Ich bin gerade dabei, mich selbständig zu machen im Design-/Multimedia-Bereich und Online-Handel.
Gäbe es ein Grundeinkommen, so könnte ich die Unternehmensgründung angstfrei angehen.
Und ich bräuchte mir keine Gedanken mehr darüber zu machen, warum man absurderweise zwar kerngesund und bestens qualifiziert - mit über 45 Jahren aber zu alt für den deutschen Arbeitsmarkt ist.
Ausgehend von einer Wochenarbeitszeit von 40 bis 60 Stunden würde ich gerne ca. 30 % meiner Arbeitszeit damit verbringen, entgeltfrei Print- und Website-Projekte für Museen, Kulturbetrieb, ehrenamtliche Vereine etc. zu konzipieren und umzusetzen.
Linda Wiebke (*1960), Grafik-Designerin
31 Mai 2007
29 Mai 2007
Stefan Held
Momentan arbeite ich als Primarlehrer mit einem Pensum von knapp 40% und erhalte etwa 1'800Fr.- monatlich, von denen ich jeweils noch ein, zweihundert Franken zur Seite legen kann. Zeit habe ich da genug für das Ausleben persönlicher Interessen, namentlich dem Schreiben und Fotografieren. Was ich spannend an der Idee finde ist, dass ich mit grösserer finanzieller Freiheit mir bessere Materialien zulegen oder das eine oder andere Projekt starten könnte, von welchen ich momentan noch träume. Auch würde es eine Auszeit begünstigen, in der ich intensiver an einem Buch/einer Ausstellung arbeiten oder neue Ideen sammeln könnte. Also ein "Künstler" mehr, der davon profitieren würde.
Held Stefan (*1983), Primarlehrer, Kreuzlingen
Held Stefan (*1983), Primarlehrer, Kreuzlingen
27 Mai 2007
Nicole Scherzinger
Wenn für mein Einkommen gesorgt würde, dann würde ich eine Raumpflegerin engagieren und mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen und mich mehr um mein soziales Projekt kümmern (s. www.zuelose.ch).
Ich würde mehr lesen, mich weiterbilden und endlich mal ausgiebig Ferien machen.
Nicole Scherzinger (*1971), Familienfrau, Langrickenbach
Ich würde mehr lesen, mich weiterbilden und endlich mal ausgiebig Ferien machen.
Nicole Scherzinger (*1971), Familienfrau, Langrickenbach
21 Mai 2007
Anna-Kathrin Matz
VOLLZEIT künstlerisch tätig sein,
TEILZEIT ehrenamtlich tätig sein.
Anne- Kathrin Matz (*1967), Wirtschaftskauffrau-Erzieherin-Mediendesignerin-Künstlerin-Studentin
TEILZEIT ehrenamtlich tätig sein.
Anne- Kathrin Matz (*1967), Wirtschaftskauffrau-Erzieherin-Mediendesignerin-Künstlerin-Studentin
02 Mai 2007
JürgenGöritz
Ich würde das dann nicht mehr 'arbeiten' nennen, da es nur noch Dinge wären, die mir auch Spaß machen. Endlich würde die eigene Kreativität richtig fließen können und nicht jedesmal irgendwelchen 'Firmensachzwängen' untergeordnet (die ja zum Großteil nur die Machtspielchen der höheren Managementebenen und die kaufmännischen Zwänge widerspiegeln). Mein Leben würde ich nur noch Technologien widmen, die umweltverträglich sind bzw. dabei helfen die Natur zu heilen, statt sie auszubeuten. Ein Auto, Radio, Fernseher oder Handy brauche ich schon heute nicht mehr, daher würde es meines Erachtens überhaupt nichts ausmachen, wenn dieses Einkommen etwas niedriger wäre...
...Prinzipiell stehe ich der Idee des Grundeinkommens allerdings eher skeptisch gegenüber, da schon ein Indianer damals sagte, dass man Geld nicht essen kann und ich mir einen festen Umtauschkurs für Geld zu Essen damit einfach nicht vorstellen kann...
...Anderseits sehe ich mit der Idee des Grundeinkommens das Geld seinen Stellenwert als anzubetenden Götzen völlig verlieren, es aber auf der anderen Seite den Menschen endlich ermöglicht, sich von 'Homo sapiens' (Achtung: eigentlich immer nur für die anderen im Kapitalismus!) zu 'Homo contentus' weiter zu entwickeln und es auch mal ohne Reue zu genießen einfach auch mal nichts zu tun. ... oder anders ausgedrückt: wenn man aus dem Paradies vertrieben wurde, muss man es sich eben einfach wieder neu schaffen wollen... Aloha!
Jürgen Göritz, Designer
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...Prinzipiell stehe ich der Idee des Grundeinkommens allerdings eher skeptisch gegenüber, da schon ein Indianer damals sagte, dass man Geld nicht essen kann und ich mir einen festen Umtauschkurs für Geld zu Essen damit einfach nicht vorstellen kann...
...Anderseits sehe ich mit der Idee des Grundeinkommens das Geld seinen Stellenwert als anzubetenden Götzen völlig verlieren, es aber auf der anderen Seite den Menschen endlich ermöglicht, sich von 'Homo sapiens' (Achtung: eigentlich immer nur für die anderen im Kapitalismus!) zu 'Homo contentus' weiter zu entwickeln und es auch mal ohne Reue zu genießen einfach auch mal nichts zu tun. ... oder anders ausgedrückt: wenn man aus dem Paradies vertrieben wurde, muss man es sich eben einfach wieder neu schaffen wollen... Aloha!
Jürgen Göritz, Designer
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20 April 2007
Andrea Thimel
Ich bin Rehabilitationslehrerin für Blinde und Sehbehinderte. Immer wieder erlebe ich es, dass blinden und sehbehinderten Menschen von Kostenträgern der Unterricht in Orientierung und Mobilität und Lebenspraktischen Fähigkeiten verwehrt wird. Von Unterricht in Blindenschrift und von Computerkursen ganz zu schweigen. Selbst bezahlen können die Interessenten den Unterricht aber nicht. Wäre mein Einkommen garantiert, könnte ich meinen Unterricht ohne den unerträglichen Kosten- und Zeitdruck gestalten und so vielen blinden und sehbehinderten Menschen ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Ich würde nicht aufhören zu arbeiten, würde aber insgesamt weniger arbeiten, da ja keine Verwaltungsarbeit nötig wäre und könnte mir mehr Zeit nehmen für Fort- und Weiterbildung. Mein Leben würde sich sehr entspannen.
Andrea Thimel (*1964), Rehabilitationslehrerin, Marburg
Andrea Thimel (*1964), Rehabilitationslehrerin, Marburg
11 April 2007
Amrita Torosa
In meinem Arbeiten würde sich gar nicht so viel ändern - ich würde einfach angstfrei leben können. Ohne Angst vor Hunger oder Obdachlosigkeit...auch sozialer Abstieg genannt.
Für mich ist dies der wesentliche Punkt.
Amarita Torosa (*1965), Künstlerin, Lutherstadt Wittenberg
Für mich ist dies der wesentliche Punkt.
Amarita Torosa (*1965), Künstlerin, Lutherstadt Wittenberg
10 April 2007
Dominik S. Gaberell
Ich würde ohne schlechtes Gewissen gegenüber den Nachbarn, zu 100% dazustehen können Hausmann und Familienvater sein zu wollen. Weiter würde es mir einfacher sein meinem Wunsch zur Verselbständigung auf dem Gebiet der Energiearbeit nachzukommen.(Dies beinhaltet eigene Praxisräumlichkeiten und die Zufriedenheit andern Personen helfend und beratend beizustehen).
Psychisch würde es mir sicher besser gehen, weil ich nicht mehr als Bittsteller bei den Sozialendiensten und der Arbeitslosenkasse antreten müsste, auch währe ich freier, da ich nicht jeden Monat Bewerbungen versenden müsste, bei denen ich schon zum Vornherein weiss, dass ich ein Absageschreiben erhalten werde. Mit andern Worten würde ich an meiner heutigen Situation nichts ändern, könnte aber die Energie genau dort einsetzen wo ich dies auch will, was mich dann garantiert zum Erfollg führen wird!
Dominik S. Gaberell (*1972), Erwerbslos, Familienvater, Hausmann, Allrounder, Energiearbeiter, Gümligen
Psychisch würde es mir sicher besser gehen, weil ich nicht mehr als Bittsteller bei den Sozialendiensten und der Arbeitslosenkasse antreten müsste, auch währe ich freier, da ich nicht jeden Monat Bewerbungen versenden müsste, bei denen ich schon zum Vornherein weiss, dass ich ein Absageschreiben erhalten werde. Mit andern Worten würde ich an meiner heutigen Situation nichts ändern, könnte aber die Energie genau dort einsetzen wo ich dies auch will, was mich dann garantiert zum Erfollg führen wird!
Dominik S. Gaberell (*1972), Erwerbslos, Familienvater, Hausmann, Allrounder, Energiearbeiter, Gümligen
Ein Zwischenruf!
Ich finde die Idee eines bedingugslosen Grundeinkommens sehr gut. Aber vielleicht sollten sie den Leuten auf Ihrer Webseite auch klar machen, das dies nicht bedeutet, dass nun keiner mehr arbeiten muss und dass auch immer noch die Gesetze der Marktwirtschaft gelten. Sprich wenns dann mal irgendwann 1 Mio sich selbstverwirklichenden Reiki-Lehrer gibt, dann zahlt keiner für die Kurse nur irgendeinen Pfennig und es kommt auch so gut wie keiner mehr, denn soviel Interesse nach Reikikursen ist halt einfach nicht da. Dagegen würde es wohl ziemlich teuer werden, wenn man ein Häusschen bauen möchte, denn keiner macht ja dann gerne mehr solche anstrengende Jobs - geschweige denn z.B. bei der Müllabfuhr zu arbeiten.
Ein Grundeinkommen wäre wohl auch nach ihrer Vorstellung hoffentlich nur ein Grundeinkommen - sprich so etwas wie die jetztige Sozialhilfe und nicht mehr. Das sollte auch ihren Lesern klar gemacht werden, denn 99% aller Antworten stammen wohl von absolut unverbesserlichen Träumern...
Michael Halbig
Ein Grundeinkommen wäre wohl auch nach ihrer Vorstellung hoffentlich nur ein Grundeinkommen - sprich so etwas wie die jetztige Sozialhilfe und nicht mehr. Das sollte auch ihren Lesern klar gemacht werden, denn 99% aller Antworten stammen wohl von absolut unverbesserlichen Träumern...
Michael Halbig
09 April 2007
Karin Gebhardt
Ich bin alleinerziehend mit 3 Söhnen (23J. schon aus dem Haus; 19 J. und 8 Jahre); und bin ganztags berufstätig.
Wenn mein Lebensunterhalt mit einem Grundeinkommen gesichert wäre, würde ich auf jeden Fall nicht mehr die Arbeit machen, mit der ich mein Geld verdiene, sondern mich mehr um meinen Jüngsten kümmern und mich im sozialen (und somit für mich sinnvollen) Bereich engagieren. Ausserdem könnte ich mir damit meine Zeit so einteilen, wie ich es für sinnvoll halte.
2.500 Franken sind ein bißchen viel... :-) Ich verfolge die Debatten über das BGE schon seit längerem.
Karin Gebhardt (*1959), Verwaltungsangestellte, München
Wenn mein Lebensunterhalt mit einem Grundeinkommen gesichert wäre, würde ich auf jeden Fall nicht mehr die Arbeit machen, mit der ich mein Geld verdiene, sondern mich mehr um meinen Jüngsten kümmern und mich im sozialen (und somit für mich sinnvollen) Bereich engagieren. Ausserdem könnte ich mir damit meine Zeit so einteilen, wie ich es für sinnvoll halte.
2.500 Franken sind ein bißchen viel... :-) Ich verfolge die Debatten über das BGE schon seit längerem.
Karin Gebhardt (*1959), Verwaltungsangestellte, München
04 April 2007
Michael Halbig
Eigentlich bin ich ja auch ein Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommen. Aber die Antworten der andere Schreiber hier erschrecken mich doch sehr: Jeder denkt nur noch ans eigene Vergnügen, weniger Stress, Selbstverwirklichung, Urlaub, ...
Wie soll denn das funktionieren? Wer würde denn dann noch 35 oder gar 40 oder mehr Stunden arbeiten? Wie kann man denn so naiv sein und glauben, dass man mit weniger Arbeit, mit weniger "Stress", mit Urlaub und Selbstverwirklichung den Wohlstand erhalten, geschweige denn steigern kann??
Ein Grundeinkommen kann wohl nur dann funktionieren, wenn es so niedrig ist, dass es wirklich nur die elementaren Grundvedürfnisse abdeckt (Höhe etwa heutige Sozialhilfe) und daher noch genügen Anreize setzt, dass die Leute wirklich noch zu Arbeit gehen müssen. (Die Kommentare der anderen Schreiber zeigen leider nur zu klar, dass es entgegen anderen Meinungen diese Anreize wirklich benötigt!)
Die positiven Effekte solch eines Grundeinkommen sind nach meiner Ansicht der Wegfall von beträchtlicher Bürokratie:
Es würde dann keine Tausende von Beamten brauchen, die Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe, Rente, etc. verwalten. Diese Verwaltung schafft sowieso keinen Wohlstand, aber statt dessen könnten sich die frei werdenden Arbeitkräfte sinnvoller Arbeit zuwenden.
Es würde die ganze Diskussion um Niedriglöhne vereinfachen, denn wenn man bereits ein Grundeinkommen hat, dann braucht man auch nicht mehr so hohe Löhne. Mit dem Nebeneffekt, dass unsere Unternehmen vielleicht auch wieder billiger produzieren könnten. (Man müsste dann natürlich auch schauen, woher das Geld für das Grundeinkommen auch wirklich kommt, denn irgendwie muss man es ja auch gegenfinanzieren)
Auch für Sozialhilfeempfänger würden wieder Anreize geschaffen zurück ins Arbeitsleben zu wechseln, denn jede Stunde mehr Arbeit bringt auch wieder Geld und man hat nicht am Ende des Monates in etwa genausoviel Geld, als ob man gar nicht arbeiten würde und auf die Sozialhilfe vertraue.
Auch die Rente mit 67 wäre kein Thema mehr - jeder geht, wann er mag. Gibt dann halt auch nur Rente in Höhe des Grundeinkommens. Will man mehr, so müsste man eben privat vorsorgen.
Jeder der ein neues System einführen möchte sollte sich im klaren sein, dass es danach nur allen besser geht, wenn sie mindestens genauso produktiv sind wie vorher - am besten eben noch produktiver, denn verteilt werden kann nur, was auch erarbeitet wurde.
Ob man so ein Grundeinkommen auch wirklich verwirklichen kann bezweifel ich leider. Es gibt zu viele dogmatische und beschränkt denkfähige Demagogen, die dann schon wieder den Neid streuen indem sie erzählen wie ungerecht es dann doch wäre, wenn auch der Vermögende oder Besserverdienende dieses Grundeinkommen bekäme. Das Grundeinkommen muss aber irgendwoher finanziert werden und das geht wohl sozialgerecht nur über diejenigen, die eben Besserverdienen oder Vermögen besitzen. Ob ich den Vermögenden/Besserverdienenden nun kein Grundeinkommen gebe und dafür aber weniger Steuern abknüpfe oder ihnen auch das selbe Grundeinkommen gebe, dafür die Steuern dementsprechend anpasse wäre ein Nullsummenspiel - ausser dass der erste Fall komplizierter wäre und man wieder unnötige Bürokratie implementieren müsste.
Michael Halbig (*1969), Schweiz
Wie soll denn das funktionieren? Wer würde denn dann noch 35 oder gar 40 oder mehr Stunden arbeiten? Wie kann man denn so naiv sein und glauben, dass man mit weniger Arbeit, mit weniger "Stress", mit Urlaub und Selbstverwirklichung den Wohlstand erhalten, geschweige denn steigern kann??
Ein Grundeinkommen kann wohl nur dann funktionieren, wenn es so niedrig ist, dass es wirklich nur die elementaren Grundvedürfnisse abdeckt (Höhe etwa heutige Sozialhilfe) und daher noch genügen Anreize setzt, dass die Leute wirklich noch zu Arbeit gehen müssen. (Die Kommentare der anderen Schreiber zeigen leider nur zu klar, dass es entgegen anderen Meinungen diese Anreize wirklich benötigt!)
Die positiven Effekte solch eines Grundeinkommen sind nach meiner Ansicht der Wegfall von beträchtlicher Bürokratie:
Es würde dann keine Tausende von Beamten brauchen, die Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe, Rente, etc. verwalten. Diese Verwaltung schafft sowieso keinen Wohlstand, aber statt dessen könnten sich die frei werdenden Arbeitkräfte sinnvoller Arbeit zuwenden.
Es würde die ganze Diskussion um Niedriglöhne vereinfachen, denn wenn man bereits ein Grundeinkommen hat, dann braucht man auch nicht mehr so hohe Löhne. Mit dem Nebeneffekt, dass unsere Unternehmen vielleicht auch wieder billiger produzieren könnten. (Man müsste dann natürlich auch schauen, woher das Geld für das Grundeinkommen auch wirklich kommt, denn irgendwie muss man es ja auch gegenfinanzieren)
Auch für Sozialhilfeempfänger würden wieder Anreize geschaffen zurück ins Arbeitsleben zu wechseln, denn jede Stunde mehr Arbeit bringt auch wieder Geld und man hat nicht am Ende des Monates in etwa genausoviel Geld, als ob man gar nicht arbeiten würde und auf die Sozialhilfe vertraue.
Auch die Rente mit 67 wäre kein Thema mehr - jeder geht, wann er mag. Gibt dann halt auch nur Rente in Höhe des Grundeinkommens. Will man mehr, so müsste man eben privat vorsorgen.
Jeder der ein neues System einführen möchte sollte sich im klaren sein, dass es danach nur allen besser geht, wenn sie mindestens genauso produktiv sind wie vorher - am besten eben noch produktiver, denn verteilt werden kann nur, was auch erarbeitet wurde.
Ob man so ein Grundeinkommen auch wirklich verwirklichen kann bezweifel ich leider. Es gibt zu viele dogmatische und beschränkt denkfähige Demagogen, die dann schon wieder den Neid streuen indem sie erzählen wie ungerecht es dann doch wäre, wenn auch der Vermögende oder Besserverdienende dieses Grundeinkommen bekäme. Das Grundeinkommen muss aber irgendwoher finanziert werden und das geht wohl sozialgerecht nur über diejenigen, die eben Besserverdienen oder Vermögen besitzen. Ob ich den Vermögenden/Besserverdienenden nun kein Grundeinkommen gebe und dafür aber weniger Steuern abknüpfe oder ihnen auch das selbe Grundeinkommen gebe, dafür die Steuern dementsprechend anpasse wäre ein Nullsummenspiel - ausser dass der erste Fall komplizierter wäre und man wieder unnötige Bürokratie implementieren müsste.
Michael Halbig (*1969), Schweiz
01 April 2007
Andreas Rüfenacht
Ich würde wahrscheinlich momentan so weiterfahren wie bisher, wüsste aber, der Druck ist weg, einst genug verdienen zu müssen, was jetzt noch in den Sternen steht. Ich glaube, ich hätte keine Angst mehr, mir zukünfitg einmal ein Bein in einer Arbeit ausreissen zu müssen, die ich gar nicht tun möchte, aber tun muss, um überleben zu können. Mir würde die Sorge mindestens geschwächt, dass ich nicht einmal an Überarbeitung eingehe (nur weil ich Geldverdienen muss und gleichzeitig aber auch die Arbeit tun will, die mir Freude macht). Vielleicht könnte ich dann doch einmal forschen, wie ich es möchte, ohne das "Geld-Messer" am Hals haben zu müssen, nebenher spazieren, nachdenken, Musikhören ohne schlechtes Gewissen, nicht zu arbeiten. Ich denke, ich wäre in all meinem Tun schlicht freier und ruhiger...
Andreas Rüfenacht (*1982), Student Kunstgeschichte
Andreas Rüfenacht (*1982), Student Kunstgeschichte
24 März 2007
Bianca Kriel
Ich würde wohl weiterstudieren, aber mein Pflichtnebenfach über den Haufen werfen, welches ich nur gewählt habe "um auch Arbeit zu kriegen". Zudem würde ich meine zwei Jobs aufgeben, Tanzkurse besuchen, Gesangsunterricht nehmen und versuchen, eigene Lieder zu komponieren. Ein Kulturzentrum für Junge mit viel Spielraum für Musik, Medien, Kunst, Essen, Gespräche würde ich zudem auch sehr gerne eröffnen. Dort würde man eine kreative Plattform finden, was ich als sehr wichtig einstufe, denn wenn jeder ein Grundeinkommen hätte, müsste er seinen Tag sinnvoll verwenden, und deshalb bräuchte es unendlich viele Plattformen zur Selbstverwirklichung. Ach, schön wärs!
Bianca Kriel (*1985), Studentin, Bern
Bianca Kriel (*1985), Studentin, Bern
22 März 2007
Peter E. Schudel
Die grösste Geisel der Menschheit, die Existenzangst, würde durch einen einzigen Entscheid nichtig. Es sind immer die einfachen Lösungen, welche viel bewirken. Der Weg ist das Ziel. Nicht leben um zu arbeiten, sondern arbeiten um zu leben, unfassbar und doch in absehbarer Sichtweite. Es würden gewaltige Dämme brechen. Sozial- und gesellschaftspolitischer Natur. Stumpfsinnige Zwänge würden fallen, das Potenzial des einzelnen Individuums würde hervor gebracht werden und die Kreativität des Einzelnen gestärkt. Dem Verfall der Familie würde sofort wirksam engegen gewirkt, da der Druck auf beide Partner, rein finanziell, wie weggeblasen wäre. Der Rand der Gesellschaft würde dünn wie ein Pizzaboden und viele Randständige fänden den Weg zurück in die Gesellschaft. Überall würden sich Gruppen bilden, welche neue Ideen, neue Modelle, neue Gedanken, neue Wege beschreiten würden. Das Gemeinsame würde wieder in den Vordergrund treten.
Wenn wir jedoch auf den bisherigen ausgelatschten Pfaden weiter machen, so werden wir uns in 20 - 30 Jahren in einer Zweiklassengesellschaft wiederfinden. Die Hälfte der Erwerbstätigen haben Arbeit und die andere Hälfte wird von Ersteren abhängig sein. Von den damit verbundenen sozialen Unruhen ganz zu schweigen.
Machen wir daher den richtigen Schritt, den Schritt Richtung Mensch sein.
Peter E. Schudel (*1956), Selbständig, Zürich
Wenn wir jedoch auf den bisherigen ausgelatschten Pfaden weiter machen, so werden wir uns in 20 - 30 Jahren in einer Zweiklassengesellschaft wiederfinden. Die Hälfte der Erwerbstätigen haben Arbeit und die andere Hälfte wird von Ersteren abhängig sein. Von den damit verbundenen sozialen Unruhen ganz zu schweigen.
Machen wir daher den richtigen Schritt, den Schritt Richtung Mensch sein.
Peter E. Schudel (*1956), Selbständig, Zürich
16 März 2007
Silke Schaubhut
ich würde weiterhin meiner berufung nachgehen, wie bisher, nur ohne druck, und mit viel mehr zeit für wirklich wichtiges.
meine kunden würden noch öfters kommen, da auch hier die finanzielle zwangsjacke wegfällt.
Silke Schaubhut (*1968), freie Reiki-Lehrerin, Schopfheim
meine kunden würden noch öfters kommen, da auch hier die finanzielle zwangsjacke wegfällt.
Silke Schaubhut (*1968), freie Reiki-Lehrerin, Schopfheim
15 März 2007
René Schoch
Ich denke weil mir mein Beruf gefällt, würde ich sicher als Lokführer weiter arbeiten aber sicher mit reduziertem Pensum so um 50 - 60%, arbeiten um zu leben und nicht leben um zu arbeiten.
René Schoch (*1962), Lokführer, Romanshorn
René Schoch (*1962), Lokführer, Romanshorn
11 März 2007
Mo Richner
zuerst würde ich einfach mal innenhalten... und danach: lieber langsam leise als lauter schnelles laut! ganz gemächlich in meinem tempo, meinem rhythmus leben. und auch bei den menschen um mich herum würden die worte "ich habe zeit" kein fassungsloses kopfschütteln mehr auslösen.
die im moment noch sehr lähmende finanzzitterpartie mit meinem einfraukleinunternehmen wäre zu ende. aufatmen und drauflos zeichnen, malen, gestalten...
ich würde sehr gern in meinem beruf weiter arbeiten - und jedes jahr mindestens einen monat am meer verbringen, irgendwo. der aufunddavonlust nachgeben und im zug oder mit dem schiff dahin unterwegs sein.
und ich wünschte mir, die menschen hätten dann lust und musse, sich wieder den wirklich wesentlichen dingen des lebens zu widmen!
Mo Richner, (*1960), Illustratorin, Gestalterin, Pädagogin, Basel www.schriftbildform.ch
die im moment noch sehr lähmende finanzzitterpartie mit meinem einfraukleinunternehmen wäre zu ende. aufatmen und drauflos zeichnen, malen, gestalten...
ich würde sehr gern in meinem beruf weiter arbeiten - und jedes jahr mindestens einen monat am meer verbringen, irgendwo. der aufunddavonlust nachgeben und im zug oder mit dem schiff dahin unterwegs sein.
und ich wünschte mir, die menschen hätten dann lust und musse, sich wieder den wirklich wesentlichen dingen des lebens zu widmen!
Mo Richner, (*1960), Illustratorin, Gestalterin, Pädagogin, Basel www.schriftbildform.ch
08 März 2007
Julia Auer
Als Studentin und Praktikanten würde ich vermutlich das gleiche machen wie jetzt: Eifrig studieren und gleichzeitig interessante Jobprofile erkunden. Wenn mir was gefällt würde ich versuchen dabeibleiben zu können...
Julia Auer (*1982)
Julia Auer (*1982)
06 März 2007
Eric Hurner
Ich würde das tun, was ich jetzt tue - in IDEM arbeiten und in der Arbeit in Entwicklungsländer.
Eric Hurner (*1952, Eigentlich Waldorflehrer, Dornach
Eric Hurner (*1952, Eigentlich Waldorflehrer, Dornach
Marie Müller
Ich könnte endlich ohne existenziellen Druck und entspannter und engagierter das tun, was ich ohnehin tue! Im Privaten: "ein kleines erfolgreiches`Familienunternehmen managen", meine sozialen Leistungen in der Familienarbeit, Kindererziehung, Kranken- und Altenpflege, Bildungsarbeit, Konfliktmanagement, etc. wären endlich wirtschafltich anerkannt. Beruflich: Da könnte ich meine Fortbildungs- und Lehrtätgikeit in unserem inzwischen maroden Bildungssystem konsequenter und entlasteter fortführen. Meinen Beitrag zur Qualifizierung von KiTas, Ganztagsschule und Familien einbringen.
Marie Müller (*1953), Freiberufliche Dipl. Soz.u. Gesundheitspädagogin, Köln
Marie Müller (*1953), Freiberufliche Dipl. Soz.u. Gesundheitspädagogin, Köln
02 März 2007
Martin Kieser
Ich bin Lehrer und arbeite gerne als Lehrer. Das Grundeinkommen ermöglichte mir, nurmehr 50 % zu arbeiten. Dadurch kann eine andere engagierte Lehrkraft ihren Beruf ausüben. Ich gewinne dadurch Austausch, Energie, Gelassenheit und Zeit. Diese wiederum benutze ich, um mich (50-jährig) auf das einzulassen, was mich auch noch interessiert. Eine politische Tätigkeit. Weiterbildung in berufsfremden Bereichen. Suchen nach meiner Zukunft und allmählich einsteigen in die Tätigkeit mit älteren Personen. Ich freue mich darauf.
Martin Kieser, Oberhofen CH
Martin Kieser, Oberhofen CH
01 März 2007
Reinmund Ebert
Ich habe Kinder im alter von drei und sechs jahren und würde meinen heutigen Erwerbsarbeitstag von acht auf fünf Stunden verkürzen, um meine Betereuungs- und Erziehungsarbeit gegenüber meinen Kindern von vier auf Sieben Stunden zu verlängern.
Reimund Ebert (*1958), Angestellter, Teupitz
Reimund Ebert (*1958), Angestellter, Teupitz
Sandra Krazulo
Ich würde ohne Scham und Schuldgefühle, dass ich Hartz IV bekomme und mich nicht "ordentlich" für jede zumutbare Stelle bewerbe, an meiner Vision von einem Kreativhof arbeiten. Ein Hof, wo jeder anbietet, was er/sie kann und lernt, was er/sie schon immer mal lernen wollte. Frei von finanziellem Druck. Ich hätte den Kopf frei, hier an meinen Bildern zu arbeiten, ohne ständig zu denken - eigentlich müsste ich die Stellenanzeigen durchgehen... Ich hätte nicht den Druck, mich "verkaufen" zu müssen, sondern könnte meinem Naturell entsprechend Handeln, Helfen, meine Talente und Stärken in Projekte stecken, die ich wichtige finde - unabhängig, ob man mich dafür auch bezahlt.
Sandra Krazulo (*1967), Berlin
Sandra Krazulo (*1967), Berlin
20 Februar 2007
Adrian Hofstettler
Ich würde mir eine Ausbildung (Clown) finanzieren und meine Familie finanziell entlasten... vorallem aber würde ich bescheiden, glücklich und ohne den Druck in finanzielle Nöte zu kommen leben wollen...
Adrian Hostettler (*1977), Dip. Behindertenbetreuer, Basel
Adrian Hostettler (*1977), Dip. Behindertenbetreuer, Basel
19 Februar 2007
Gabriele Berghaus
Ich möchte mit 60zig eine neue Tätigkeit gefunden haben, die 40zig Berufsjahre im Gintergrund hat. Sooderso!
Gabriele Berghaus (*1949), Journalistin, Dortmund
Gabriele Berghaus (*1949), Journalistin, Dortmund
17 Februar 2007
Eva Stetter
Ich würde eine Kunstwerkstatt betreiben, Interessierte unterrichten, einen großen Garten anpflanzen und mich selbst versorgen.
Eva Stetter, Deutschland
Eva Stetter, Deutschland
15 Februar 2007
Julia Stock
Ich würde mich für die Förderung des nachhaltigen Nahverkehrs einsetzen. Den Radverkehr in Städten ausbauen, Stadt und Stadtviertel lebenswerter für Jung und Alt gestalten.
Julia Stock (*1978), Studentin / Produktdesign, Kassel
Julia Stock (*1978), Studentin / Produktdesign, Kassel
12 Februar 2007
Klaus Würzner
Endlich mal das tun was einem Spaß macht, kreativ sein und vielleicht etwas tun wovon auch andere profitieren könnten, z.B. im kulturellen Bereich der jetzt schon als Stiefkind behandelt wird.
Klaus Würzner (*1948), Feinmechaniker
Klaus Würzner (*1948), Feinmechaniker
09 Februar 2007
Susanne Badener
Das wäre der helle Wahnsinn... mir würden schon 800.- Euro monatlich reichen! Das wäre wirklich toll, ich würde sofort meinen jetzigen Job in der Verwaltung kündigen und irgendwas in der Natur machen, Ziegenkäse, Kräuter, Irgendwas, bloß weg aus der Großstadt.
Susanne Badener (*1956), Angestellte, Stuttgart
Susanne Badener (*1956), Angestellte, Stuttgart
01 Februar 2007
Sonja Eder
Ich würde genau dieselbe Arbeit tun, nur vielleicht auf etwas mehr Freizeit plädieren. Ich liebe meine Arbeit, den Kontakt mit den Menschen und den Tieren! Jeder Mensch braucht eine sinnvolle Aufgabe.... Sonst verkümmert man...
Sonja Eder (*1975), Ordinationsgehilfin einer Tierärztin, Wien
Sonja Eder (*1975), Ordinationsgehilfin einer Tierärztin, Wien
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