny (*1978), Betreuer/IT-Admin, Andelfingen

12 September 2006

Philipp Roman

Ich würde weiterhin als Schauspieler arbeiten, aber ich würde wahrscheinlich aus dem Festengagement ins Leben des "freien Schauspielers" wechseln, und mehr bei Projekten mitspielen, an denen wirklich mein Herzblut hängt.

Philipp Romann (*1974), Schauspieler

11 September 2006

Christiane Thomas

Meine Arbeit im Kreisentwicklungsamt finde ich spannend und interessant. Ich würde sie nicht aufgeben, wenn für mein Einkommen gesorgt wäre. Möglicherweise würde ich nicht mehr 40 Stunden in der Woche zur Arbeit gehen, sondern sagen wir - nur noch 20. Die zugewonnene Freizeit würde ich gerne nutzen, um mich für Altenprojekte (nach dem Vorbild von Tiedoli) und für Hospize einzusetzen.

Christiane Thomas (*1962), Verwaltungsbetriebswirtin, Bautzen

06 September 2006

Achim Luibrand

Dann würde ich mein Hobby zum Beruf machen und schadhafte Häuser nach baubiologischen Kriterien sanieren. Ich hätte mehr Zeit für die Anliegen meiner Kinder und könnte mich in unserem Haushalt mehr (handwerklich) einbringen.

Achim Luibrand (*1960), Hochbau-Planer, Freiburg

05 September 2006

Walter Beutler

Ich würde dasselbe arbeiten, aber bestimmt mit einem anderen Bewusstsein – mit einem gestärkten Bewusstsein der Freiheit.

Walter Beutler