Ich müsste nicht mehr Vollzeit arbeiten, hätte Zeit für meinen 86jährigen Vater, könnte mich besser um das Haus kümmern, meinen Mann, der im Ausland arbeitet und selten zu Hause ist, öfter besuchen und mich mehr um meine eigene Gesundheit kümmern (Sport). Kurzum: alles wäre stressfreier, man könnte seine Arbeitskraft Unternehmen und Einrichtungen anbieten und nicht auf das sog. "Wohlwollen" mancher Arbeitgeber angewiesen sein. Für mich wäre das Grundeinkommen ein Stück Lebensqualität, da man unabhängiger ist und sich nicht mehr verbiegen muß um den Job zu behalten.
Gudrun Weid - Frankenstein (*1956), Erzieherin, Theres
26 Oktober 2006
20 Oktober 2006
Nils Meister
Ich habe ein bedingungsloses Grundeinkommen. Ich habe ein Jahr lang einen Freiraum und ein Grundeinkommen das sich aus mehrern Elementen ergibt. Ich merke, dass ich mich dadurch intensiver auf die Dinge Konzentrieren kann, die ich für wesentlich halte, ohne mich z.B. vor Lehrern oder Staat rechtfertigen zu müssen. Dies würde ich auch tun wenn ich ein "offizielles" Grundeinkommen hätte: wichtige Dinge tun!
Nils Meister (*1987), Freiraum Forscher
Nils Meister (*1987), Freiraum Forscher
17 Oktober 2006
Isabel Ludwig
1. Ich hätte mehr Zeit für meinen Freund, der in der Pflegewohnung im selben Dorf lebt, neben seiner medizinisch- fachlichen Begleitung der Spitex. Der Gedanke, dass er ev. doch in ein Heim muss, würde sich komplet erübrigen und liesse uns nach unserem Ideal, für einander bis zuletzt zu schauen, leben. Ohne Druck und Stresssituation existenzieller Art könnten wir aufatmen und müssten nicht ständig an der künstlich geschaffenen Armutsgrenze nach CH-Kriterien sein.
2. Ich könnte mein eben errichtetes Atelier für Figurentheater noch besser ausbauen, für mich und andere Interessenten,( berufliche Ausbildung, Figurentheaterbereich). Ich könnte angemessene Preise verlangen, so dass sie auch für andere erschwinglich wären, oder die auf dem Tauschsystem von Talenten funktioniert. Ich könne mir wirtschaftlich auch eine bescheidene Identität schaffen und danach investieren, wonach mir der Sinn steht.
Ich kann es jetzt auch, doch es geht viel langsamer. Das damit verbundene Zähe ist ständig wieder neu zu überwinden, das Nichtaufgeben immer wieder in lebendige Lebensmomente zu bringen beihnahe auch eine Kunst. Eine Kunst für sich?
3. Jedenfalls freue ich mich, mich mit der Idee des Grundeinkommens künftig mit interessierten Menschen auszutauschen, selber schon mal auf der mentalen Ebene einen Weg zu finden. Ich denke auch, das ich jederzeit im Kleinen damit anfangen kann.
Isabel Ludwig (*1955), Arbeitslos/Kindergarten/Hausfrau/Puppenspielerin, Cortébert
2. Ich könnte mein eben errichtetes Atelier für Figurentheater noch besser ausbauen, für mich und andere Interessenten,( berufliche Ausbildung, Figurentheaterbereich). Ich könnte angemessene Preise verlangen, so dass sie auch für andere erschwinglich wären, oder die auf dem Tauschsystem von Talenten funktioniert. Ich könne mir wirtschaftlich auch eine bescheidene Identität schaffen und danach investieren, wonach mir der Sinn steht.
Ich kann es jetzt auch, doch es geht viel langsamer. Das damit verbundene Zähe ist ständig wieder neu zu überwinden, das Nichtaufgeben immer wieder in lebendige Lebensmomente zu bringen beihnahe auch eine Kunst. Eine Kunst für sich?
3. Jedenfalls freue ich mich, mich mit der Idee des Grundeinkommens künftig mit interessierten Menschen auszutauschen, selber schon mal auf der mentalen Ebene einen Weg zu finden. Ich denke auch, das ich jederzeit im Kleinen damit anfangen kann.
Isabel Ludwig (*1955), Arbeitslos/Kindergarten/Hausfrau/Puppenspielerin, Cortébert
Emanuel Lutter
Ich würde mich sozial-kulturell betätigen! Ich würde ein Kindehaus führen und vielleicht nebenbei ein kleines Lädchen mit kleinen schönen Dingen, die man im Alltag nicht, aber dafür in der FreiZeit gebrauchen kann! Mein Laden würde "Onkel-Ema-Laden" heißen. :-) Ich würde nicht nicht arbeiten.
Emanuel Lutter (*1980)
Emanuel Lutter (*1980)
Eberhard Balle
Es ist eine Frechheit, dass viele denken, die Leute würden unter diesen Umständen nichts Vernünftiges mehr arbeiten wollen, außer sie selbst natürlich. Bei mir als ehemaligenm Lehrer hätte sich nichts geändert. Ich hätte wohl sorgloser gelebt und mich freier gefühlt. Vertrauen hilft, mißtrauische Kontrolle ist demotivierend und entspricht einem überholten, abstoßenden Menschenblild.
Eberhard Balle (*1939), ehemaliger Waldorflehrer, Ulm
Eberhard Balle (*1939), ehemaliger Waldorflehrer, Ulm
16 Oktober 2006
Ruth Fritschi-Good
Ich würde mich in erster Linie viel freier und gesicherter fühlen, keine Ägste vor Arbeitslosigkeit im Alter haben, hätte meine Arbeit als Familienfrau und Mutter wertgeschätzt vorgefunden, müsste mich in der Scheidungssituation nicht hintersinnen, ob ich mir das leisten kann, bekäme das Gefühl lebenswert zu sein, und Daseinsberechtigung zu haben, weil ich bin.
Ich würde meiner jetzigen Tätigkeit als Kindergärtnerin weiterhin nachgehen, müsste mich aber mit zunehmendem Alter nicht fragen ob ich mir ein Teilpensum leisten kann, würde mich meiner Nebentätigkeit als Astrologische Psychologin u. Lebensberaterin mehr widmen, könnte dort sozial abgestufte verträglichere Tarife anbieten, könnte Workshops anbieten, Vorträge halten zur Persönlichkeitsentwicklung, mehr Menschen könnten es sich leisten sich für ihre Persönlichkeitsentwicklung zu interessieren, was sich auf das Wohlbefinden der ganzen Menschheit auswirken würde, was diesem Planeten gut bekommen würde und ich könnte meine Künstlerischen und sportlichen Tätigkeiten pflegen...
Ruth Fritschi-Good (*1952), Kindergärtnerin und Astrologische Psychologin, Basel
Ich würde meiner jetzigen Tätigkeit als Kindergärtnerin weiterhin nachgehen, müsste mich aber mit zunehmendem Alter nicht fragen ob ich mir ein Teilpensum leisten kann, würde mich meiner Nebentätigkeit als Astrologische Psychologin u. Lebensberaterin mehr widmen, könnte dort sozial abgestufte verträglichere Tarife anbieten, könnte Workshops anbieten, Vorträge halten zur Persönlichkeitsentwicklung, mehr Menschen könnten es sich leisten sich für ihre Persönlichkeitsentwicklung zu interessieren, was sich auf das Wohlbefinden der ganzen Menschheit auswirken würde, was diesem Planeten gut bekommen würde und ich könnte meine Künstlerischen und sportlichen Tätigkeiten pflegen...
Ruth Fritschi-Good (*1952), Kindergärtnerin und Astrologische Psychologin, Basel
Iris Kemmner
Ich würde meine jetztigen Arbeitstellen behalten, allerdings würde mir mit einem bedingungslosen Grundeinkommen der Vergleich der Verdienste erspart bleiben! Außerdem bin ich mir sicher, dass die Wertschätzung einer Arbeit anders wäre, wenn jeder Mensch ein Einkommen hätte und es könnte endlich nicht mehr behauptet werden, irgendjemand würde auf Kosten anderer leben. Ich glaube, dass Geldmangel für sehr viele Menschen ein sehr großes Problem ist, das viel Energie raubt. Daher erhoffe ich mir von einem Grundeinkommen mehr freie Energien für gemeinschaftsbildende Projekte, die wiederum der Gesellschaft zugute kommen.
Ich arbeit gerne und freue mich, dass ich dazu viele Möglichkeiten habe.
Iris Kemmner (*1957), Orthoptistin (Schieltherapeut)
Ich arbeit gerne und freue mich, dass ich dazu viele Möglichkeiten habe.
Iris Kemmner (*1957), Orthoptistin (Schieltherapeut)
13 Oktober 2006
Iris Colsman
Ich würde meine jetzige Arbeit sicher weiter machen, da ich das Glück habe, einen selbstgeschaffenen und selbstbestimmten Arbeitsplatz zu haben. Wenn ich jedoch unabhängiger von Arbeitsstunden-Honoraren wäre, könnte ich manche Prozesse mit mehr Ruhe angehen und so meinen Klienten (Kindern und deren Eltern) auch noch mehr die Möglichkeit geben können, in die Tiefe zu gehen. In die Tiefe kann man nicht gehen, wenn man eilig ist. Auch alle Menschen um mich herum würden dann ja in ein zumindest innerlich anderes Verhältnis zu ihrer Arbeits-Zeit kommen. Ich bin überzeugt davon, dass es uns alle freier machen würde.
Iris Colsman (*1958), Heilpädagogin
Iris Colsman (*1958), Heilpädagogin
05 Oktober 2006
Susanne Wiest
Ich habe eine sehr schöne Arbeit. Ich arbeite 30 stunden die Woche mit Kinder im Alter von 2-6 Jahren. Das würde ich weitermachen. Außerdem möchte ich ein "Kinderhaus" ins Leben rufen. Einen Raum für Kleine und Größere Kinder zum Dasein, sich ausprobieren, heil werden. Das mache ich mit und auch ohne Grundeinkommen. Doch es würde mich so freuen, wenn es für mich und meine 2 Kinder diese Grundsicherung gäbe. Das wäre mehr als ich jetzt verdiene. Außerdem würde ich sehr gerne nur 4 oder 3 Tage die Woche mit kleinen Kinder "arbeiten". Ich wäre gut gelaunt, entspannt, inspiriert und würde mich immer freuen die Kinder wiederzusehen... und anders möchte ich eigentlich kleinen Menschen und auch Großen nicht begegnen. Grundeinkommen ist die beste Idee seit Langem. Hurra!
Susanne Wiest (*1967), Greifswald, ich arbeite in einem kleinen Kindergarten
Susanne Wiest (*1967), Greifswald, ich arbeite in einem kleinen Kindergarten
04 Oktober 2006
Roger Le Marié
Vorerst würde sich bei mir nichts verändern. Ich lebe so, wie wenn ich schon ein bedingungsloses Grundeinkommen hätte (was mich allerdings etwas kostet, d.h. ich lebe mit ca. CHF 1700.- pro Monat). Ein bedingungsloses Grundeinkommen von CHF 2500.- pro Monat würde bei mir also 50% mehr (!!!)Ressourcen freimachen. Diese Ressourcen würde ich langfristig wahrscheinlich in zwei Projekte stecken: die Reifung meiner Persönlichkeit (Projekt Atman) und den Aufbau eines Sterbehospizes für "menschenwürdiges" sterben (Projekt Schmetterling).
Roger Le Marié (*1971), Grafiker, La Tour-de-Peilz
Roger Le Marié (*1971), Grafiker, La Tour-de-Peilz
03 Oktober 2006
Margot Häbig
Da ich Erwerbsunfähigkeitsrente in Höhe von 599 Euro beziehe, kann ich mir keine Sprünge erlauben. Leider bin ich nicht mehr in der Lage einer regelmäßigen Arbeit nach zu gehen. Doch mein größter Wunsch wäre es, ein (älteres) Bauernhaus mit genügend Land drum herum, damit ich Gemüse, Beeren, Obst, und natürlich auch viele verschiedene Blumen ohne chemische Hilfsmittel pflanzen könnte. Außerdem hätte ich gerne ein paar Tiere, (Ziegen, Schafe, Hasen, Schweine), um mich selbst zu versorgen, aber auch an andere abzugeben. Schön wäre auch, wenn sich andere Menschen, jung und alt, dazu gesellen könnten. Hätte es so etwas schon früher gegeben, so hätte ich mir viel mehr Zeit für meine Kinder nehmen können.
Margot Häbig (*1946), ohne erlernten Beruf, jedoch vielseitig begabt, Rheinfelden
Margot Häbig (*1946), ohne erlernten Beruf, jedoch vielseitig begabt, Rheinfelden
Caroline Heise
Ich würde mir eine 20 Stundenstelle suchen, um Berufserfahrung zu sammeln und nebenbei die Ausbildung zur Hauswirtschaftsmeisterin absolvieren, oder vielleicht sogar noch mal studieren gehen. Nebenbei hätte ich dann auch noch genügend (!) Zeit für meine mich erfüllenden Ehrenämter.
Caroline Heise (*1974), Apothekenhelferin, PTA, Hauswirtschafterin & Hygieneberaterin
Caroline Heise (*1974), Apothekenhelferin, PTA, Hauswirtschafterin & Hygieneberaterin
18 September 2006
Rinaldo Inäbnit
Für den Kinderschutz kämpfen. Zur Zeit lebe ich von gerade mal Fr. 2600.- - und ich arbeite in einer Firma, wo ich nur arbeite, weil ich muss! An Feierabend reisse ich aus und arbeite nochmals so lange für Kinder, Sport und den Kinderschutz.
Mein nächstes Ziel ist, ein 24-Stunden-Rennen rückwärts zu bewältigen - und gleichzeitig Unterschriften für besseren Kinderschutz zu sammeln.
Rinaldo Inäbnit (*1977), bei Aeschbacher
Lieber Rinaldo,
können Sie das mit dem Kinderschutz noch etwas erläutern? Was ist Ihre Motivation?
Vor drei Jahren habe ich mein Projekt gestartet: Ich jogge durch alle Schweizer Gemeinden (2800), um gegen Kindsmissbrauch zu kämpfen. Dass jemand durch alle Gemeinden joggt, wird schon zu reden geben - und dabei noch für den Schutz unserer Kinder. Das kommt bei der Bevölkerung viel mehr zum Reden, als wenn einfach einer sich in einer Gemeinde anmeldet, um mal vorbei zu gehn.
Leider ist es vielfach so, dass gute Ideen vorhanden sind - doch es fehlt an Finanzen. Da ich mich zeitlich nicht voll und ganz daran setzen konnte, verlor ich den Faden! Nun habe ich mir mit dem Rückwärts-Berglauf ein wenig einen Namen gemacht. Wenn ich nun der ganzen Presse mitteile, dass einer einen 24-Stunden-Lauf mitmacht - das alles noch retour - und zugleich für eine gute Sache kämpft, wird das wieder ein riesen Echo geben. Und so werde ich nun versuchen, via Stiftungen, Sponsoren, Spender usw. mein Projekt zu finanzieren, damit ich mich einmal voll und ganz für das Projekt einsetzen kann.
Meine Motivation
Meine Kindheit war nicht gerade einen Leckerbissen. Doch körperlich wurde mir nie etwas angetan. Aber psychische Gewalt ist auch eine Misshandlung. Nachdem ich einmal im Deutschen miterleben musste, wie ein Ferienheim Kinder körperlich und psychisch missbrauchte, ich die Polizei, Behörden und sogar die Eltern einweihte - jedoch alles nichts nützte, wusste ich, dass ich da selbst handeln muss.
In meiner Freizeit bin ich Hauptleiter einer Sport-Jugendriege. Ich habe ca. 140 Kinder pro Woche in der Turnhalle. Ich möchte diese Zeit mit diesen Kindern nicht missen. Ich weiss, wieviel einem ein Kind geben kann - und da kann ich nicht begreiffen, dass es Menschen gibt, die einem Kind etwas zu leide tun können!!! Ein Kind, das bei jemandem Schutz sucht, Wärme sucht, Geborgenheit sucht - und das dann schamlos ausgenutzt wird, um sich selbst zu befriedigen, ein Menschenleben kaputt macht - unvorstellbar!!! unmenschlich!!! unsittlich!!! einfach Krank!!!
Ich glaube, ich muss mich wieder bremsen. Sonst wird dieses Mail nie fertig. Auf jedenfall bin ich nun wieder am Aufbau für meine beiden Projekte, welche ich nun in ein Packet wickle, damit die Werbung und die Medienpresenz noch besser wird - und vielleicht wird so ein Sponsor gefunden.
Mein nächstes Ziel ist, ein 24-Stunden-Rennen rückwärts zu bewältigen - und gleichzeitig Unterschriften für besseren Kinderschutz zu sammeln.
Rinaldo Inäbnit (*1977), bei Aeschbacher
Lieber Rinaldo,
können Sie das mit dem Kinderschutz noch etwas erläutern? Was ist Ihre Motivation?
Vor drei Jahren habe ich mein Projekt gestartet: Ich jogge durch alle Schweizer Gemeinden (2800), um gegen Kindsmissbrauch zu kämpfen. Dass jemand durch alle Gemeinden joggt, wird schon zu reden geben - und dabei noch für den Schutz unserer Kinder. Das kommt bei der Bevölkerung viel mehr zum Reden, als wenn einfach einer sich in einer Gemeinde anmeldet, um mal vorbei zu gehn.
Leider ist es vielfach so, dass gute Ideen vorhanden sind - doch es fehlt an Finanzen. Da ich mich zeitlich nicht voll und ganz daran setzen konnte, verlor ich den Faden! Nun habe ich mir mit dem Rückwärts-Berglauf ein wenig einen Namen gemacht. Wenn ich nun der ganzen Presse mitteile, dass einer einen 24-Stunden-Lauf mitmacht - das alles noch retour - und zugleich für eine gute Sache kämpft, wird das wieder ein riesen Echo geben. Und so werde ich nun versuchen, via Stiftungen, Sponsoren, Spender usw. mein Projekt zu finanzieren, damit ich mich einmal voll und ganz für das Projekt einsetzen kann.
Meine Motivation
Meine Kindheit war nicht gerade einen Leckerbissen. Doch körperlich wurde mir nie etwas angetan. Aber psychische Gewalt ist auch eine Misshandlung. Nachdem ich einmal im Deutschen miterleben musste, wie ein Ferienheim Kinder körperlich und psychisch missbrauchte, ich die Polizei, Behörden und sogar die Eltern einweihte - jedoch alles nichts nützte, wusste ich, dass ich da selbst handeln muss.
In meiner Freizeit bin ich Hauptleiter einer Sport-Jugendriege. Ich habe ca. 140 Kinder pro Woche in der Turnhalle. Ich möchte diese Zeit mit diesen Kindern nicht missen. Ich weiss, wieviel einem ein Kind geben kann - und da kann ich nicht begreiffen, dass es Menschen gibt, die einem Kind etwas zu leide tun können!!! Ein Kind, das bei jemandem Schutz sucht, Wärme sucht, Geborgenheit sucht - und das dann schamlos ausgenutzt wird, um sich selbst zu befriedigen, ein Menschenleben kaputt macht - unvorstellbar!!! unmenschlich!!! unsittlich!!! einfach Krank!!!
Ich glaube, ich muss mich wieder bremsen. Sonst wird dieses Mail nie fertig. Auf jedenfall bin ich nun wieder am Aufbau für meine beiden Projekte, welche ich nun in ein Packet wickle, damit die Werbung und die Medienpresenz noch besser wird - und vielleicht wird so ein Sponsor gefunden.
17 September 2006
Johan de Wit
Es würde für mich nichts ändern. Ich arbeitete bis 1994 in Holland. Als Musiklehrer hatte ich in zwei verschiedenen Schulen etwa 18 Klassen zu versorgen - jede Woche. Trotzdem musste ich einen Nebenjob nehmen um die Familie zu unterhalten. Seit 1994 arbeite ich an einer Schule in Deutschland und bekam für diesen einen Job mehr als für die drei in Holland.
Damit war ich "freigekauft" und konnte endlich meiner "wirklichen" Arbeit nachgehen. Das heißt, in Ruhe und in überschaubaren Mengen die Schüler wirklich ins musizieren zu führen.
Johan de Wit (*1969), Musiklehrer, Ahnatal
Damit war ich "freigekauft" und konnte endlich meiner "wirklichen" Arbeit nachgehen. Das heißt, in Ruhe und in überschaubaren Mengen die Schüler wirklich ins musizieren zu führen.
Johan de Wit (*1969), Musiklehrer, Ahnatal
15 September 2006
Trudi Büchi
Seid für unser Einkommen per Rente gesorgt ist, arbeiten wir mit grosser Freude für alles, was uns wichtig erscheint, unsere Kreativität herausfordert und was uns geistig weiter bringt.
Trudi Büchi, Autorin der beiden Bücher: "Europa der Regionen" und "Mit 80 beginnt das Leben neu"
Trudi Büchi, Autorin der beiden Bücher: "Europa der Regionen" und "Mit 80 beginnt das Leben neu"
14 September 2006
13 September 2006
Anne Paul
Ich möchte mich von der Zwangsarbeit befreien, die ich seit 30 Jahren zu leisten genötigt bin. Als Arbeitnehmerin bin ich in vielerlei Hinsicht erpressbar, weil abhängig von meinem "Brötchengeber". Oft hatte ich vor allem in jungen Jahren das Gefühl, ich hätte meine Seele und meinen Körper verkauft. Mit ca. 1.500 Euro für jeden wäre die Sklavenhaltung der Unternehmer vorbei, die den menschenverachtenden Umgang erst ermöglicht. Erst die Freiheit, eine Arbeit anzunehmen oder abzulehnen, schafft Chancengleichheit und Selbstbestimmung!
Ich möchte Zeit haben für mehr Bewegung (statt im Büro sitzen zu müssen). Ich möchte Zeit haben für soziale Projekte, den fürsorglichen Umgang mit Menschen, die Unterstützung in ihrem Alltag benötigen. Ich möchte die Zeit haben, zu studieren aus Lust am Lernen, zu musizieren, zu tanzen, zu lesen, zu schreiben und zu reisen.
Dabei gibt es noch viel mehr, was ich hätte realisieren können, wenn ich diese Lebensbedingungen von Anfang an gehabt hätte: Vor allem die Zeit, Kinder zu haben, ohne die Angst, sie in fremde Hände geben zu müssen, die mich schließlich davon abgehalten hat, überhaupt welche zu bekommen. - Der schmerzhafteste Verzicht für mich in meinem Leben überhaupt!
Anne Paul (*1957), Betriebswirtin,
Ich möchte Zeit haben für mehr Bewegung (statt im Büro sitzen zu müssen). Ich möchte Zeit haben für soziale Projekte, den fürsorglichen Umgang mit Menschen, die Unterstützung in ihrem Alltag benötigen. Ich möchte die Zeit haben, zu studieren aus Lust am Lernen, zu musizieren, zu tanzen, zu lesen, zu schreiben und zu reisen.
Dabei gibt es noch viel mehr, was ich hätte realisieren können, wenn ich diese Lebensbedingungen von Anfang an gehabt hätte: Vor allem die Zeit, Kinder zu haben, ohne die Angst, sie in fremde Hände geben zu müssen, die mich schließlich davon abgehalten hat, überhaupt welche zu bekommen. - Der schmerzhafteste Verzicht für mich in meinem Leben überhaupt!
Anne Paul (*1957), Betriebswirtin,
Harald Thoney
Es wäre eine grosse Entlastung. Ich könnte bedenkenlos studieren bzw. eine Ausbildung beginnen die meine Jobchancen verbessern würde. Es wäre ebenso möglich eine Arbeitstelle zu beenden, weil es das beste für alle Beteiligten wäre. Es wäre nicht notwendig sich zu malträtieren nur weil man den Job nicht verlieren will. Darüber hinaus wäre es möglich in neue Berufsfelder reinzusehn, man wäre flexiebler um sich besser zu verwirklichen.
Die Idee ist nicht neu. In unserem Betrieb, der Stiftung Fintan, wird ein ähnliches Lohnmodell diskutiert.
Ich hoffe die verkrusteten Strukturen weichen sich auf.
Harald Thoeny (*1978), Betreuer/IT-Admin, Andelfingen
Die Idee ist nicht neu. In unserem Betrieb, der Stiftung Fintan, wird ein ähnliches Lohnmodell diskutiert.
Ich hoffe die verkrusteten Strukturen weichen sich auf.
Harald Thoeny (*1978), Betreuer/IT-Admin, Andelfingen
12 September 2006
Philipp Roman
Ich würde weiterhin als Schauspieler arbeiten, aber ich würde wahrscheinlich aus dem Festengagement ins Leben des "freien Schauspielers" wechseln, und mehr bei Projekten mitspielen, an denen wirklich mein Herzblut hängt.
Philipp Romann (*1974), Schauspieler
Philipp Romann (*1974), Schauspieler
11 September 2006
Christiane Thomas
Meine Arbeit im Kreisentwicklungsamt finde ich spannend und interessant. Ich würde sie nicht aufgeben, wenn für mein Einkommen gesorgt wäre. Möglicherweise würde ich nicht mehr 40 Stunden in der Woche zur Arbeit gehen, sondern sagen wir - nur noch 20. Die zugewonnene Freizeit würde ich gerne nutzen, um mich für Altenprojekte (nach dem Vorbild von Tiedoli) und für Hospize einzusetzen.
Christiane Thomas (*1962), Verwaltungsbetriebswirtin, Bautzen
Christiane Thomas (*1962), Verwaltungsbetriebswirtin, Bautzen
06 September 2006
Achim Luibrand
Dann würde ich mein Hobby zum Beruf machen und schadhafte Häuser nach baubiologischen Kriterien sanieren. Ich hätte mehr Zeit für die Anliegen meiner Kinder und könnte mich in unserem Haushalt mehr (handwerklich) einbringen.
Achim Luibrand (*1960), Hochbau-Planer, Freiburg
Achim Luibrand (*1960), Hochbau-Planer, Freiburg
05 September 2006
Walter Beutler
Ich würde dasselbe arbeiten, aber bestimmt mit einem anderen Bewusstsein – mit einem gestärkten Bewusstsein der Freiheit.
Walter Beutler
Walter Beutler
26 August 2006
Johanna Giovannini
Dasselbe wie jetzt: als außerschulische Lehrerin mit rahmensprengenden Kindern neue Lernorte entwickeln.
Wäre für mein Einkommen gesorgt, könnte ich dies noch radikaler machen d.h. müsste nicht soviel Zeit und Energie von dieser meiner Arbeit abspalten, um für das Einkommen zu sorgen.
Johanna Giovannini, Scharnhorst
Wäre für mein Einkommen gesorgt, könnte ich dies noch radikaler machen d.h. müsste nicht soviel Zeit und Energie von dieser meiner Arbeit abspalten, um für das Einkommen zu sorgen.
Johanna Giovannini, Scharnhorst
21 August 2006
Manuela T.
Ich würde weiterarbeiten wie bisher, ausser dass ich mehr mitbestimmen könnte, wofür ich arbeite, wofür ich Werbung mache - bin selbständig im grafischen Bereich tätig. Der Monatliche Kampf ums Geld würde wegfallen. Mit 2'500 Franken hätte ich viel mehr Geld als jetzt. Diese Energie die ich für den täglichen Geldkampf bräuchte, könnte ich für Wünsche und Träume einsetzen.
Manuela T. (*1966), Gestalterin, Rheinfelden
Manuela T. (*1966), Gestalterin, Rheinfelden
10 August 2006
Claudia Maierhofer
Mutter Erde, auf dieser wir leben ist ein bewusstes Lebewesen und ich denke es gibt wieder Sinn, dass jeder dies tut, wofür er sich berufen hält und für ihn persönlich Sinn gibt. Denn der Sinn ist in unserer Gesellschaft verlorengegangen und dies wirkt sich auf die Krankenstatistik aus. Ein Grundeinkommen für jeden bedingungslos nimmt viele Ängste weg und die Angst ist der größte Killer des Immunsystems. Diese Idee von dem bedingungslosen Grundeinkommen gibt Sinn für die Zukunft, wobei dieses auch positiv dazu beiträgt, dass die Entspannung und Anspannung wieder ausgeglichen wird bei jedem einzelnen, wobei natürlich niemals die Eigenverantwortlichkeit verloren gehen darf. Denn der Geist bestimmt die Wirklichkeit.
Claudia Maierhofer (*1970), Psychologische Lebensberaterin, Neuötting
Claudia Maierhofer (*1970), Psychologische Lebensberaterin, Neuötting
07 August 2006
Andrea P.
Auch ich gehöre zu denen, die nicht glauben, dass mit einem Grundeinkommen das allgemeine Faulenzen ausbrechen würde. Sicher würden sich manche eine Auszeit gönnen, die beruflich überlastet und gestresst sind. Aber danach hat man wieder Energie und möchte etwas tun! Nichtstun macht auf Dauer nicht glücklich. Arbeit hat etwas Befriedigendes. Sie ist Möglichkeit, die eigene Persönlichkeit auszudrücken und durch die Rückmeldung der Mitmenschen, die das Produkt meiner Arbeit konsumieren, ist sie auch Quelle der Selbstbestätigung und Anerkennung. Auf diese wunderbaren "Streicheleinheiten" will bestimmt keiner verzichten! Durch ein Grundeinkommen wäre uns erst mal viel Zwang, Druck und Belastung genommen. Jemand, der heute arbeitslos ist, schreibt hunderte von Bewerbungen, bietet sich an wie ein Stück Vieh und bekommt nirgends eine Chance. Und er denkt, er sei ein schlechter Mensch, wertlos für die Gesellschaft. Durch diese ständige Ablehnung liegen so viele Talente und Fähigkeiten brach, ein riesiges Potential wird hier einfach ignoriert.
Weit über seine beruflichen Qualifikationen hinaus, hat jeder Mensch noch zahlreiche andere Begabungen, die keine Berufsbezeichnung haben, die aber genauso sinn- und wertvoll sind und dadurch, dass das Grundeinkommen gesichert ist, könnten all diese Menschen endlich tätig werden, sich einbringen. Auch Menschen, die heute nur eingeschränkt erwerbsfähig sind, z. B. aus gesundheitlichen Gründen, wären dadurch produktiver, weil sie eine Menge anderer Fähigkeiten einbringen könnten, für die sich im derzeitigen System niemand interessiert. Wenn ich ein gesichertes Einkommen hätte, würde ich erst mal in die Natur hinaus gehen, tief durchatmen und sämtliche Zwänge abstreifen, besonders die Schuldgefühle, die einem von der Gesellschaft übergestülpt werden. Und danach würde ich richtig durchstarten. Mal zeigen, was in mir steckt! Und viel freudiger und glücklicher an alles herangehen als bisher! Warum sind manche arbeitsunwillig? - Weil die Bedingungen schon so unmenschlich geworden sind. Wird das wieder der menschlichen Leistungsfähigkeit angepasst, kann man wieder ohne Angst vor Kündigung oder anderen Repressionen arbeiten, wird man wieder viele für Erwerbstätigkeit gewinnen!
Andrea P. (*1971), mehrere abgeschlossenen Ausbildungen
Weit über seine beruflichen Qualifikationen hinaus, hat jeder Mensch noch zahlreiche andere Begabungen, die keine Berufsbezeichnung haben, die aber genauso sinn- und wertvoll sind und dadurch, dass das Grundeinkommen gesichert ist, könnten all diese Menschen endlich tätig werden, sich einbringen. Auch Menschen, die heute nur eingeschränkt erwerbsfähig sind, z. B. aus gesundheitlichen Gründen, wären dadurch produktiver, weil sie eine Menge anderer Fähigkeiten einbringen könnten, für die sich im derzeitigen System niemand interessiert. Wenn ich ein gesichertes Einkommen hätte, würde ich erst mal in die Natur hinaus gehen, tief durchatmen und sämtliche Zwänge abstreifen, besonders die Schuldgefühle, die einem von der Gesellschaft übergestülpt werden. Und danach würde ich richtig durchstarten. Mal zeigen, was in mir steckt! Und viel freudiger und glücklicher an alles herangehen als bisher! Warum sind manche arbeitsunwillig? - Weil die Bedingungen schon so unmenschlich geworden sind. Wird das wieder der menschlichen Leistungsfähigkeit angepasst, kann man wieder ohne Angst vor Kündigung oder anderen Repressionen arbeiten, wird man wieder viele für Erwerbstätigkeit gewinnen!
Andrea P. (*1971), mehrere abgeschlossenen Ausbildungen
Monika Brückl
Ich bin Angestellte, verdiene ordentlich und werde in 3 Jahren in Rente gehen - so Gott will. Wenn heute bereits ein bedingungsloses Grundeinkommen existieren würde, würde ich auf jeden Fall weiterarbeiten bis zum Schluss und mir mit dem zusätzlichen Geld meinen Traum von einem nagelneuen Wohnmobil erfüllen.
Wenn ich allerdings dieses Grundeinkommen schon in meiner Jugend gehabt hätte, dann hätte ich damals Philosophie und Psychologie studiert und wäre heute in meinem Wunschberuf tätig.
Ich finde es sehr schade, dass bei uns einfachen Bürgern die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens noch völlig unbekannt ist. Wäre ich nicht zufällig im Internet über dieses Thema gestolpert, könnte ich mir ebenfalls keine Meinung zum Thema bilden. Ich wünsche mir, dass sich in dieser Beziehung baldmöglichst etwas ändert.
Monika Brückl (*1948), Industriekauffrau, Winterlingen
Wenn ich allerdings dieses Grundeinkommen schon in meiner Jugend gehabt hätte, dann hätte ich damals Philosophie und Psychologie studiert und wäre heute in meinem Wunschberuf tätig.
Ich finde es sehr schade, dass bei uns einfachen Bürgern die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens noch völlig unbekannt ist. Wäre ich nicht zufällig im Internet über dieses Thema gestolpert, könnte ich mir ebenfalls keine Meinung zum Thema bilden. Ich wünsche mir, dass sich in dieser Beziehung baldmöglichst etwas ändert.
Monika Brückl (*1948), Industriekauffrau, Winterlingen
05 August 2006
Heinz Erismann
Vor über zwei Jahren entschied ich einen anderen Weg zu gehen. Geld zu haben war mir nicht mehr wichtig, dafür aber Zeit zu haben. Das Leben bekam für mich einen anderen Sinn. Endlich konnte ich arbeiten, was ich mir schon lange wünschte. Fantastisch was für neue Perspektiven sich für mich öffneten. Ich glaube, dass ich jetzt mehr arbeite als früher, denn es macht mehr Spass und gibt volle Befriedigung. Verdienen tue ich zwar kaum, dafür machen meine Arbeiten Sinn. Bald sind meine Reserven aufgebraucht und es ist schwierig der Existenzangst zu entfliehen, aber ich bin sicher, dass sich demnächst eine neue Türe öffnen wird. Natürlich wäre ein gesichertes Grundeinkommen fantastisch, es würde noch mehr Energie freisetzen und machte mich ganz frei.
Heinz Erismann (*1952), Fotograf, Panarea Italien
Heinz Erismann (*1952), Fotograf, Panarea Italien
Brigitte Schneider
Aus der Sicht einer IV-Rentnerin:
Für jene, die nichts auf der Seite haben, und die von dem Grundeinkommen von Fr. 2500 leben müssten, reicht dieses Geld nicht, um davon - auf die Dauer - immer alle Rechnungen zu bezahlen. Hier wäre es unmöglich, sich so "frei" zu fühlen, um Reisen zu unternehmen, eine Schule oder ein Geschäft zu gründen, usw. Daher müsste das Grundeinkommen zeitgemäss Fr. 3000 betragen, damit man nicht wieder von weiteren Institutionen abhängig ist, welche in der Not z.B. die hohe Zahnarztrechnung bezahlen müssten, die Heizkostenrechnung, oder gar einen Zustupf für Winterschuhe geben müssten (siehe EL-Bezüger, die hin und wieder eben genau solche Zustüpfe benötigen).
Ganz sicher würde ich aber auch - als IV-Rentnerin - mit einem Grundeinkommen besser dastehen, denn ich dürfte mich damit auf der Strasse draussen auch BEWEGEN, ohne jeweils von manchen Leuten schief oder missbilligend angeschaut zu werden.
Ich hätte es mit einem Grundeinkommen, welches für alle gleich gilt, viel einfacher, mir Wege in der Form einer Tätigkeit zu suchen, um langsam wieder zu gesunden. Weil dann - systembedingt - auch den Kranken weniger Steine in den Weg gelegt würden und somit auch enorme IV-Kosten gespart werden könnten.
Ansonsten würde ich mit einem Grundeinkommen ganz sicher ehrenamtliche Tätigkeiten ausführen. Ich wäre - weil ich mich ja wie jeder bestätigt fühlen möchte - besonders kreativ.
Brigitte Schneider, IV-Rentnerin, Basler Armutskonferenz von unten, Riehen
Für jene, die nichts auf der Seite haben, und die von dem Grundeinkommen von Fr. 2500 leben müssten, reicht dieses Geld nicht, um davon - auf die Dauer - immer alle Rechnungen zu bezahlen. Hier wäre es unmöglich, sich so "frei" zu fühlen, um Reisen zu unternehmen, eine Schule oder ein Geschäft zu gründen, usw. Daher müsste das Grundeinkommen zeitgemäss Fr. 3000 betragen, damit man nicht wieder von weiteren Institutionen abhängig ist, welche in der Not z.B. die hohe Zahnarztrechnung bezahlen müssten, die Heizkostenrechnung, oder gar einen Zustupf für Winterschuhe geben müssten (siehe EL-Bezüger, die hin und wieder eben genau solche Zustüpfe benötigen).
Ganz sicher würde ich aber auch - als IV-Rentnerin - mit einem Grundeinkommen besser dastehen, denn ich dürfte mich damit auf der Strasse draussen auch BEWEGEN, ohne jeweils von manchen Leuten schief oder missbilligend angeschaut zu werden.
Ich hätte es mit einem Grundeinkommen, welches für alle gleich gilt, viel einfacher, mir Wege in der Form einer Tätigkeit zu suchen, um langsam wieder zu gesunden. Weil dann - systembedingt - auch den Kranken weniger Steine in den Weg gelegt würden und somit auch enorme IV-Kosten gespart werden könnten.
Ansonsten würde ich mit einem Grundeinkommen ganz sicher ehrenamtliche Tätigkeiten ausführen. Ich wäre - weil ich mich ja wie jeder bestätigt fühlen möchte - besonders kreativ.
Brigitte Schneider, IV-Rentnerin, Basler Armutskonferenz von unten, Riehen
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