31 Dezember 2011

Walter Schöb

ich würde sofort mit meiner frau nach brasilien auswandern und aufhören zu arbeiten, sondern nur noch das machen woran ich wirklich interesse habe. (Maximierung meines nutzens)

Walter Schöb (*1954), Gastronomie, Zürich

Boris Piepenbrink

Ich würde schlicht und ergreifend so wenig wie möglich arbeiten. Ich hätte auch nicht die geringste Ambition, irgendwas Ehrenamtliches zu machen. Und ein weiterer selbsternannter "Künstler" oder "Oma-über-die-Straße-Bringer"... den braucht wohl auch niemand. Ganz ehrlich, ich würde die Kohle einfach einstreichen und mir einen Ast freuen, dass Leute so bescheuert sind, und mir Geld schenken. Als nächstes würde ich es doof finden, dass alles teurer wird und ich mehr Miete und Geld für Nahrungsmittel, Genussmittel sonstiges ausgeben muss, weil ja jetzt auch alle mehr Geld fürs Nichtstun bekommen und ergo auch mehr für alles verlangt werden wird. Aber dafür kann mich dann ja bei den Leuten ausheulen, die jetzt alle ehrenamtlich sozial tätig sind. Das wird bestimmt toll, wenn alle ihre musische und soziale Ader erkennen. Und wenn einem dann gebratene Taube in den Mund fliegen, hachja, das wird ein Spass. Macht Ihr mal.

Boris Piepenbrink (*1976)

Herbert Jutzi

Ich hätte genau das selbe gemacht wie anhin, hätte jedoch die Möglichkeit gehabt, vermehrt Aufträge anzunehmen, die nicht honoriert werden müssen.

Herbert Jutzi (*1938), Innenarchitekt VSI, Hinterkappelen

Alexandra Schwarz

Ich würde schreiben. Geschichten schreiben und sie im Internet allen interessierten Lesern zur Verfügung stellen. Und ich würde Schafe züchten und die Wolle verarbeiten. Mehr Bienen halten und mir außerdem Hühner anschaffen. Und entweder würden wir ein Zimmer in unserem Haus an Studierende untervermieten oder aber ein Pflegekind aufnehmen.

Alexandra Schwarz, (1969), Sozialarbeiterin, Koblenz

25 Dezember 2011

Ralph Huber

Ich habe mich bis heute nie so richtig politischen Interessen hingegeben. Mit der Idee vom BGE hege ich zum ersten Mal grosse Hoffnungen in eine Zukunft die menschenwürdige wäre. Würde ich noch Arbeiten mit dem BGE? ABER SICHER!!! Ich bin Webdesigner und konnte mir bisweilen Werbung nicht leisten. Die Aufträge kommen ausschliesslich über Mundpropaganda. Deshalb kratze ich eigentlich nur immer an der Oberfläche und weiss nie, ob ich am Ende des Monats meine Rechnungen bezahlen kann. Mit dem BGE könnte ich Angst und stressfrei arbeiten, hätte also den Kopf frei und viel mehr Power, weil keine Angst mehr da wäre die lähmt. Zudem würde ich ein Projekt (interaktive Lernsoftware für Piloten) wieder aufnehmen. Das Projekt musste ich wegen Geld und Zeitmangel wieder aufgeben. Zudem würde ich ein Buch fertig schreiben das ich schon lange mal begonnen hätte. All das wäre mit dem BGE möglich, eigentlich fast unvorstellbar. Aber wie war das z.B. noch mit dem Fall der Mauer? Ich habe Verwandte in Berlin und war 1988 mit meiner Frau bei ihnen zu Besuch. Als meine Frau den unglaublichen Einfall hatte und zu meinen Verwandten sagte, was meint Ihr? Wäre das nicht Weihnachten, Ostern, Urlaub und Geburtstag zugleich wenn die Mauer fallen würde? Ein lautes Lachen ging dazumal durch die Runde: Vergiss es, das werden wir in diesem Leben nicht mehr erleben!!! Die Geschichte hat uns dann Anderes gelehrt.
Wer glaubt, Situationen ändern sich nicht grundlegend, der irrt gewaltig. Ich glaube ans BGE! Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es schneller kommt als man glaubt. Wenn die kritische Masse erreicht ist, gibt es einen Dominoeffekt. Ich sehe den in nicht all zu fernen Zukunft kommen und freue mich riesig darauf.

Ralph Huber (*1963), Webdesigner, Ramsen

Hans Werner Figler

Meine Frau starb vor 8 Jahren (20 Jahre). wir haben die Erwerbsarbeit immer gesplittet, damit wir Zeit für unsere Beziehung und für unsere Kinder hatten. Ich finde, dass man das heute an den Kindern (26/19) merkt. Ich erhalte aufgrund einer Erkrankung Frührente und Witwerrente. Beides zusammen reicht nicht aus. Die Zeit, die wir für unsere Kinder hatten, wurde und wird eben nicht bezahlt. Ich muss nebenher "verdienen", um mich über Wasser zu halten.
WAS FÜR EINE BEFREIUNG, WENN DIESES GANZE GERANGEL UM GELDERWERB WEGFALLEN WÜRDE !!!
ICH WÜRDE MICH EINFACH AM LEBEN FREUEN UND KÖNNTE VIELEN MENSCHEN, DIE MIR ÜBER DEN WEG LAUFEN MEINE LIEBE, MEINE FÄHIGKEITEN UND FERTIGKEITEN WEITERGEBEN. OHNE EXISTENZÄNGSTE ZU SEIN, WEIL FÜR MICH GESORGT IST --- DAS WÜRDE UNGEAHNTE SOZIALE RESSOURCEN IN MIR FREISETZEN UND EINEN GANZ NEUEN BEGRIFF VON ARBEIT. ICH WÜRDE GOTT AUF DEN KNIEEN DANKEN UND STOLZ SEIN AUF DAS LAND, DEM ICH ANGEHÖRE. ZU POLITIKERN UND WIRTSCHAFTSEXPERTEN, DIE DIESE REALE FREIHEITSMÖGLICHKEIT SCHAFFEN WÜRDEN, KÖNNTE ICH WIEDER AUFSCHAUEN. GEGENSEITIGE ACHTUNG, GRÖSSERE SOZIALE UND REGIONALE MOBILITÄT... Ich merke, dass mir der Gedanke an ein unbedingtes Grundeinkommen Flügel verleihen würde und produktive Ideen auf allen Lebensebenen.

Hans Werner Figler (*1952), Dipl.Pädagoge, Heilpäd., Therapeut ; z.Zt. Frührentner, Freiburg

05 Dezember 2011

Philip Wienand

wenn für mein Auskommen gesorgt wäre, könnte ich wirklich tun was ich verwirklichen möchte. Das kann ich auch jetzt schon, aber unter einem enormen gesellschaftlichen Druck und Leistungsstress. in erster Linie würde ich mich über die allgemeine Entspannung freuen, es genießen zu sehen, wie Leute plötzlich DAS TUN WAS SIE WIRKLICH TUN WOLLEN. Nach diesem intensiven Genuss würde ich darangehen, meine eigenen Visionen und Ideen umzusetzen, und zwar ganz zwanglos. das bedeutet für mich, es entsteht ein FLOW in meinem Leben, das Vertrauen, getragen zu sein (vom LEBEN, von der GEMEINSCHAFT) und es würde ein unglaubliches Selbstwertgefühl mit sich bringen, daß ich gut bin, so wie ich bin und das alles was ich WILL und TU GUT IST SO WIE ES IST. Wow ! diese unglaubliche Befreiung muß man sich erst mal vergegenwärtigen, ja und um etwas konkreter zu werden, ich würde von einer Tätigkeit zur anderen, mich kreativ betätigen, mich hier und da vertiefen (vielleicht auch einige Tage in ein Thema / Prozess) und dann weitergehen mit dem Fluss meines persönlichen Lebens, und staunen über die Begegnungen, die Synergien und andere Phänomene die meinen Weg kreuzen. ich würde spielen, ganz viel spielen und tanzen, flirten, mit Kindern Späße treiben, geistig-philiosophische Texte schreiben, spontane Vorträge halten, an Asambleas teilnehmen, in einer Basisdemokratischen Schule (Sudbury / Summerhill / Montessori oder ähnliches Konzept) ganz viel im Garten in der Natur arbeiten, einen Wald pflegen, Baumhäuser bauen, den Kindern die Natur näher bringen und mit ihnen auf dem Baumhaus übernachten. Ich würde den ganzen Tag Musik machen, in Sessions mitspielen, Trommelsessions anleiten und Trommelkurse geben, regelmäßige Konzerte mit verschiedenen Bands und befreundeten Musikern, Kongresse über Basisdemokratie und demokratische Bildung organisieren, am See ein gutes Buch lesen und Gott einen guten Herrn sein lassen.

Philip Wienand (*1976), Erzieher, München

01 Dezember 2011

Joachim Haas

Mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen(BGE)könnte ich hauptberuflich stotternde Menschen in Hessen informieren, beraten und die gesellschaftlichen Vorurteile gegenüber Stotternden abbauen!

Joachim Haas (*1978), ehrenamtliches Engagement für die Stotterer Selbsthilfe, Deutschland

16 November 2011

joanka marlies dinkel

ich würde mein leben nicht verändern und weiterhin mit viel freude und hingabe als therapeutin, heilerin und coach in meinen praxen tätig sein. ich denke, dass sich das bewusstsein der menschen verändern würde, da mit dem grundeinkommen mehr "luft" ins leben einströhmen könnte, sodass für die menschheit eine grosse chance bestünde das bewusstsein von mangel in fülle zu spüren.

joanka marlies dinkel (*1958), therapeutin, heilerin, coach, zug

11 November 2011

Sandra B.

Ich würde trotz allem in dem sozialen Bereich arbeiten wollen - aber mit eindeutig besserem Gefühl: Gutes zu tun und selbst finanziell abgesichert zu sein.

Sandra B. (*1991), Student

25 Oktober 2011

Ingrid Freiberg

Menschen helfen die vielleicht meinen Rat brauchen die z.Zt. Probleme haben - unter dem Motto "wir können über alles reden..." o.ä., Gruppen von alleistehenden Frauen über fünfzig bilden, spirtuelle Dinge tun, Vorträge etc, die ich mir mit der kleinen Rente jetzt nicht leisten kann... und für meine Hilfe auf keinen Fall Geld nehmen - frei sein ohne Sorgen um meine Kinder von denen eins keine Arbeit mehr bekommt und eins mit wenig Geld selbst- und ständig arbeitet ein freier kopf hat Ideen kann besser denken und kreativ sein.

Ingrid Freiberg (*1943), Säuglingsschwester jetzt Rentnerin, Erfurt

16 Oktober 2011

Annette Ofner-Wörther

Ich hätte den Mut, ein eigenes Unternehmen zu gründen und das Risiko des Scheiterns einzugehen. die Idee ist da. Die Energie auch. Vielleicht werde ich es einfach tun, aber mit der Absicherung würde ich es auf jeden Fall sofort angehen.

Annette Ofner-Wörther (*1966), Sonderschullehrerin, Wien

07 Oktober 2011

Andreas Göldi

Ich bin Ergotherapeut und betreue Menschen mit psychischer Behinderung.
Ein BGE würde zwangsläufig zu einer schlagartigen Verringerung sozio-ökonomischer Benachteiligung führen. Und diese ist bekanntlich ein bedeutender Risikofaktor für psychische Erkrankungen.
Ich hätte also theoretisch weniger zu tun und könnte meine Tätigkeit auf andere Fachbereiche ausweiten. Mich also weiterbilden. Was uns zum zweiten wichtigen Aspekt des BGE führt: Die Bildung in der Bevölkerung würde, meiner Meinung nach, zunehmen.
Wenn ich dann nach einem Arbeits- und/oder Weiterbildungstag, im Kreise gesünderer und gebildeteren Mitmenschen, nach Hause kommen würde, müsste ich nicht einmal die Türe verschliessen. Da drittens die Kriminalität stark gesunken wäre.
Wenn dann noch Mechanismen für die gerechtere Verteilung des Gesamtkapitals hinzu kämen, wäre die H.G. WellsŽsche Utopie nicht mehr weit.

bedingungslos für ein bedingungsloses Grundeinkommen

Andreas Göldi (*1982)

23 September 2011

Teresa Jost

Heute bin ich zu dieser Seite gelangt und habe fast alle Kommentare/Visionen gelesen. Es berührt mich sehr, wie viele Menschen doch gleich oder ähnlich denken und fühlen in ihrem Grundton. Der "rote Faden" in den Kommentaren zeigt sehr deutlich, wie viele Menschen ihr wirkliches Potential unter den noch gegebenen alten Systemen des Leistungsdrucks nicht voll leben können. Ja, noch sind wir Geld- und Zeitsklaven einer Leistungsgesellschaft, die vor allem den Mächtigen und Reichen dieser Welt dienen, aber wir leben in einer Zeitenwende, in welcher der Wandel, der Bewusstseinssprung nicht nur äusserst Not tut, sondern dringend erforderlich ist!
Als Übergang in dieser Krisenzeit, die uns alle betrifft, würde ich ein bedingungsloses Einkommen äusserst begrüssen, da ich absolut nur Positives darin sehe: Mehr Lebensqualität, mehr Zeit, weniger Stress, und dadurch viel mehr Gesundheit an Körper, Geist und Seele! Dieses Projekt könnte absolut der "Vorreiter" eines Lebens in bedingungsloser Liebe sein, zu sich selbst und zu allen anderen Mitmenschen und Geschöpfen. Es könnte unserem seit lange von Herzen ersehnten Traum der Freiheit, der Brüderlichkeit und der Gerechtigkeit näher kommen.
Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen (aus wessen Quelle käme dies übrigens? Weiss das jemand von euch?) könnte ich erstens meine ständig im Nacken sitzende materielle Existenzangst hinter mich lassen und genau all das tun, was in mir an Fähigkeiten, Talenten, Wissen, Weisheit und Erfahrungen angelegt ist. Kein "ungewollter" Job mehr, kein Mobbing, kein Erdulden von egomanen Vorgesetzten, mehr Zeit für Familie, Freunde, Nachbarn, Kinder und Betagte/Bedürftige, auch Zeit für kreatives Erschaffen und vieles mehr! Langeweile und Frust gäbe es nicht mehr, nur noch Lust und Liebe an Arbeit, die man gerne zum Wohle aller einbringt. Also keine Depressionen und Sinnleere mehr. Wie schön wäre das! Nähren wir also dieses Projekt mit unserem Geist und unterstützen wir es, damit es Wirklichkeit werden kann. Herzliche Grüsse an alle :-)

Teresa Jost

Merlin,Diana Ogoniak

Ich bin alleinerziehende Mutter von 4 Kindern darüber auch sehr glücklich und finde die Idee Grundeinkommen für alle super. Ich würde allerdings weiterhin arbeiten weil mir mein Job spass macht,aber würde mich mehr im ehrenamtlichen Bereich einbringen und über soziale Verbesserungen im Alter zur Sprache bringen und viel mehr Zeit mit meinen Kids und deren Aktivitäten an der Schule einbringen was mir jetzt einfach nicht möglich ist zeitlich....

Merlin,Diana Ogoniak (*1975), z.Zt Umschülerin, Recklinghausen

07 September 2011

Peter Vanzo

Je nach Modell: bei Modell 1 (Grundeinkommen erhalten und dafür >gratis< den Gegenwert irgendwo abarbeiten) würde ich für meinen Taxiunternehmer 3 Nachtschichten fahren und als Autor schreiben, ausserdem in meinem Stadtviertel gemeinsam mit anderen für die Sauberkeit auf den Strassen sorgen.
Bei Modell 2 (Grundeinkommen erhalten und zusätzlich bezahlte Arbeit verrichten) würde ich das gleiche wie unter Punkt 1 tun und für meine Arbeit im Gegenzug nur Geldbeträge annehmen, die der Auftraggeber oder Arbeitgeber von sich aus anbietet.

Peter Vanzo (*1952), Moderator,Taxifahrer, Autor, München

01 September 2011

Silvio Martucci

Ich würde nur noch 80% arbeiten, am liebsten jeden Freitag komplett FREI! Dan würde ich 4 Tage arbeiten und 3 Tage Chillen :)

Silvio Martucci (*1987), Webentwickler, Kreuzlingen

31 August 2011

Bettina Laubinger

Ich würde meinen Traum in Realität umsetzen und in einem kleinen Bio-Betrieb Wollschweine, ungarische Steppenrinder u.ä. züchten und direktvermarkten. Ein Leben mit und für die Natur. Weiter würde ich mich viel intensiver der Thematik Rohfütterung für Hunde und Katzen. Meinen E-Shop ausbauen, Tierhalter aufklären und mich auch vermehrt für herrenlose Tiere einsetzen.

Bettina Laubinger (*1975), Betriebsökonomin FH, Tafers

18 August 2011

Christoph Heierli

Nach dieser Erlösung würde ich mich voll und ganz auf mein Hobby (Imkerei)konzentrieren. Und damit noch etwas dazu verdienen.
Es wäre der Abschied vom heutigen Raubritter- Kapitalismus. Es würde eine neue bessere soziale Ordnung entstehen.

Christoph Heierli (*1953), Gewerkschaftssekretär, Cazis

Anja Sper

Mit dem BGE würde ich mich aus dem kommerziellen Bereich zurück ziehen und mich sozialen und ökologischen Aufgaben widmen.
Ich würde mich in mehreren Bereichen engagieren um möglichst vielseitig arbeiten zu können. In den Hintergrund würde das konsumorientierte Denken rücken und Platz machen für Wertschätzung und Selbstverwirklichung. Die rücksichtslose und egoistische Raserei durch das Leben, der ständige Leistungsdruck und die Vernachlässigung wichtiger Probleme, wie der unweigerlichen Zerstörung der natürlichen Ressourcen, hätten ein Ende und würden zu einem entspannteren und glücklicheren Leben führen.

Anja Sper (*1981), Kommunikationsplanerin, Zürich

10 August 2011

Eva Ruppert

Ich würde feine Lebensmittel mit Kräutern aus meinem Garten machen, ich würde töpfern und schnitzen und versuchen jedem zu helfen, der meinen Rat aus meinem naturheilkundlichen, ganzheitlichen Wissen annehmen will.

Eva Ruppert (*1957), Finanzbeamtin, Betzenstein

05 August 2011

marc zurcher

Mir mit viel Selbstbewusstsein und Enthusiasmus die Arbeit suchen, die mir vorschwebt, zu den Bedingungen die mir geeignet erscheinen... und allenfalls diese Arbeit selber erzeugen.

marc zurcher (1960), selbständig, spies

04 August 2011

Loreen Kopplow

Ich arbeite im Moment als Arzthelferin, mit mehr Einkommen (bei 1500 Grundeinkommen wären es 500 mehr als jetzt) würde ich das Gefühl von etwas mehr Anerkennung meines Berufes empfinden und dessen Wichtigkeit. Ich würde natürlich in meinem Beruf bleiben.

Loreen Kopplow

30 Juli 2011

Natalie Harder

Ich lebe derzeit von Transferleistungen und würde im Falle des Grundeinkommens über mehr Geld verfügen, als jetzt. Ich würde mich weiter sozial engagieren und das noch viel entspannter, da ich jetzt doch des öfteren etwas knapp bei Kasse bin. Möglicherweise hätte ich bei einer etwas entspannteren Arbeitslage auch mehr Chancen in meinem Beruf zu arbeiten.

Natalie Harder (*1969), Architektin, Valparaíso, Chile

25 Juli 2011

Urs Schnyder

Was ich tun würde, kann ich im Moment nicht sagen. Ich kann aber sagen, was ich wohl getan HÄTTE, wenn ich vor 10 Jahren ein Grundeinkommen gehabt hätte. Damals habe ich die Stelle aufgegeben, weil sich mein Beruf als Typograf vor allem an meiner Stelle entscheidend verändert hatte. Es ging nur noch darum, gelieferte Disketten einzuschieben und zu belichten. Zudem herrschte ein schlechter Teamgeist. Was nun? Zum Grafiker fehlte mir das Talent, EDV entsprach mir nicht. Ich wollte eine Zweitausbildung machen. Hätte ich das berufsbegleitend versucht, wäre ich als Mensch mit progressiver Behinderung überfordert gewesen. Also hätte ich eine Schule besuchen oder nochmals eine Lehre machen müssen. Dann hätte ich kein Einkommen mehr gehabt, das Leben und die Ausbildung hätte ja aber trotzdem bezahlt werden müssen. Stipendien gibt es für Zweitausbildungen grundsätzlich nicht. Mein Vermögen hätte als Überbrückung auch nicht ausgereicht. Ich besuchte einen Webdesign-Kurs ! und wollte mich selbständig machen. Leider fand ich die Marktlücke nicht. Zum Glück fand ich per Zufall eine 50% Stelle in einer Behindertenorganisation. Nicht mein Traumjob, obwohl ich in einem super Arbeitsklima arbeite. Hätte ich Grundeinkommen gehabt, wäre es wohl anders herausgekommen. Ein weiterer Grund für das BGE wäre für mich die Chance, das ewige Ping-Pong-Spiel zwischen den Kostenträgern im heutigen Gesundheits- und Sozialsystem (IV, Suva, AlV, KV, BVG etc.) v. a. bezüglich Renten auszuschalten oder zumindest zu entschärfen. Wie hier zuweilen mit Menschen jongliert wird ist unwürdig. Dazu die unzähligen mehr oder weniger fairen Gutachten und Gegengutachten... Gerade auch die aktuellen IV-Revisionen, die in erster Linie auf Zwangsintegration in einen Arbeitsmarkt setzen, der zu grossen Teilen nicht wirklich Menschen mit Behinderung will, sind eigentlich absurd. Die Diskussionen ums BGE könnten hier zumindest neue Denkansätze schaffen. Es gehen mir immer neue Gedanken zu BGE durch den Kopf. Ich bin gespannt auf diese Diskussion.

Urs Schnyder, Münchenbuchsee

04 Juli 2011

Ursula Käppeli

Ich habe gestern Abend zufällig wieder mal das Wort zum Sonntag gehört mit Herrn Andreas Peter. Er sprach über das bedingunslose Einkommen. Und ehrlich, ich habe Luftsprünge gemacht vor Freude! Ich wusste nicht, dass das Thema wirklich so aktuell ist und dann noch von einem Pfarrer angesprochen und gutgeheissen wird. Also echt, ich habe mich so gefreut. Ich bin 41 Jahre alt und studiere Anthropologie und DaF in Fribourg. Vorher war ich 10 Jahr selbständig als Typografin, Illustratorin und Malerin. Obwohl ich immer beschäftigt war, immer tausend Ideen hatte, war das Beschaffen des Einkommens für mich immer ein Stress und es ist es heute noch. Ich wollte einfach immer das machen, was mir entspricht, was mir Freude macht. Aber mit dem war einfach nicht viel Geld zu machen. Und ich merke auch heute noch, dass mich der Druck, das Geld reinzuholen, immer noch eine Art blockiert. Es funktioniert zwar immer irgendwie, aber wäre dieser Druck weg, so würde ich sicher nicht weniger machen, aber es wäre mir einfach viel viel wohler. Die Idee, dass man, nichts mehr tun würde, wenn regelmässig Geld reinkommen würde, ist absolut falsch. Natürlich würden vielleicht am Anfang einige eine Zeit einfach nichts tun, einfach um wieder mal das Gefühl zu haben, selber über das Leben bestimmen zu können. Solche, die sich vielleicht bis anhin nur über die Leistung definiert haben, kämen sicher auch etwas ins Schwimmen, weil sich auf der Werteebene einiges verändern würde. Aber ich denke, das ist absolut nötig. Wir haben es in den letzten Jahrzehnten geschafft, einen Wohlstand hinzukriegen, aber die Freiheit des einzelnen, sein Leben selber zu bestimmen, haben wir noch nicht erreicht. Und das sollte doch im 21. Jahrhundert möglich sein. Ich kenne so viele, die gehen ihrer Arbeit und funktionieren wie Maschinen. Es ist Zeit, dass sich da was verändert.

Ursula Käppeli, Schweiz

01 Juli 2011

Günter Aichner

Viele Menschen müssen zur Arbeit gehen um zu überleben. Bei einem Bedigungslosen Grundeinkommen müssen dann viele Menschen zur Arbeit gehen um einen Beitrag zum Gemeinwohl des Staates zu leisten. Arbeit ist also immer da und wird von wem auch immer geleistet werden müssen. Beim BGE muß also eher ein Umdenken der Befölkerung, hin zu mehr Gemeinschaft(-wohl) eines Volkes statt finden. Sind wir hierzu überhaupt noch befähigt in diesen unseren Migrationsstaat, oder ist das gar nicht gewollt? Ich würde dann gerne meine Arbeitskraft mit meinen Fähigkeiten dem Gemeinwohl zukommen lassen. Auch habe ich dann mehr Einfluß meine persönlichen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Im Ganzen erwarte ich da eine sich regional stäker entwickelnde und kostenfreiere Kulturlandschaft.

Günter Aichner, Feinwerktechnik Maschinenbau Elektronik

26 Juni 2011

Patrick Juchli

Forschen und mich kulturell weiterbilden. Eigentlich dasselbe, wie bisher, aber mit erheblich weniger Exisenzängsten.

Patrick Juchli (*1982), Doktorand, Lausanne

23 Juni 2011

Hans P. Grimm

Dann währe ich ja Blöd, wenn ich arbeiten würde.

Hans P. Grimm

20 Juni 2011

Fabian Bauer

Ich würde ein Projekt für ein neues lebendiges Quartier in Bern entwickeln. Ich hätte genügend Zeit, um mit den Menschen zu sprechen, um etwas schönes entstehen zu lassen. Falls mein Projekt die Menschen in Bern überzeugt, würde es sicher auch jemand umsetzen.

Fabian Bauer (*1987), Geograph, Bern